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SG Obritz / Hadres-M. sieht bei der Torchancenauswertung den größten Hebel

Obritz / Hadres-M.

Bei der 1. Klasse Nordwest ist bei der SG Obritz / Hadres-M. der Blick schon klar nach vorne gerichtet. Trainer Jürgen Lukas Hutterer machte nach Platz 14 und 22 Punkten keinen großen Umweg in seiner Analyse: Vor allem in der Torchancenauswertung sieht er Verbesserungspotenzial. Dazu kommen einige Abgänge, zwei neue Stürmer und die Hoffnung, dass die angeschlagenen Spieler rechtzeitig zum Vorbereitungsstart wieder fit sind.

Nahaufnahme: Spieler holt zum Eckball aus. Weiß-grüner Ball, grüne Stutzen

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Klare Diagnose nach einer schwierigen Saison

Hutterer hielt seinen Rückblick bewusst knapp, inhaltlich war die Botschaft aber eindeutig. „Verbesserungspotenzial definitiv in der Torchancenauswertung“, sagte der Trainer und sprach damit genau jenen Punkt an, der bei Mannschaften im unteren Tabellenbereich oft den Unterschied ausmacht. Er suchte keine lange Erklärung und keine Ausrede, sondern nannte direkt den Bereich, in dem seine Mannschaft zulegen muss. Gerade nach einer Saison, die SG Obritz / Hadres-M. auf Rang 14 beendet hat, ist diese Klarheit bemerkenswert. Gleichzeitig zeigte Hutterer, dass der Fokus nicht am Vergangenen hängen bleibt. „Ansonsten freuen wir uns schon auf die neue Saison“, sagte er. Viel deutlicher kann man die Richtung kaum formulieren: Die Probleme sind benannt, jetzt geht der Blick in die Vorbereitung.

Drei Abgänge, zwei neue Stürmer

Auch personell tut sich bei SG Obritz / Hadres-M. einiges. Mit Gabriel Kampner verliert der Verein einen Spieler an Poysdorf, Simon Reinthaler wechselt nach Neudorf und Raphael Österreicher wurde laut Hutterer „zwangsverpflichtet“ und geht nach Wullersdorf. Damit verliert der Kader nicht nur Breite, sondern auch mehrere Spieler in unterschiedlichen Mannschaftsteilen. Auf der Zugangsseite setzt der Verein auffällig auf die Offensive. Hutterer kündigte „Frimmel“, einen tschechischen Angreifer vom SC Stronsdorf, als Neuzugang an. Dazu kommt mit Jaromir Frodaczi ein weiterer Stürmer von Schweiggers. Gerade weil der Trainer die Chancenverwertung als Hauptthema nennt, passt diese Stoßrichtung ins Bild. SG Obritz / Hadres-M. reagiert also nicht nur mit Worten auf die vergangene Saison, sondern versucht auch über neue Spieler im Angriff nachzubessern.

Elias Höllmüller steht für den Weg, den sich der Trainer wünscht

Besonders ausführlich wurde Hutterer, als es um Elias Höllmüller ging. Dass der Trainer ausgerechnet hier mehr ausholte, sagt viel darüber aus, was ihm im Alltag wichtig ist. „Elias Höllmüller ist ein junger Spieler, der nicht nur mit seinem Ehrgeiz, sondern auch mit seiner Leidenschaft für den Fußball geglänzt hat“, sagte Hutterer. Danach ging er noch einen Schritt weiter und sprach nicht nur über einen einzelnen Spieler, sondern über ein Thema, das viele Vereine im Unterhaus beschäftigt. „Es freut mich immer wieder, wenn so junge Spieler nur Fußball im Kopf haben. Wenn man das am Platz sieht und spürt, ist das ein gutes Gefühl und gibt positive Vibes für die Zukunft.“ In diesen Sätzen steckt mehr als nur ein Lob. Hutterer verbindet mit solchen Spielern die Hoffnung, dass wieder mehr junge Leute mit echter Begeisterung zum Fußball kommen und diese Energie auch in die Mannschaft tragen.

Vorbereitung startet mit Hoffnung und klaren Aufgaben

Abseits der Kaderbewegungen sieht Hutterer rund um den Verein derzeit keine größeren Änderungen im Trainerstab oder im Umfeld. Wichtiger ist für ihn im Moment ohnehin, dass die Gruppe ordentlich in die Arbeit kommt. Bei den angeschlagenen Spielern aus der Vorsaison rechnet er damit, dass sie „mit Vorbereitungsstart wieder fit sind“. Das würde SG Obritz / Hadres-M. zu Beginn der Vorbereitung zusätzliche Optionen geben. Beeindruckt hat Hutterer in den vergangenen Monaten in der Liga vor allem Großrußbach, also jenen Verein, der die Tabelle ganz oben abgeschlossen hat. Für die eigene Mannschaft ist der Auftrag aber ein anderer: vorne effizienter werden, die neuen Stürmer einbauen und die Energie aus dem Sommer in die neue Saison mitnehmen. Die Richtung dafür hat der Trainer jedenfalls schon vorgegeben.