In der 1. Klasse Nordwest-Mitte hat die SG Kremser SC/Getzersdorf II ihr Heimspiel gegen den SV Zellerndorf trotz Führung mit 1:2 verloren. Nach einem 0:0 zur Pause brachte Tobias Gattringer die Gastgeber direkt nach Wiederbeginn voran, ehe David Strombach und Sebastian Reithofer die Partie drehten. Co-Trainer Mario Pemmer sprach danach von "verlorenen drei Punkten" und einer "bitteren Niederlage".

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Zur Halbzeit war in Getzersdorf noch alles offen, weil beide Mannschaften ohne Treffer in die Kabinen gegangen waren. Für die SG begann der zweite Durchgang dann so, wie man sich das als Heimteam wünscht. Tobias Gattringer stellte in der 46. Minute auf 1:0 und brachte die Gastgeber unmittelbar nach Wiederbeginn in Front. Gerade deshalb sitzt die Niederlage aus Sicht von Mario Pemmer so tief. "Für uns sind das verlorene drei Punkte. Und eine bittere Niederlage", sagte der Co-Trainer kurz nach dem Schlusspfiff. Die Führung war da, der Spielstand sprach für die Heimelf, doch am Ende stand trotzdem kein Ertrag.
Entscheidend wurde die Phase in der zweiten Halbzeit, in der Zellerndorf ausglich und wenig später nachlegte. In der 68. Minute traf David Strombach zum 1:1, acht Minuten später drehte Sebastian Reithofer die Partie mit dem 1:2 endgültig. Genau an diesen beiden Situationen machte Pemmer die Niederlage auch fest. "Wir haben uns beim 1:1 und beim 2:1 nicht optimal verhalten", sagte er und sprach damit jene Momente an, in denen das Spiel kippte. Aus einer Führung wurde binnen kurzer Zeit ein Rückstand, und von diesem Verlauf konnte sich die SG nicht mehr erholen.
Für den Co-Trainer der SG lag der Hauptgrund für das Ergebnis aber nicht nur in den Gegentoren, sondern vor allem in der fehlenden Konsequenz vor dem Tor. "Wir haben unsere Torchancen nicht genutzt", sagte Pemmer knapp, aber deutlich. Mehr Erklärung brauchte es für ihn nicht. Dass ihn die Niederlage besonders ärgerte, hatte auch mit dem Eindruck vom Gegner zu tun. "Der Gegner hat nicht viel zum Spiel beigetragen, aber er war vorne sehr effizient und hat im offensiven Bereich zwei, drei sehr gute Spieler, die uns das Leben schwer gemacht haben", meinte Pemmer. Den Schiedsrichter wollte er dabei nicht zum Thema machen: "Der Schiedsrichter war okay."
Nach Positivem wollte Pemmer unmittelbar nach dem Abpfiff nichts suchen. Gerade das zeigt, wie sehr diese 1:2-Heimniederlage schmerzt, weil nach dem 1:0 mehr möglich schien. Nach vier Runden hält die SG damit weiter bei fünf Punkten und bleibt im Mittelfeld der Tabelle, während Zellerndorf mit dem Auswärtssieg auf vier Zähler kommt. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt im Unterhaus ohnehin nie, doch aus Sicht der Gastgeber ist klar, wo die Arbeit ansetzen muss: Chancen besser nutzen und eine Führung stabiler über die Zeit bringen.