Ein intensiver Nachmittag, an dem sich der SV Droß und der USC Kirchberg/Altenwörth begegneten, endete in der 1. Klasse Nordwest-Mitte mit einem 1:1. Für Oliver Oberhammer, Trainer des USC Kirchberg/Altenwörth, standen die Wucht der Zweikämpfe und die Dramaturgie der Schlussphase im Mittelpunkt: "Intensität war hoch, wie nicht anders zu erwarten war." 4 gelbe Karten in 25 Minuten, alle für Dross, zeigte die Herangehensweise der Asuwärtsmannschaft. Kirchberg führte zur Pause 1:0 nach einem Freistoßstandard war Michael Halmer mit dem Kopf zur Stelle (26.), ehe der SV Droß in der 90. Minute per direktem Freistoß durch Lukas Cemba ausglich. Oberhammer beschrieb eine kontrollierte Anfangsphase, danach einen Bruch noch vor der Pause und mehrere ungenutzte herausgespielte Situationen nach dem Seitenwechsel. Das Chancenbild zur Pause sah er klar auf Seiten der Hausherren, während Droß das ganze Spiel ausschließlich über lange Bälle und körperliche Präsenz kam. Die Schlussphase unterstrich den Charakter des Spiels: intensiv, leidenschaftlich und entschieden durch Standards.

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Oberhammer zeichnete ein klares Bild der Startphase: "In den ersten 25 Minuten waren wir klar besser, hatten das Spiel unter Kontrolle einmal hat der gegnerische Tormann im Eins-gegen-eins stark gehalten, einen Lattenschuß von 16 Metern, einen Kopfball nach einem Eckball – aus der vierten Chance haben wir dann das 1:0 gemacht. Danach haben wir leider ein bissl den Faden und die Kontrolle über das Spiel verloren." Bei gegnerischen Eckbällen und Freistößen von der Seite hatten wir alles unter Kontrolle bis zur 90. Minute. Da ging der Ball aus einem direkten Freistoß durch Lukas Cemba ins Tor." Zur Halbzeit stand es 1:0, erzielt von Michael Halmer in Minute 26.
Im weiteren Verlauf verschob sich die Statik: "Der SV Droß hat natürlich alles versucht, noch irgendwie zu punkten, hauptsächlich mit langen Bällen und vielen Zweikämpfen. Wir haben leider einige vielversprechende Situationen – ich glaube vier in der 2. Halbzeit – nicht gut genug fertig gespielt." Zugleich hielt er fest, wie klar die erste Halbzeit verlief: "In der ersten Halbzeit war das Chancenplus klar bei unserer Mannschaft. Droß hat erste HZ genau einmal aufs Tor geschossen. Zweite Halbzeit war Dross leicht feldüberlegen, doch weiterhin ohne Torchancen. Kirchberg hatte einige Male die Möglichkeit sich weitere Torchancen zu erspieln, jedoch gelang der letzte Pass nicht, oder es wurde zu hektisch und schlecht fertig gespielt. Eine für Kirchberg unglückliche Szene in Minute 76. Stürmer Klimpfinger wird vom Drosser Torhüter niedergesprungen, statt Foul und möglicher Roter Karte, ließ der Unparteiische weiter spielen. Die Partie blieb somit bis zum Schluss offen, der Druck in der Endphase hoch.
Die Kontrolle bei gegnerischen Standards hielt nach Oberhammers Eindruck "bis zur 90. Minute", ehe ein direkter Freistoß zum 1:1 durch Lukas Cemba den Weg ins Kirchberger Tor fand. Dass der SV Droß in der Schlussphase alles nach vorne warf, ordnete er so ein: "Aufgrund der Tabellensituation des SV Droß kämpfen die natürlich um jeden Punkt und um jeden Meter." Die Quintessenz für die kommenden Wochen ist klar umrissen: Kirchberg/Altenwörth will vielversprechende Situationen konsequenter bis zum Abschluss ausspielen und die Kontrolle aus starken Startphasen länger konservieren. Die Stimmung nach diesem intensiven 1:1 ist entsprechend zweigeteilt: Anerkennung für den hohen Einsatz und die starke Anfangsphase, gepaart mit dem Ärger über verpasste Möglichkeiten und den späten Gegentreffer nach einem Standard.