Spielberichte

„Von der ersten Minute an präsent“ – Hollenburg macht früh alles klar, lässt aber noch einige Tore liegen

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SV Hollenburg
SC Lengenfeld

In der 1. Klasse Nordwest-Mitte hat SV Hollenburg das Heimspiel gegen den SC Lengenfeld mit 3:0 gewonnen und laut SL Andreas Egelseer von Beginn an keine Zweifel aufkommen lassen. Zwei frühe Tore brachten den Favoriten rasch auf Kurs. Vor allem mit der Chancenverwertung haderte Hollenburg trotz des klaren und verdienten Erfolgs.

Spieler hilft einem Mitspieler beim Lösen eines Krampfs

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Frühe Tore bringen Hollenburg rasch auf Schiene

Für Andreas Egelseer war die Richtung der Partie von Anfang an klar. „Wir waren natürlich Favorit und haben das von der ersten Minute an gezeigt“, sagte der SL nach dem Schlusspfiff. Genauso trat Hollenburg auch auf. Schon in der 6. Minute sorgte Benjamin Hofer für das 1:0, nur sieben Minuten später legte Patrik Hrnko das 2:0 nach. Damit war die Partie früh auf Hollenburger Seite gekippt, was Egelseer auch ausdrücklich betonte. „Von der ersten Minute an haben wir sofort die Präsenz gezeigt, dass wir das Spiel gewinnen wollen“, erklärte er. Besonders der erste Treffer war für ihn ein Schlüssel. „Das 1:0 in der Anfangsphase war ganz wichtig. Das hat uns die Sicherheit gegeben.“ Mit dem 2:0 nach 13 Minuten war auch der Pausenstand bereits hergestellt, und Hollenburg hatte das Spiel bis dahin fest im Griff.

Viel Ballbesitz, viele Chancen – aber zu wenig Ertrag

Dass am Ende „nur“ ein 3:0 auf der Anzeigetafel stand, passte aus Hollenburger Sicht nicht ganz zum Spielverlauf. Egelseer sprach von einer Partie, in der seine Mannschaft viel Ballbesitz hatte und immer wieder zu Möglichkeiten kam, sich dafür aber zu spät und zu wenig deutlich belohnte. „Wir haben zwar immer viel Ballbesitz gehabt, viele Chancen, aber vor dem Tor waren wir nicht sehr effektiv“, sagte er. Genau darin sah er auch den größten Punkt, der trotz des klaren Sieges offenblieb. „In der Chancenverwertung war das heute trotzdem noch ausbaufähig. Wir hätten das Spiel schon früher entscheiden können/müssen.“ Nach dem frühen Doppelschlag blieb Lengenfeld dadurch länger im Spiel, als es Hollenburg lieb sein konnte. Erst in der 73. Minute machte Patrik Hrnko mit seinem zweiten Treffer an diesem Tag das 3:0 und damit endgültig den Deckel drauf. Egelseer hob in diesem Zusammenhang auch die Möglichkeiten von außen hervor: „Wir haben heute eine starke Bank gehabt, mit der wir noch nachsetzen konnten.“

Fairer Nachmittag und ein klarer Blick nach vorne

Neben der sportlichen Einordnung fand Egelseer auch respektvolle Worte für die Gäste, die nach seiner Einschätzung personell nicht aus dem Vollen schöpfen konnten. „Sie verdienen unseren Respekt. Es ist nicht leicht zurzeit, weil sie einige Verletzte haben“, sagte er. Im Spiel selbst wurde der Rhythmus laut Hollenburg-SL ebenfalls durch Verletzungsunterbrechungen auf Lengenfelder Seite gebremst. Bei einer Situation sprach Egelseer von einem unglücklichen Zusammenstoß zwischen Hans Gill und einem Spieler der Gäste und stellte klar, dass dabei keine Absicht im Spiel gewesen sei. Von Hollenburger Seite gab es gute Wünsche für eine rasche Rückkehr. Abgesehen davon sei es ein faires Spiel gewesen. „Es hat keine strittigen Situationen gegeben. Vom Schiedsrichter hat alles gepasst“, meinte Egelseer. Viel wichtiger war ihm nach dem vierten Saisonspiel aber der Blick auf das, was nun kommt. Hollenburg steht nach vier Runden mit zehn Punkten ganz vorne, trotzdem will man im Lager des Tabellenführers den Ball flach halten. „Wir müssen einfach weiter demütig sein, von Spiel zu Spiel schauen und unsere Chancen nutzen. Wir wissen, dass wir überall gewinnen können, aber auch überall verlieren können“, sagte Egelseer. Genau mit dieser Haltung will Hollenburg den starken Start nun weitertragen.

1. Klasse Nordwest-Mitte: Hollenburg : Lengenfeld - 3:0 (2:0)

  • 73
    Patrik Hrnko 3:0
  • 13
    Patrik Hrnko 2:0
  • 6
    Benjamin Hofer 1:0