Derbysieg und wichtige Punkte für Getzersdorf: In der 1. Klasse Nordwest-Mitte feierte der SC Getzersdorf gegen den SV Hollenburg einen 3:1-Heimerfolg. Nach hart umkämpften 90 Minuten sprach Trainer Mario Pemmer von einem Sieg des Willens und der Laufarbeit. "Wir sind bis zum Schluss als Team aufgetreten", betonte er – und verwies auf das entscheidende 3:1 durch Marcel Haslinger, das die Partie in der Schlussphase endgültig auf die Schiene brachte.

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Der Beginn gehörte den Gästen: Hollenburg hatte gleich nach wenigen Sekunden eine gute Möglichkeit und war zunächst besser im Spiel, wie Mario Pemmer bestätigte: "Hollenburg ist gut ins Spiel gestartet, hatte gleich eine Chance und war am Anfang besser drin." Getzersdorf brauchte ein paar Minuten, fand dann aber über schnelle Umschaltmomente hinein. Aus dieser Phase fiel die Führung: In Minute 14 traf Florim Gashi zum 1:0. Der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten, in der 21. stellte Leon Steiner auf 1:1. Zur Pause stand es 1:1, auch weil die Hausherren einige Konter nicht sauber zu Ende spielten. "Wir hatten gute Konter, die wir nicht sauber fertig gespielt haben", ärgerte sich Pemmer. Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie offen, bis Gashi in der 63. Minute erneut zuschlug und auf 2:1 stellte. Hollenburg blieb weiter gefährlich, doch in der Schlussphase sorgte Marcel Haslinger in der 82. Minute mit dem 3:1 für die Entscheidung.
Im Rückblick legte der Trainer den Fokus klar auf Haltung und Arbeit gegen den Ball. "Nach dem 1:0 hatten wir ein paar gute Momente. Hollenburg blieb aber immer wieder gefährlich und kam zu Chancen", fasste Pemmer zusammen. Umso wichtiger war aus seiner Sicht der finale Punch: "Ausschlaggebend war für uns das dritte Tor zum 3:1 durch Marcel Haslinger." In seinen Augen machte an diesem Nachmittag nicht die große spielerische Linie den Unterschied, sondern das gemeinsame Anpacken. "Wir sind bis zum Schluss als Team aufgetreten, haben den Kampf angenommen und durch Einsatz, Laufbereitschaft und Ehrgeiz das Spiel gewonnen", betonte er. Gleichzeitig blieb er selbstkritisch: "Spielerisch können wir noch eine Schippe drauflegen." Diese Mischung aus Energie, Kompaktheit und dem Willen, sich nicht rausdrücken zu lassen, trug die Mannschaft durch eine lange, enge Partie – und passte zur Derbyatmosphäre.
Ein Thema waren auch zwei Handspiel-Szenen, die aus Getzersdorfer Sicht strittig wirkten. Pemmer beschrieb sie sachlich: "Es gab zwei Situationen mit Handspiel für Hollenburg, die der Schiedsrichter nicht gegeben hat. Bei der zweiten kann ich nicht genau beurteilen, ob es klar Hand war." Am Ende überwog bei ihm aber die Freude über einen Prestigeerfolg: "Es war sehr gut für die Moral und für die Mannschaft, dass wir den Derbysieg einfahren konnten und die drei Punkte in Getzersdorf geblieben sind." In der Tabelle hält Getzersdorf bei 40 Punkten auf Rang drei, Hollenburg bei 29 Zählern auf Platz neun.