In der 1. Klasse Nordwest-Mitte hat SV Spitz/Donau dem ESV Keyif Krems beim 1:1 im Derby lange alles abverlangt. Nach torloser erster Hälfte brachte Daniel Nothnagl die Gastgeber in Front, ehe Denis Sebastian Danca in der 89. Minute doch noch den Kremser Ausgleich erzielte. Trainer Ümit Gürsoy sprach danach von einem intensiven, körperlichen Spiel und meinte: "Für dieses Spiel geht das 1:1 für uns in Ordnung."

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Für die Gäste war es kein Nachmittag, der sich von selbst entwickelte. Gürsoy musste schon vor dem Anpfiff umdenken, weil es einen verletzungsbedingten Ausfall gab. "Es war ein schwieriges Spiel, ein Derby. Von Anfang an mussten wir einen verletzungsbedingten Ausfall ersetzen, dadurch mussten wir unsere Abläufe etwas umstellen", sagte der Trainer. Gerade deshalb war er mit dem Beginn seiner Mannschaft zufrieden, denn trotz dieser Änderung war Krems aus seiner Sicht sofort in der Partie. Gürsoy formulierte es klar: "Trotzdem waren wir von Beginn an gut im Spiel." Die erste Hälfte beschrieb er als offenes Spiel, in dem keine Seite klar die Oberhand hatte. "Die erste Halbzeit war ein ausgeglichenes Hin und Her mit guten Phasen und Chancen auf beide Seiten", so der Kremser Trainer. Dazu passte auch seine Einschätzung, dass Spitz daheim wie erwartet schwer zu bespielen war. "Der Gegner war, wie geplant, sehr stark zu Hause. Sie waren taktisch sehr gut und standen gut", sagte Gürsoy, der damit erklärte, warum sein Team zwar ordentliche Phasen hatte, aber nicht leicht zu klaren Abschlüssen kam.
Auch nach der Pause sah Gürsoy seine Mannschaft zunächst ordentlich im Spiel. "Wir hatten nach der Pause gute Ballbesitzphasen", erklärte er. Lange blieb die Partie torlos, ehe Spitz in der 71. Minute zuschlug und durch Daniel Nothnagl mit 1:0 in Führung ging. Aus Kremser Sicht war das Gegentor besonders ärgerlich, weil es nach eigener Aussage aus einem eigenen Fehler entstand. "Das 1:0 für Spitz war eigentlich ein Fehler von uns. Spitz hat schnell geschaltet, ist auf einen Konter gekommen und hat super abgeschlossen", sagte Gürsoy. Dazu kam, dass seine Mannschaft vor dem Rückstand durch eine weitere Verletzung noch einmal umstellen musste. Trotzdem blieb Krems im Spiel und reagierte auch taktisch noch einmal. In der Schlussphase zahlte sich das aus. In der 89. Minute kam der Ball bei einem Stanglerpass zu Denis Sebastian Danca, der zum 1:1 einschob. Gürsoy hob hervor, dass seine Mannschaft bis zum Ende alles investierte: "Wir haben alles Mögliche gegeben." Fast wäre es sogar noch mehr geworden, denn in der letzten Minute hatte Danca noch einmal die große Chance auf den Sieg. "Das war eine gute Chance, aber der Tormann war zur Stelle", sagte der Trainer.
Am Ende überwog bei den Gästen daher nicht die Enttäuschung, sondern eher das Gefühl, unter den Umständen einen brauchbaren Zähler mitgenommen zu haben. Gürsoy verwies auf den Charakter des Spiels, das aus seiner Sicht alles hatte, was ein Derby ausmacht: viel Einsatz, viel Körperlichkeit und immer wieder Phasen, in denen das Spiel hin und her ging. "Für dieses Spiel, in dem körperlich alles dabei war und das hin und her gegangen ist, finde ich das 1:1 aus unserer Sicht in Ordnung", sagte er. Mit vier Punkten aus drei Runden geht Krems nun in die nächste Aufgabe. Der Trainer wollte nach dem Derby gar nicht lange beim Remis stehen bleiben: "Jetzt liegt unser voller Fokus auf Rust. Vor unserem eigenen Zuschauer wollen wir uns den Sieg holen."