Spielberichte

SC Lengenfeld – Lukas Brunner: „Guter Start – dann kamen die Verletzungen“

SC Lengenfeld

In der 1. Klasse Nordwest-Mitte steckt Lukas Brunner, Sportlicher Leiter des SC Lengenfeld, mit seinem Team in einer schwierigen Phase. Nach einem verheißungsvollen Beginn mit zwei Siegen in den ersten vier Runden folgte ein deutlicher Einbruch. Die letzten fünf Spiele vor der Winterpause gingen allesamt verloren: 0:1, 0:3, 0:4 (auswärts beim Tabellenführer), 0:2 und 2:4. Nach 13 Spieltagen rangiert Lengenfeld damit auf Platz 11 der Tabelle mit neun Punkten. Trotz der Negativserie spürt Brunner Optimismus im Verein – nicht zuletzt durch den wiedererstarkten Kapitän Mario Franzl und den neuen Trainer.

Spieler mit Schuh am Ball

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Ein starker Beginn und dann viel Pech

„Wir haben zwar einen relativ guten Start gehabt, mit auch gleich zwei Siegen in den ersten vier Spielen“, erinnert sich Brunner im Gespräch. Doch der Verlauf des Herbstes bereitete zunehmend Sorgen: Verletzungen plagten mehrere Spieler, die Fitness ließ nach. „Wir waren, finde ich, körperlich nicht ganz fit“, sagt Brunner rückblickend.

Diese Faktoren gaben letztlich den Ausschlag, dass die Mannschaft trotz großem Einsatz nicht mehr an die frühen Erfolgserlebnisse anknüpfen konnte. Die letzten Ergebnisse vor der Pause spiegelten das wider: kein Punkt in fünf Partien und insgesamt nur zwei erzielte Treffer. Dennoch arbeitet das Team fokussiert daran, im Frühjahr körperlich stärker und stabiler aufzutreten.

Personelle Lage und Hoffnungsträger

Im Winter blieb der Kader weitgehend unverändert. „Bei uns gab es eigentlich nur eine neue Verpflichtung“, berichtet Brunner – eine Verstärkung für die Offensive. Von zentraler Bedeutung ist aber die Rückkehr des Kapitäns und Stürmers Mario Franzl, der nach Verletzungspause wieder voll im Training steht. „Das ist dann quasi wie ein Neuzugang für uns“, erläutert Brunner.

Franzl absolvierte zuletzt alle Einheiten und soll in den anstehenden Testspielen wieder zum Einsatz kommen. Diese Personalnachrichten sorgen intern für Aufbruchsstimmung. „Aktuell keine Verletzten, Gott sei Dank“, so Brunner erleichtert.

Neuer Trainer, neues Selbstverständnis

Ein weiterer entscheidender Punkt im Umbruch war der Trainerwechsel kurz vor Ende der Hinrunde. Seither steht ein neuer Mann an der Seitenlinie. „Mit ihm wollen wir auf jeden Fall jetzt weitermachen, und wir sind guter Dinge, dass das gut funktionieren wird“, erklärt Brunner. Der neue Coach habe dem Team bereits Energie und Struktur verliehen.

Auch wenn die Resultate noch auf sich warten lassen, sieht man beim SC Lengenfeld Fortschritte in der Trainingsarbeit und im Teamgeist. „Grundsätzlich ist bei uns immer eine gute Stimmung“, betont Brunner. Entscheidungen werden gemeinsam getragen – eine Stärke in dieser Phase.

Der Blick nach vorne

Trotz Platz 11 zur Winterpause bleibt die Stimmung im Verein positiv. Die Mannschaft will im Frühjahr den Anschluss ans Mittelfeld herstellen. Besonders beeindruckt zeigte sich Brunner im bisherigen Saisonverlauf vom Spitzenreiter, den er als „hundertprozentig die beste Mannschaft in unserer Liga“ beschreibt – ein Maßstab, an dem sich Lengenfeld orientieren will.

Mit einem fitten Kader, dem zurückgekehrten Mario Franzl und klaren Abläufen unter dem neuen Trainer hofft man auf die Trendwende. „Wir arbeiten dran, dass wir in einer besseren Verfassung sind“, sagt Brunner abschließend. Der SC Lengenfeld will den positiven Teamgeist nutzen, um nach der Winterpause wieder punkten zu können.