In der 1. Klasse Nordwest-Mitte hat SC Mautern am Sonntag beim SV Hollenburg mit 0:4 verloren. Trainer Christoph Eichinger sah nach dem klaren Endstand dennoch nicht nur Negatives, weil seine Mannschaft im Vergleich zur Vorwoche ein besseres Gesicht zeigte. Ausschlaggebend waren aus seiner Sicht fehlende Abgebrühtheit, eine liegen gelassene Möglichkeit vor dem 0:2 und eine Schlussphase, in der das Ergebnis deutlich wurde.

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Dass Mautern am Ende ohne Punkte heimfuhr, änderte für Eichinger nichts daran, dass er über weite Strecken einen Schritt nach vorne erkannt hatte. „Es war eine Leistungssteigerung gegenüber der vorigen Woche. Das Ergebnis ist meiner Meinung nach vielleicht ein bisschen zu hoch ausgefallen“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Zur Pause war aus Sicht der Gäste tatsächlich noch alles im Rahmen. Hollenburg ging in der 34. Minute durch Lukas Krcmarik mit 1:0 in Führung, mehr ließ der Spielstand bis zum Halbzeitpfiff aber nicht zu. Mit diesem knappen Rückstand blieb Mautern im Spiel.
Nach dem Seitenwechsel blieb es lange beim 1:0, ehe die Partie in der Schlussphase kippte. Genau dort machte Eichinger auch den entscheidenden Punkt aus. Auf die Frage, welche Szene für den Ausgang besonders wichtig war, antwortete er knapp: „Das 2:0.“ Dieses fiel in der 77. Minute durch Patrik Hrnko und gab Hollenburg endgültig die Kontrolle über die Partie. Unmittelbar davor sah der Mautern-Trainer noch eine Szene, über die man aus seiner Sicht reden konnte: „Wir sind kurz vorm 2:0 eins gegen eins auf den Tormann gelaufen. Ob das wirklich Abseits war oder nicht, ist schwierig zu sagen.“ Aus dieser Sichtweise heraus ärgerte ihn vor allem der Moment vor dem zweiten Gegentor, weil danach kaum mehr etwas zu retten war. Vier Minuten später erhöhte erneut Lukas Krcmarik auf 3:0, in der 86. Minute stellte Hans Gill auf 4:0 und gab dem Endstand damit seine klare Form.
In seiner Analyse blieb Eichinger ganz bei der eigenen Mannschaft und wich auch der Versuchung aus, ausführlich über den Gegner zu sprechen. Stattdessen benannte er die Punkte, die aus seiner Sicht noch fehlen. „Die Chancenauswertung und im Endeffekt ein bisschen Glück“ nannte er als Gründe, warum seine Mannschaft an diesem Abend leer ausging. Dazu kam für ihn vor allem die Frage der Erfahrung. „Wir müssten ein bisschen erfahrener sein, abgebrühter, aber daran arbeiten wir“, sagte Eichinger. Noch direkter wurde er bei der Frage, was heute gefehlt habe: „Die Abgebrühtheit, die Routine hat heute gefehlt.“ Auch die Leistung des Unparteiischen ordnete er nüchtern ein und sprach insgesamt von einer „soliden“ Vorstellung.
Trotz der klaren Niederlage wollte der Mautern-Coach den Auftritt nicht nur auf das nackte Ergebnis reduzieren. Für ihn war wichtig, dass seine Mannschaft anders auftrat als noch eine Woche davor und sich in der Partie besser wehrte. „Es war auf alle Fälle ein anderes Gesicht von uns. Wir haben uns besser verkauft als eine Woche vorher“, sagte Eichinger. Besonders diesen Teil wollte er mitnehmen, weil er darin eine Grundlage für die nächsten Schritte sieht. „Wir haben die Ellbogen rausgesteckt, haben uns gewehrt, und darauf können wir aufbauen und weiterarbeiten.“ Gleichzeitig machte er keinen Hehl daraus, dass der Weg noch nicht zu Ende ist. „Wir müssen weiterarbeiten, wir brauchen noch ein bisschen Zeit, bis wir auf die Leistung kommen, wo wir hinwollen.“ Für Mautern bleibt es damit nach zwei Runden zwar bei null Punkten, intern soll der Blick aber auf die Entwicklung gerichtet bleiben, nicht nur auf das deutliche 0:4.