Im Duell der 1. Klasse Nordwest-Mitte zwischen dem SV Viktoria Rust und dem USC Ruppersthal in Runde 18 überwogen bei Hannes Donhauser nach dem Schlusspfiff Erleichterung und der nüchterne Blick auf das Erarbeitete. „Sehr glücklich. Wir hatten nicht viele Chancen; nach einem hohen Ball von der Seite das 1:0 gemacht – der Gegner hatte mehr Möglichkeiten“, ordnete der Trainer ein. Sein Team brachte den Plan mit Seitenwechseln phasenweise durch und verteidigte in den engen Momenten geschlossen.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Die ersten Minuten setzten den Ton für eine enge, nervöse Partie: Bereits nach ein bis zwei Minuten lief ein Ruppersthal-Stürmer allein aufs Tor zu, schoss jedoch vorbei. Nach der Pause hielt Torhüter Manuel Fries eine Hundertprozentige und die Ruster überstanden zudem zwei bis drei weitere brenzlige Szenen. Den Unterschied machte die Effizienz: In der 35. Minute traf Patrick Novak nach einem hohen Ball von der Seite zum 1:0 – genau jenem Muster, das die Viktoria an diesem Abend suchte und fand.
Im Gefühl des Trainers gehörte der Ball häufiger den Hausherren: „Beim Ballbesitz hatten wir Ruster mehr.“ Doch Kontrolle ohne klare Abschlüsse blieb fragil, weil der USC Ruppersthal in den entscheidenden Zonen konsequent Druck aufbaute und Räume attackierte. „Physisch waren beide Mannschaften auf Augenhöhe. Bei den Zweikämpfen war es fünfzig zu fünfzig“, so Donhauser. Während Rust mehr vom Ball hatte, kam der Gegner zu den klareren Chancen – ein Spannungsfeld, in dem Kompaktheit und Nervenstärke immer wieder geschärft werden mussten.
Taktisch setzte Donhauser auf Verlagerungen – mit gemischter Bilanz. „Wir wollen das Spiel öfter verlagern, also die Seite häufiger wechseln. Das ist phasenweise gut gelungen, aber da gibt es noch viel zu verbessern.“ Ebenso klar der Blick nach vorn: „Wir müssen den Ball hinten schneller laufen lassen, bis sich eine gute Spielsituation ergibt. So haben wir ein bis zwei Chancen herausgespielt, doch da ist noch viel Potenzial vorhanden.“ Als Taktgeber überzeugte Lukas Marschall mit Präsenz und Erfahrung im Mittelfeld, Patrick Novak übernahm in der Abwehr lautstark Verantwortung und avancierte mit seinem Treffer zum Matchwinner. Zusammen mit den Paraden von Manuel Fries stand am Ende ein hart erarbeiteter 1:0-Erfolg – und die Erkenntnis, dass an Tempo, Präzision und der Konsequenz im letzten Drittel weiter gefeilt werden muss.