In der 1. Klasse Nordwest-Mitte lieferten sich USC Ruppersthal und SV Spitz/Donau am Samstag ein intensives 0:0, in dem viel Kampf und wenig Raum das Bild bestimmten. Trainer Ewald Jenisch sah seine Mannschaft dabei leicht im Vorteil, sprach aber zugleich von einem insgesamt gerechten Remis. Vor allem vor der Pause hatte USC Ruppersthal mehr vom Spiel, blieb im Abschluss aber zu ungenau.

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Für Ewald Jenisch kam der Verlauf der Partie nicht überraschend. Der Trainer hatte mit einem unangenehmen Gegner gerechnet. „Es war ein Spiel, das wir so erwartet haben“, sagte der Trainer von USC Ruppersthal. Spitz versuchte kompakt zu stehen und den Gastgebern das Leben schwer zu machen, genau daraus entwickelte sich eine enge Partie auf Augenhöhe. Zur Pause stand es folgerichtig 0:0, und Jenisch sah seine Mannschaft in dieser Phase „ein bisschen überlegen“. Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel aus seiner Sicht noch ausgeglichener, ohne dass eine Mannschaft klar wegkam.
Auch wenn am Ende kein Treffer fiel, hatte USC Ruppersthal laut seinem Trainer durchaus Möglichkeiten, um die Partie doch auf die eigene Seite zu ziehen. „Wir waren schon näher am Sieg“, meinte Jenisch und nannte dabei vor allem eine gute Chance von Nicolas Pirker in der ersten Hälfte sowie eine weitere Gelegenheit vor der Pause. Ganz spät bot sich dann noch die wohl beste Szene des Spiels für die Hausherren: Zwei Minuten vor dem Ende hatte Michael Weizmann die Möglichkeit, das 1:0 zu machen, setzte den Ball aber daneben. Dazu kam noch ein abgefälschter Freistoß, der stark pariert wurde. Jenisch ordnete die Offensivaktionen trotzdem nüchtern ein: „Es war keine hundertprozentige Chance dabei.“ Genau das erklärte am Ende auch, warum dieses Spiel torlos blieb.
Besonders zufrieden war der Trainer mit der Arbeit gegen den Ball. „Ich war hochzufrieden mit der Einstellung zum Spiel, dass jeder bereit war, in der Defensive mitzutun und sich aufzuopfern“, sagte Jenisch. Gerade in einem kampfbetonten Spiel sei das entscheidend gewesen. Aus dem Spiel heraus habe USC Ruppersthal nur eine Torchance zugelassen, was der Trainer als wichtigen Beleg für die konzentrierte Defensivleistung wertete. Gleichzeitig blieb SV Spitz/Donau mit seinem Plan gefährlich. „Sie haben sehr ihren Plan durchgezogen, mit langen Bällen auf die schnellen Spitzen zu spielen“, erklärte Jenisch. Deshalb habe seine Abwehr sehr behutsam arbeiten müssen. Umso höher bewertete er den Auftritt seiner Mannschaft, zumal USC Ruppersthal gegen diesen Gegner laut Jenisch schon im Vorjahr zwei knappe Niederlagen einstecken musste.
Dass es trotz leichter Vorteile nicht zum Sieg reichte, hatte für Jenisch einen klaren Grund. „Wir waren im Spiel nach vorne nicht so präzise“, erklärte er. Vor allem in der Übergangsphase von der Abwehr in den Angriff habe USC Ruppersthal einige Ballverluste gehabt, dazu seien vorne zu wenige Bälle festgemacht worden. Gleichzeitig wollte der Trainer daraus ausdrücklich keinen Vorwurf an seine Offensive machen, weil SV Spitz/Donau „wirklich sehr, sehr gut verteidigt hat“. Auch den Unparteiischen nahm Jenisch positiv wahr: „Er hat das Spiel bis zum Ende im Griff gehabt und hat das tadellos gemacht.“ So blieb unter dem Strich ein Remis, mit dem laut dem Trainer beide Seiten leben können. USC Ruppersthal hält nach zwei Runden damit bei vier Punkten und bleibt nach einem erwartet schweren Spiel im oberen Bereich der Tabelle.