In der 1. Klasse Nordwest-Mitte hat SV Spitz/Donau am Sonntag SC Sitzenberg-Reidling mit 3:0 besiegt. Aus Sicht von Sitzenberg-Trainer Daniel Karner war das Ergebnis schnell erklärt: Seine Mannschaft fand nie richtig hinein, war in den entscheidenden Bereichen zu wenig präsent und ließ dem Gegner damit genau das Spiel, das dieser haben wollte. Schon zur Pause lagen die Gäste 0:2 zurück, nach dem dritten Treffer kurz nach Wiederbeginn war die Richtung endgültig vorgegeben.

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Die Partie lief aus Sicht der Gäste früh in eine ungünstige Richtung, auch wenn das erste Tor erst in der 22. Minute fiel. Lukas Duris brachte die Gastgeber da mit 1:0 nach vorne, und weil Sitzenberg bis dahin keinen rechten Zugriff fand, passte dieser Rückstand zu einem Auftritt, den Daniel Karner später deutlich kritisierte. Noch bitterer wurde es unmittelbar vor der Pause, als Daniel Nothnagl auf 2:0 stellte. Mit diesem Zwischenstand ging es in die Kabinen. Als Florian Satzl in der 54. Minute das 3:0 nachlegte, war die Partie praktisch entschieden und Sitzenberg lief dem Spiel nur noch hinterher.
Karner machte nach dem Schlusspfiff keinen großen Bogen um die Gründe für die Niederlage. "Wir waren einfach nicht aggressiv genug, haben nicht ins Spiel gefunden und durch blöde Eigenfehler und fehlenden Willen das Spiel verloren", sagte der Trainer. Viel Raum für milde Töne ließ er dabei nicht. Auf die Frage, was seiner Mannschaft besonders gefehlt habe, kam von ihm nur ein knappes, aber deutliches "Wille". Und auch dort, wo das Spiel aus seiner Sicht verloren ging, blieb er bei derselben Linie: "An der Laufbereitschaft, an der Aggressivität und, wie zuvor erwähnt, am Willen." Damit war seine Analyse sehr klar und vor allem schonungslos.
Bemerkenswert war dabei, dass Karner seiner Elf diesmal auch im Rückblick kaum etwas Positives mitgeben wollte. Den Gegner sah er in genau jenen Punkten vorne, die er bei seiner Mannschaft vermisste: "Er war aggressiver, spritziger und wollte den Sieg einfach mehr." Am Schiedsrichter wollte der Sitzenberg-Coach die 0:3-Niederlage jedenfalls nicht festmachen. Die Leistung des Unparteiischen sei "ganz in Ordnung" gewesen. Für Sitzenberg, das nach vier Runden bei vier Punkten hält, bleibt damit vor dem nächsten Spiel vor allem die Aufgabe, bei Laufbereitschaft, Aggressivität und Willen wieder deutlich zuzulegen.