Spielberichte

SV Hollenburg – Falco Heyer: „Die Aufbruchsstimmung ist sehr groß“ – Miletic zurück im Tor

SV Hollenburg

Nach einer intensiven Hinrunde in der 1. Klasse Nordwest-Mitte befindet sich Falco Heyer, Sektionsleiter von SV Hollenburg, mit seinem Team mitten in der Vorbereitung auf das Frühjahr. Der Verein überwintert auf Tabellenplatz neun, liegt aber mit 20 Punkten nur knapp hinter der oberen Tabellenhälfte. In den letzten Spielen vor der Winterpause zeigte Hollenburg konstante Leistungen: Siege gegen Retz II und Zellerndorf, gefolgt von zwei Unentschieden gegen Kirchberg/Altenwörth und Heldenberg, bevor man sich schließlich dem Tabellenführer Atzenbrugg/H. geschlagen geben musste. Trotz kleiner Rückschläge herrscht im Verein Optimismus, getragen von einer jungen und zusammengewachsenen Mannschaft.

Fußball beim Schuss

Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

Teamstruktur und Integration neuer Spieler

Heyer betont, dass die Integration der neu hinzugekommenen Spieler hervorragend verlaufen ist. „Es ist ein sehr homogenes Teamgefüge entstanden“, sagt er. Besonders stolz ist der Sektionsleiter darauf, dass der Verein zunehmend auf Eigengewächse setzt. Aus der starken U16 wurden mehrere Spieler in die Kampfmannschaft hochgezogen, die nun über Jahre hinweg aufgebaut werden sollen.

Dagegen musste sich Hollenburg mit nur einem Abgang arrangieren: Michael Lindner verließ den Klub aus privaten Gründen und wechselte in eine niedrigere Spielklasse. Dennoch zeigt sich Heyer zufrieden mit der Entwicklung seiner Mannschaft, die sich vor allem durch Geschlossenheit und gegenseitige Unterstützung auszeichnet.

Rückkehr wichtiger Spieler und personelle Veränderungen

Ein entscheidender Faktor für die Rückrunde dürfte die Rückkehr des Stammtormanns Lazar Miletic sein, der sich am dritten Spieltag verletzt hatte und die gesamte Hinrunde ausfiel. „Der Genesungsprozess ist Gott sei Dank gut verlaufen. Miletic ist wieder komplett genesen und aktiv“, erklärt Heyer. Zusätzlich kehrte mit Florian Fischer ein erfahrener Torhüter zurück, der zuletzt pausiert hatte.

Diese personellen Rückgewinne stärken die Defensive erheblich. Neben dem Platz übernahm Heyer selbst im Sommer die sportliche Leitung, während ein langjähriger Funktionär nun als Stellvertreter und Teammanager tätig ist. Auch auf Vereinsebene gab es eine Neuausrichtung: Ein neuer Obmann führt den Klub seit Jahresbeginn mit klarer Ausrichtung auf Jugendarbeit und Regionalität.

Entwicklung in der Liga und Ausblick

Sportlich sieht Heyer die Liga sehr ausgeglichen. Besonders beeindruckt zeigte er sich im Interview von Atzenbrugg/H., das jahrelange Nachwuchsarbeit in erfolgreiche Ergebnisse ummünzt, und von Rust, das als Aufsteiger mit einer klaren Spielphilosophie überzeugt. „Wir haben das Spiel gewonnen, aber Rust war taktisch sehr gut aufgestellt“, beschreibt er respektvoll. Für Hollenburg selbst lautet das Ziel, sich in der Tabelle weiter nach vorne zu arbeiten und die Trainingsinhalte des Trainers besser umzusetzen.

Trotz der derzeitigen Platzierung ist die Stimmung im Verein von Optimismus geprägt. „Die Aufbruchsstimmung ist sehr groß“, betont Heyer mehrfach und verweist auf die Vielzahl aktiver Jugendspieler, die den Verein langfristig prägen sollen. Ein weiteres Anliegen bleibt der Umgang mit Schiedsrichterentscheidungen im Amateurfußball. Hier wünscht sich der Sektionsleiter mehr Offenheit für konstruktiven Austausch nach dem Spiel. Insgesamt zeigt das Gespräch, dass Hollenburg klar auf Entwicklung, Nachhaltigkeit und Teamgeist setzt – auf und neben dem Platz richtet sich der Blick entschlossen nach vorne.