Nach dem Duell des SV Zellerndorf mit dem SV Viktoria Rust in der 1. Klasse Nordwest-Mitte ordnete Trainer Hannes Donhauser einen Auswärtssieg ein, der zwischen harter Gangart, vielen Zweikämpfen und wechselnden Spielkontrollen pendelte. Er sprach von einem Quäntchen Glück im Verlauf, dominanten Minuten nach der Pause und einer Nervenprobe in der Schlussphase – mit Standards als größter Waffe seiner Mannschaft, während der Gegner mehrere große Möglichkeiten ausließ.

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Im Rückblick legte Donhauser den Fokus auf die Schwankungen innerhalb der 90 Minuten. Zunächst ging seine Mannschaft in Führung, verlor zwischendurch den Faden und brachte am Ende einen knappen Vorsprung über die Zeit. „Im zweiten Durchgang haben wir die ersten 20, 25 Minuten dominiert. Da ist auch wieder das Tor für uns gefallen. Dann wurde es unnötig spannend – am Schluss hatten wir das nötige Glück und haben den Sieg über die Zeit gebracht.“ In der 15. Minute stellte Tomas Prokes auf 1:0, Zellerndorf antwortete mit dem 1:1 durch David Preisler in Minute 39, und nach Wiederbeginn kippte das Momentum erneut, als Felix Greul in der 71. Minute das 2:1 markierte.
Dass ruhende Bälle zum zentralen Hebel wurden, stellte Donhauser klar heraus: „Natürlich haben wir durch zwei Standards unsere Tore erzielt und waren auch bei zwei, drei weiteren Situationen gefährlich.“ Defensiv blieb seine Elf bei hohen Hereingaben konsequent und robust, verteidigte alles, was in den Sechzehner segelte. Die Verbindung aus Zielstrebigkeit am ruhenden Ball und Stabilität bei gegnerischen Standards gab dem Auftritt die Struktur, die angesichts des engen Verlaufs nötig war.
Die Tonlage auf dem Rasen war deutlich: „Eher hart geführt, von Zweikämpfen und Laufduellen geprägt.“ In dieser Atmosphäre entstanden die klarsten Offensivmomente der Gäste vor allem nach Standards. Donhauser präzisierte das Chancenbild: „Großchancen hatten wir eigentlich nur durch Standards. Rausgespielt ist bei uns wenig entstanden. Die Gegner hatten wesentlich größere Chancen, vor allem gegen Schluss, und haben einige hundertprozentige Möglichkeiten nicht genutzt.“ Beim Ballbesitz sah er ein ausgeglichenes Verhältnis von etwa 50:50. Mit Blick nach vorne erwartet Rust erneut einen körperlich starken, zugleich spielerisch guten Gegner – Disziplin in den Zweikämpfen und Klarheit bei Standards sollen weiterhin den Unterschied machen.