Nach einem intensiven Auftritt zeigte sich Co-Trainer Christoph Rahming zufrieden mit Körpersprache und Kontrolle seiner sehr jungen Truppe. Im Duell zwischen dem USV Leitzersdorf und dem UFC Wildendürnbach sprach er von einem glücklichen Punkt für die Gastgeber und hob Aggressivität sowie Spielfreude hervor. Die Momentaufnahme zählt für ihn mehr als nackte Zahlen – mit Blick auf die nächsten Aufgaben in der 1. Klasse Nordwest soll genau dieses Gefühl mitgenommen werden.

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Rahming ordnete den Auftritt mit klaren Worten ein: „Wir haben gefühlt 60 Prozent den Ball gehabt. Wir waren aggressiv, bissig, wir haben Spielfreude gehabt. Ich bin sehr stolz auf die Truppe.“ Trotz der Dominanz blieb die Belohnung zunächst aus; zur Halbzeit stand es 0:0. Aus seiner Sicht mangelte es vor allem an Effizienz: „Die Chancenverwertung war nicht gut. Wir hatten mehrere Top-Chancen. Die größte hatte Manuel Schütz in der zweiten Halbzeit, als er allein vor dem Torhüter neben das Tor schoss.“ Den Gegner sah er offensiv kaum zur Entfaltung kommen: „Gefühlt hat Leitzersdorf eineinhalb Torchancen gehabt.“
Die Ruhephasen des Spiels gaben aus Rahmings Sicht den Ausschlag. „Bei den Standards waren wir in diesem Spiel nicht sonderlich gut. Unsere offensiven ruhenden Bälle haben wir schlecht genutzt und auf der Gegenseite genau aus einem Standard das Gegentor bekommen. Die Situation kann man vorher besser klären – und den Standard selbst auch.“ In der Schlussphase hatte Wildendürnbach dennoch den großen Moment: In der 80. Minute brachte Vojtech Pazdera sein Team mit 1:0 in Führung, ehe Alexander Zotter in der 85. für Leitzersdorf zum 1:1 ausglich. Für Rahming passte der späte Einschlag ins Muster: Viel richtig gemacht, aber in den Details – gerade bei ruhenden Bällen – zu nachlässig.
Im körperlichen Bereich sah Rahming ein faires Spiel ohne Ausreißer. Deutlich kritischer fiel sein Blick auf die Spielleitung aus: Bei Abseitsentscheidungen sei es in dieser Liga schwierig, wenn nur auf einer Seite ein Linienrichter assistiert; nach einem Foul an Jakub Ptacek habe es seiner Meinung nach Elfmeteralarm gegeben. Insgesamt sei aber sehr kleinlich gepfiffen worden, was den Spielfluss häufig unterbrochen habe. Den Blick richtet er bereits nach vorne: „Jetzt kommt Obritz – darauf liegt unser Fokus.“ Die junge Mannschaft soll das gute Gefühl mitnehmen. Besonders hob er Gabriel Harrach (17), Niklas Harrach (16), Bastian Bieder (21) und Elias Wolf (15) hervor, die das Vertrauen zurückgezahlt hätten Außerdem sprang Torhüter Tobias Madner nach längerer Verletzungspause ein und auch Kapitän Madner Matthias gab sein Comeback nach Verletzungspause. "die beiden strahlten Ruhe aus und gaben dem Team Sicherheit. "Die dieswöchig stark verjüngte Mannschaft hat es insgesamt wirklich sehr gut gemacht. Vor allem die geschlossene Teamleistung war ausschlaggebend und unterstreicht, wie wir als Team aufgetreten sind. Wenn wir Spielfreude, Zweikampfhärte und Spaß in die nächste Woche tragen, bin ich sicher, dass wir endlich den ersten Sieg in der Rückrunde einfahren.“