In der 1. Klasse Nordwest hat UFC Wildendürnbach die Saison als Tabellenneunter abgeschlossen und genau diese Spielzeit arbeitet Obmann Ernst Schütz im Rückblick noch einmal sauber auf. Der schwierige Start in die Rückrunde nach guter Herbstsaison, der späte Turnaround und der gesicherte Klassenerhalt stehen dabei im Mittelpunkt. Gleichzeitig schaut der Verein schon nach vorn: Wildendürnbach will sich in der nächsten Saison früher absichern, die gute Stimmung mitnehmen und den Schwung im Umfeld nutzen.

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Mit 36 Punkten aus 28 Spielen steht Wildendürnbach am Ende auf Rang neun und Schütz macht kein Geheimnis daraus, dass der Weg dorthin nicht geradlinig war. "Wir hatten leider keinen guten Start in der Rückrunde. Nach dem Hollabrunn-Match haben wir aber zum Glück den Turnaround geschafft und wieder unser Potenzial gezeigt", sagt der Obmann. Gerade deshalb bewertet er die zweite Saisonhälfte nicht nur nach der Platzierung, sondern vor allem nach der Entwicklung. "Das oberste Ziel war, die Klasse zu halten. Das haben wir geschafft, und dafür verdient die Mannschaft großen Respekt." Dass sich die Mannschaft nach der heiklen Phase gefangen hat und die Liga am Ende sicher halten konnte, ist für ihn neben der tollen Entwicklung der jungen Spieler der wichtigste Punkt dieser Saison.
Auffallend positiv spricht Schütz über das Innenleben des Vereins. "Die Stimmung in der Mannschaft und im Umfeld ist generell top", sagt er und er begründet das nicht mit Floskeln, sondern mit Dingen, die im Alltag sichtbar seien. Die Trainingsbeteiligung sei weiterhin hoch, der Einsatz stimme, und auch abseits des Platzes ziehe der Klub mit. Als Beispiel nennt er das jüngste Sportfest, bei dem wieder deutlich geworden sei, wie breit die Unterstützung im Verein ist. "Es ist jeder da, es packt jeder mit an, jeder bringt sich ein", so Schütz. Genau dieser Zusammenhalt sei für ihn ein Hauptgrund, warum es bei Wildendürnbach derzeit nicht nur sportlich stabil laufe. Noch klarer formuliert er es an anderer Stelle: "Wir sind eine große Familie."
Im Sommer hat sich rund um die Mannschaft trotzdem einiges bewegt. Bei der Generalversammlung im Frühjahr wurde der Vorstand neu gewählt, dazu gab es auch im Trainerbereich Veränderungen. Schütz spricht von "ein paar Veränderungen auf einigen Positionen", betont aber gleichzeitig, dass das Team im Verein sehr motiviert arbeitet. Nach dem Abgang von Jan Schulmeister gibt es auch auf der Trainerbank mit Christoph Rahming eine neue Lösung, von der der Vorstand überzeugt ist. Parallel dazu bleibt das Thema Kaderbreite wichtig, weil es laut Schütz weiterhin wichtig ist, die jungen Spieler zu fördern. "Wir haben jetzt einen guten und breiten Kader mit vielen jungen Spielern, die sich super einbringen und motiviert sind und einen tollen Mix mit den arrivierten Spielern ergeben", sagt Schütz. Genau daraus zieht er viel Zuversicht für den Start in die kommende Saison.
Mit Blick auf die neue Spielzeit ist die Richtung klar. Wildendürnbach will nicht noch einmal in eine Saison geraten, in der der Klassenerhalt ein Thema ist. "Wir wollen nächstes Jahr schon früher die Klasse absichern, damit wir nicht in das Thema möglicher Abstieg kommen und befreit aufspielen können", sagt Schütz. Im besten Fall soll dann sogar der Blick ein wenig weiter nach oben gehen. Als sportlichen Maßstab in der Liga nennt er neben Leobendorf Meister Großrußbach, das für ihn den Titel verdient geholt hat. Einzelne Spieler möchte er grundsätzlich nicht herausheben, nennt auf dem Feld in den letzten beiden Jahren aber Jan Schulmeister als wichtigen Faktor. Viel wichtiger ist ihm dennoch das Gesamtbild: "Jeder bringt seinen Teil ein, und das macht uns als Verein aus." Genau mit diesem Selbstverständnis will Wildendürnbach jetzt auch in die nächste Saison gehen.