Nach dem 2:1 von USC Ruppersthal gegen SC Lengenfeld in der 1. Klasse Nordwest-Mitte überwogen bei Ewald Jenisch Zufriedenheit und Erleichterung. Der Trainer sprach von einem ausgeglichenen, umkämpften Beginn, ehe sein Team auf 2:0 stellte und die Partie danach hitziger wurde. Im zweiten Durchgang kam Lengenfeld mit Umstellungen und mehr Risiko; der Anschluss zum 2:1 fiel nach einem Eigenfehler, die Schlussphase lief in Unterzahl und mit vielen hohen Bällen. „Im Großen und Ganzen war der Sieg verdient“, betonte Jenisch, der die eigene Effizienz und Zielstrebigkeit vor dem Tor höher einstufte.

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„Der Beginn war sehr ausgeglichen und zweikampfintensiv, aber wir haben dann zwei Tore erzielt, waren 2:0 in Führung und mussten uns in der zweiten Hälfte phasenweise tiefer fallen lassen“, fasste Jenisch den Rhythmus des Spiels zusammen. Früh sorgte Nicolas Pirker mit dem 1:0 (18.) für das Momentum, Ismailj Rameti erhöhte auf 2:0 (31.). Nach dem Seitenwechsel stellte Lengenfeld um und „hat dann viel mehr riskiert“, wodurch die Intensität zunahm und die Gastgeber kompakter verteidigen mussten.
Gefährlich blieb Lengenfeld vor allem bei ruhenden Bällen: Ecken und Freistöße kamen scharf und sorgten wiederholt für Unruhe im Strafraum. Jenisch ordnete das so ein: „Der Gegner hatte zwei, drei sehr gefährliche Standards, bei uns war’s diesmal nicht so erfolgreich. Entscheidend waren sie aber nicht – aus Standards ist kein Tor gefallen, aus dem Spiel heraus hatten wir die besseren Chancen.“ Aus seiner Sicht gab es zudem eine klare Strafraumszene zugunsten Ruppersthals: „Das war ein ganz klarer Elfmeter.“ In der 74. Minute brachte Mario Franzl den Anschluss zum 2:1 für Lengenfeld. Der Treffer resultierte laut Jenisch aus einem Eigenfehler, nachdem der Ball unglücklich aufsprang und dem Torhüter aus den Händen glitt – ein Moment, der die Partie nochmals eng werden ließ.
Die letzten Minuten gerieten zur Nervenschlacht: Nach Gelb-Rot gegen Nicolas Pirker (80.) verteidigte Ruppersthal in Unterzahl gegen hohe Bälle und viel Lengenfelder Risiko. „Das war genug Arbeit in den letzten Minuten – mit einem weniger und vielen langen Bällen, das ist schwer zu verteidigen“, schilderte Jenisch die hektische Schlussphase. Die Rahmenbedingungen passten zur rauen Endphase: „Es war ziemlich kalt, deshalb waren nicht so viele Zuseher da.“ Sportlich blieb sein Fazit positiv: „Ich glaube, dass es eine gute Erste-Klasse-Partie war“, und vor dem Tor sah er sein Team „sicher gefährlicher als den Gegner“. Für die kommenden Wochen nimmt er vor allem Haltung und Punkte mit: „Wir nehmen die drei Punkte mit – das ist ganz wichtig.“ Mit nun 25 Zählern ist der Anschluss an die vorderen Plätze hergestellt – Voraussetzung bleibt, „wenn wir die nächsten Spiele gut gestalten“.