Spektakel pur in der 1. Klasse Nordwest: Im letzten Heimspiel der Saison trennte sich UFC Wildendürnbach nach verrückten 90 Minuten 5:5 von SV Spillern. Ein später Ausgleich von Manuel Schütz in Minute 90+4 machte den Punktgewinn perfekt, nachdem die Gastgeber zuvor mehrfach einem Rückstand nachlaufen mussten. Co-Trainer Christoph Rahming sprach von einem wilden Abend mit vielen Chancen und ehrte sein Team für Moral und Leidenschaft – trotz Müdigkeit nach dem zweitägigen Sportfest.

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Wildendürnbach kam mit Schwung ins Spiel und setzte früh Akzente. „Im besten Fall hätte es nach einer Viertelstunde 2:0 oder 3:0 für uns stehen können“, meinte Co-Trainer Christoph Rahming und spielte damit auf die druckvolle Anfangsphase an. Verdient fiel das 1:0: Vojtech Kamas traf in der 13. Minute zur Führung. Doch Spillern blieb dran und drehte die Partie mit einem schnellen Doppelschlag noch vor der Pause: Erst glich Adin Salihovic in Minute 32 aus, wenig später stellte Mahir Selimovic (35.) auf 1:2. Mit diesem Rückstand ging es in die Halbzeit – ein Ergebnis, das den offenen Schlagabtausch bis dahin nur bedingt abbildete.
Nach Wiederanpfiff meldete sich Wildendürnbach sofort zurück: Kamas schnürte in der 48. Minute seinen Doppelpack und stellte auf 2:2. Doch Salihovic hatte noch lange nicht genug. Salihovic traf in der 58. und 61. Minute innerhalb kürzester Zeit zum 2:4. Wildendürnbach antwortete prompt: Jan Schulmeister verkürzte nur eine Minute später auf 3:4 (62.). Als Salihovic mit einem wuchtigen Kopfball das 3:5 besorgte (70.), schien die Entscheidung gefallen – „ein sensationeller Kopfballtreffer von Spillern, aber da haben wir davor die Flanke schlecht verteidigt“, sagte Rahming. Die Hausherren gaben aber nicht auf: Manuel Schütz machte das Spiel mit dem 4:5 in der 76. Minute wieder spannend, ehe die Arena in der 94. Minute endgültig bebte. „Das Highlight war das 5:5 in der 94. Minute: Jan Schulmeister geht auf der Außenbahn ins Eins-gegen-Eins, spielt dem Gegenspieler ein Gurkerl, flankt auf die zweite Stange und Manuel Schütz nimmt den Ball volley“, schilderte der Co-Trainer den Last-Minute-Ausgleich – ein Schlusspunkt, der zu diesem offenen Torfestival passte.
Dass es am Ende „nur“ ein Remis wurde, ordnete Rahming auch mit Blick auf intensive Tage rund um das Vereinsfest ein. „Wir waren einfach nicht frisch, aber kein Vorwurf an die Mannschaft. Man hat eine gewisse Müdigkeit gemerkt“, sagte er offen – um gleich die Reaktion seiner Elf zu loben: „Was funktioniert hat, war die Leidenschaft. Wir haben nie aufgegeben, immer weitergearbeitet und uns nicht mit einem Rückstand abgefunden.“ Chancen für mehr sah er genug: „Aufgrund der Möglichkeiten wäre ein Sieg absolut verdient gewesen. Wenn das 10:5 ausgeht, ist es auch okay.“ Respekt hatte er für den Gegner übrig: „Spillern war motiviert, die brauchen noch Punkte im Abstiegskampf und haben Gas gegeben.“ Lob gab es auch für den Unparteiischen: „Der Schiedsrichter war unauffällig, und das ist ein gutes Zeichen.“ Abseits des Rasens war es ein besonderer Heimabend: Vor dem Anpfiff verabschiedete Wildendürnbach mehrere Spieler, Jan Schulmeister, Benjamin Antoni und Adam Teichmann – die Kulisse dankte es mit guter Stimmung. Mit dem späten 5:5 im Rücken und der gezeigten Moral will Wildendürnbach seine solide Saison nun mit derselben Energie zu Ende bringen.