Spielberichte

Stift-Doppelschlag nach der Pause: Leobendorf II dreht 0:1 in ein 3:1

SV Leobendorf II
Großrußbach

In der 1. Klasse Nordwest drehte der SV Leobendorf II gegen den frisch gekrönten Meister USVG Großrußbach ein 0:1 zur Pause in ein starkes 3:1. Nach dem Rückstand durch Gregor Gnant glichen die Hausherren per Elfmeter durch Luca Marschler aus, ehe Thomas Stift mit einem Doppelschlag alles klarmachte. Co-Trainer Gerhard Sturm gratulierte dem Gegner fair zum Titel und hob die Entwicklung seiner jungen Truppe hervor: „Wir haben nach dem 0:1 nicht aufgegeben und unseren Plan durchgezogen.“

Zwei Spieler in weißen und roten Dressen im Zweikampf um den Ball

Foto von Emma Benedict auf Unsplash

Zäher Start, Rückstand kurz vor der Pause

Leobendorf II brauchte ein paar Minuten, um ins Spiel zu finden. „Wir sind schwer reingekommen und hatten in den ersten zehn Minuten Probleme“, beschrieb Co-Trainer Gerhard Sturm den Auftakt. Danach kippte das Spiel zugunsten der Hausherren, die mehr vom Spiel hatten, aber vor der Pause zu wenig zwingend wurden. „Wir haben das Match von Minute zu Minute übernommen, waren aber beim Abschluss nicht konsequent genug.“ Effizienter zeigte sich kurz vor dem Seitenwechsel Großrußbach: In der 42. Minute traf Gregor Gnant aus der Distanz zum 0:1. „Das war ein Weitschuss genau in den Winkel – ein schönes Tor, das muss man anerkennen“, so Sturm, der dennoch betonte, seine Mannschaft sei „über weite Strecken spielbestimmend“ gewesen. Mit dem 0:1 ging es in die Kabinen.

Elfer zum Ausgleich, Stift dreht das Spiel im Doppelpack

Nach der Pause kam Leobendorf II mit Nachdruck zurück. „Der wichtigste Moment war, dass wir nach dem unglücklichen 0:1 nicht aufgegeben haben. Wir sind mit Geduld und Nachdruck drangeblieben“, erklärte Sturm. Der Lohn folgte rasch: In der 51. Minute verwandelte Luca Marschler einen Strafstoß zum 1:1. Leobendorf blieb am Drücker und legte binnen weniger Augenblicke nach. In Minute 63 stellte Thomas Stift auf 2:1 – eine Aktion, die Sturm so einordnete: „Über links super durchgespielt, Stanglpass von Lorenz Hafner, Stift staubt im Zentrum ab.“ Nur zwei Minuten später (65.) sorgte Stift für das 3:1. „Ein weiter Ball von Marco Weidener über die Abwehr, Stift blieb konsequent, hat den Tormann überhoben und eingeschoben.“ In dieser Phase war Leobendorf klar das aktivere Team und nutzte die Chancen eiskalt.

„Hut ab vor den Burschen“ – fairer Auftritt, Dank an Fans und Blick nach vorne

Nach dem Schlusspfiff überwog bei Sturm die Anerkennung für die eigene Entwicklung – und für den Gegner. „Zuerst einmal möchte ich Großrußbach zum Meistertitel gratulieren. Sie sind kampfstark und stehen nicht umsonst oben“, sagte der Co-Trainer. Gleichzeitig strich er die Entwicklung seiner jungen Elf hervor: „Man muss den Hut vor ihnen ziehen. Die Burschen haben sich super weiterentwickelt, ziehen konsequent den Matchplan durch, spielen selbstbewusst und mit Nachdruck. Das ist eine richtig geile Truppe.“ Auch ein Lob ging an den Unparteiischen: „Es war ein fair geführtes Spiel. Der Schiedsrichter hat ruhig gepfiffen, ohne große Aufreger.“

Den Fans und dem Verein richtete Sturm ein herzliches Danke aus: „Unsere Unterstützer sind Woche für Woche da, das hilft den jungen Burschen enorm. Und was der Verein für sie auf die Beine stellt, ist top.“ Für die letzte Runde blickt Leobendorf II zuversichtlich nach vorne: „In Stronsdorf wollen wir einen positiven Saisonabschluss hinlegen und in der Frühjahrstabelle Platz eins fixieren. Wir bleiben bei uns – dann sieht man eh, was noch kommt.“

1. Klasse Nordwest: Leobendorf II : Großrußbach - 3:1 (0:1)

  • 65
    Thomas Stift 3:1
  • 63
    Thomas Stift 2:1
  • 51
    Luca Marschler 1:1
  • 42
    Gregor Gnant 0:1