Im emotionsgeladenen Duell zwischen dem SC Mautern und dem SV Spitz/Donau in der 1. Klasse Nordwest-Mitte zeichnete Alija Strugalioski ein klares Stimmungsbild: ein harter, aber fairer Schlagabtausch, in dem seine Mannschaft den verdienten Sieg einfuhr. Er sprach von ausgeglichenem Ballbesitz, hob die defensive Disziplin trotz früher Umstellungen hervor und betonte die besondere Wucht des Derbys. Zugleich richtete der Coach den Blick nach vorn – mit der Ankündigung eines intensiven Heimauftritts vor den eigenen Zuschauern.

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Strugalioski ordnete das Geschehen so ein: „Es war eine sehr harte Partie mit vielen Zweikämpfen auf beiden Seiten.“ Genau diese Schärfe habe die Partie geprägt, ohne in Unfairness abzugleiten. Zur Spielleitung sagte er: „Die Schiedsrichterin war auf beiden Seiten sehr korrekt.“ In Kombination mit einem Ballbesitz, den er als ausgeglichen empfand, sah der Coach vor allem Qualität und Konsequenz in den entscheidenden Momenten auf Seiten seiner Elf. Sein Gesamturteil: Der Sieg sei gerecht gewesen, „weil Spitz die bessere Mannschaft war und die klareren Torchancen hatte“ – Robustheit, Disziplin und Nervenstärke gaben letztlich den Ausschlag.
Früh geriet Spitz in Rückstand – eine Szene, die Strugalioski ausdrücklich ansprach: Defensiv habe sein Team bei einer Standardsituation durch einen eigenen Fehler das 0:1 kassiert. In diese Lesart fügte sich der frühe Treffer von Thomas Dragan (10.) zum 1:0 nahtlos ein. Die Antwort der Gäste fiel abgeklärt: Nach 21 Minuten stellte Luca Söllner auf 1:1. Bereits vor der Pause verzeichnete Strugalioski ein Chancenplus, unter anderem durch Christoph Fertl und Peter Sekora. Nach dem Seitenwechsel blieb Spitz zielstrebig, ehe Peter Sekora in Minute 80 zum 2:1 traf und den Auswärtssieg fixierte. Dass Mautern bei hohen Bällen gefährlich blieb, änderte nichts daran, dass die Gäste die klareren Abschlüsse auf ihrer Seite hatten – und diese zum richtigen Zeitpunkt nutzten.
Ein zentrales Motiv in Strugalioskis Rückblick waren personelle Einschnitte – und die daraus abgeleiteten Reaktionen. Nach rund zwanzig Minuten musste Spitz verletzungsbedingt umstellen, dennoch lobte der Trainer die Struktur seines Teams: „Wir waren taktisch sehr gut organisiert, die Spieler haben ihre Aufgaben erfüllt.“ Überschattet wurde der Erfolg durch eine weitere Hiobsbotschaft: Der Torhüter zog sich eine Verletzung zu; Strugalioski rechnet mit einer Pause von drei bis vier Wochen. In seiner grundsätzlichen Einordnung fand der Coach selbstbewusste Worte: „Der SV Spitz ist eine dominante Mannschaft.“ Für die kommende Woche kündigte er ein energiegeladenes Spiel vor heimischem Publikum an und unterstrich die besondere Bedeutung des Derbysiegs auch historisch: „Spitz hat seit rund zwanzig Jahren nicht mehr in Mautern gewonnen.“