In der 21. Runde der 1. Klasse Nordwest-Mitte setzte sich Retz II zu Hause mit 1:0 gegen SV Spitz/Donau durch. Ein früher Distanzschuss von Tobias Löscher brachte die Führung der Gastgeber, danach verpassten die Gäste trotz klarer Möglichkeiten den Ausgleich. Trainer Alija Strugalioski sprach nach dem Schlusspfiff von einer bitteren Niederlage, die vor allem an der Chancenverwertung lag – und fand zugleich anerkennende Worte für den kompakten Auftritt der jungen Retzer. Sein Fazit war deutlich: „Es lag an der Chancenverwertung.“

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Es war kaum eine Viertelstunde gespielt, da lag Spitz schon hinten: In Minute 11 traf Tobias Löscher für Retz II zum 1:0. Strugalioski schilderte die Entstehung deutlich: „Das 1:0 fällt nach einem Weitschuss von links aus rund 30 Metern. Unser Tormann konnte den Ball mit einer Hand nicht festhalten.“ Bis zur Pause blieb es bei diesem knappen Rückstand. Der Trainer hatte da dennoch das Gefühl, dass sein Team zurückkommt: „Ich hatte das Gefühl, wir drehen das noch.“ Gleichzeitig räumte er ein, dass im Zentrum zu wenig Durchschlagskraft da war: „Im Mittelfeld ist zu wenig passiert.“ „Junge, bissige Mannschaft“ nannte er den Gegner – und genau so traten die Retzer über weite Strecken auf.
Nach der Pause erhöhte Spitz die Schlagzahl und war aus Trainersicht das dominantere Team. Strugalioski zählte mehrere Hochkaräter auf: „In der zweiten Halbzeit hatten wir vier Hundertprozentige – mehrmals Sekora, dazu Bures und auch einmal Fertl –, und wir nutzen sie nicht.“ Damit nahm er seiner Mannschaft den Schutz vor Ausreden: „Es lag an der Chancenverwertung. Punkt.“ Retz II verteidigte das knappe Polster diszipliniert. „Retz war hinten kompakter gestanden, auch in der Mitte kompakter. Eine junge, willige Mannschaft mit guter Qualität“, sagte Strugalioski anerkennend. So blieb es trotz langer Druckphase beim 1:0, weil die Gäste sich für den Aufwand nicht belohnten und der entscheidende Moment vorne ausblieb.
Ein Thema sprach der Spitz-Coach trotz Zurückhaltung an: die Leistung des Unparteiischen. „Ich kritisiere ungern, aber heute war es über das gesamte Spiel die schwächste Schiedsrichterleistung“, meinte er, ohne auf einzelne Szenen einzugehen. Den Fokus legte er rasch wieder auf die eigenen Hausaufgaben: „Wir müssen im Mittelfeld besser funktionieren, den Aufbau sauberer spielen und disziplinierter ausspielen.“ Seine Botschaft an die Mannschaft fiel klar aus: „Wer die Tore nicht macht, kriegt immer dumme Tore.“ In der Tabelle liegt Spitz als Vierter bei 36 Punkten, Retz II hält als Zwölfter bei 17 Zählern. Der Ausblick ist knackig: „Zellerndorf wird kein leichtes Match. Christoph Fertl ist verletzt, Mario Rester gesperrt. Wir wollen daheim trotzdem die drei Punkte holen.“