Im Spitzenspiel der 1. Klasse Nordwest-Mitte setzte sich der USC Kirchberg/Altenwörth daheim verdient mit 3:0 gegen den Tabellenführer USV Atzenbrugg/H. durch. Mann des Abends war Doppel-Torschütze Philipp Klimpfinger (7., 65.), den Schlusspunkt setzte Paul Wohak (81.). Trainer Oliver Oberhammer sprach nach dem Abpfiff von einem reifen Auftritt seiner Mannschaft und brachte die Sache knapp auf den Punkt: „Unser Spielplan ist perfekt aufgegangen.“

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Die Partie begann mit einem Ausrufezeichen der Gäste: Atzenbrugg kam besser rein und meldete sich mit einem Lattentreffer von Philip Grubmüller an. „Zu Beginn war Atzenbrugg etwas stärker“, bestätigte Oliver Oberhammer, „danach hatten wir das Spiel gut im Griff, haben gut gepresst und sind in Führung gegangen.“ Diese Führung fiel früh: In Minute 7 schob Philipp Klimpfinger zum 1:0 ein. Oberhammer erklärte die Entstehung ausführlich: „Wir eroberten den Ball im Angriffspressing gleich im gegnerischen Strafraum durch Paul Wohak der dann auf Philipp Klimpfinger quergelegt hat.“ Mit der Führung im Rücken arbeitete Kirchberg sauber gegen den Ball, und setzte auch im eigenen Ballbesitz klare Akzente. So stand noch ein Lattenschuss von Timo Firmkranz in der ersten Halbzeit für Kirchberg zu Buche. Das Ergebnis: eine weitgehend kontrollierte erste Hälfte und ein verdienter 1:0-Pausenstand.
Nach dem Seitenwechsel begann Atzenbrugg wieder besser, attackierte höher und hatte etwas mehr vom Spiel. Allerdings ließen die Kirchberger an diesem Tag keine Torchancen zu, einzig zwei Fernschüsse konnten die Atzenbrugger für sich als nennenswert verbuchen, sowie einen direkt getretenen Eckball von Dominic Rauscher, der jedoch von der Stange zurückklatschte und dann geklärt werden konnte. Kirchberg verteidigte gut, und konnte dann die nächste zwingende Gelegenheit eiskalt nützen. Nach einem Ballgewinn im MIttelfeld kam der Ball auf den linken Flügel zu Tobias Fiedler, der eine tolle Flanke auf den zweiten Pfosten brachte. Dort erhöhte erneut Philipp Klimpfinger auf 2:0 – diesmal technisch stark per Volley. Atzenbrugg ist eine sehr spielstarke Mannschaft, versucht immer , selbst unter Druck hinten sauber aufzubauen. „Sie versuchen auch gegen Angriffspressing von hinten herauszuspielen – genauso wie wir“, sagte der Kirchberg-Coach anerkennend. Entscheidend war aus seiner Sicht jedoch die Mischung: „Wir waren vor dem Tor effizient und haben gegen den Ball sehr gut gearbeitet, aber auch mit dem Ball unsere Phasen gehabt und das Spiel kontrolliert.“ In der Schlussphase setzte Paul Wohak mit dem 3:0 in Minute 81 den Deckel drauf. Kirchberg hatte davor schon das dritte Tor erzielt, dies wurde allerdings wegen Abseits nicht gegeben.
Nach dem Schlusspfiff verteilte Oberhammer großzügig Komplimente – auch an den Gegner. „Atzenbrugg ist eine sehr spielstarke Mannschaft, sicher die beste in der Liga. Großes Kompliment an die Art, wie sie Fußball spielen“, betonte er und sprach von einem „sehr würdigen Spitzenspiel“. Ein Satz durfte ebenfalls nicht fehlen: „Der Schiedsrichter war aus meiner Sicht sehr gut.“ In der Tabelle bleibt Atzenbrugg mit 50 Punkten vorne, Kirchberg hält nach 21 Runden bei 42 Zählern und bleibt erster Verfolger. Für die nächsten Wochen nimmt Kirchberg viel Selbstvertrauen mit – nicht zuletzt, weil die Mannschaft sowohl mit als auch gegen den Ball überzeugte. Oberhammer brachte es auf den Punkt: "Es war das beste Spiel, das ich in dieser Liga bis jetzt gesehen habe."