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„Wo der Kader komplett war, waren auch die Ergebnisse gut“ – SV Spillern zieht Lehren aus dem Klassenerhalt

SV Spillern

Der 1. Klasse Nordwest-Klub SV Spillern hat die Saison auf Rang zehn mit 33 Punkten beendet und den Klassenerhalt damit geschafft. Trainer Christian Malek sieht im Rückblick vor allem ein großes Problem: Verletzungsausfälle, Abwesenheiten und die daraus folgende Trainingsbeteiligung erschwerten die Arbeit über Monate. Dass sich seine Mannschaft in der Schlussphase noch stabilisierte, nimmt der Coach aber trotzdem als wichtiges Zeichen mit in die neue Vorbereitung.

Torwart in Scharz und Neonorange legt sich den Ball für einen Abstoß zurecht

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Ausfälle als roter Faden durch die Saison

Wenn Christian Malek auf die vergangenen Monate zurückblickt, dann beginnt seine Analyse nicht bei taktischen Details, sondern bei der personellen Situation. „Verbessern muss sich auch die Trainingsbeteiligung“, sagt der Trainer klar. "Das wird aber der Konkurrenzkampf hoffentlich regeln." Dazu kam, dass der Kader immer wieder auseinandergerissen wurde. Malek spricht von Langzeitverletzungen und diversen Abwesenheiten, die den Alltag in Spillern erschwerten. „Es war teilweise so, dass bei einem Meisterschaftsspiel sechs bis sieben Stammspieler gefehlt haben. Da ist es natürlich nicht einfach, immer eine voll konkurrenzfähige Mannschaft auf den Platz zu stellen“, erklärt er. Gerade für eine Mannschaft, die über die gesamte Saison hinweg um wichtige Punkte kämpfen musste, war das ein Faktor, der sich nicht einfach wegreden ließ.

Mit voller Besetzung kamen auch die Punkte

Dass der SV Spillern am Ende trotzdem über dem Strich blieb, führt Malek auch auf eine stabilere Schlussphase zurück. Der Trainer wollte dabei bewusst niemanden gesondert herausheben, weil für ihn eher das Funktionieren der ganzen Gruppe im Vordergrund stand. „Ich will keine Spieler besonders hervorheben. Ich will nur sagen, dass die Qualität menschlich sowie auch fußballerisch bei den Spielern besonders war“, sagt er. Vor allem dann, wenn die Mannschaft wieder annähernd komplett war, zeigte sich das laut Malek auch unmittelbar in den Resultaten. „Als der Kader in den letzten sechs Wochen komplett war, waren auch die Ergebnisse entsprechend gut. Wir haben aus den letzten fünf Spielen neun Punkte erzielt und das war für uns extrem wichtig, um die Klasse zu halten.“ Für Spillern war das keine große Serie, die Schlagzeilen schrieb, aber eine Phase, die am Ende den Unterschied machte. Malek sieht darin auch eine Charakterfrage beantwortet: „Da hat man gesehen, dass die Spieler nicht nur die Qualität haben, sondern auch die richtigen Nerven, um diesem extremen Druck standzuhalten.“

Breiterer Kader und mehr Konkurrenzkampf als Antwort

Aus dieser Saison will der Verein nun Konsequenzen ziehen. Malek betont, dass daran bereits gearbeitet wurde und die personellen Engpässe in dieser Form nicht noch einmal auftreten sollen. „Daran haben wir gearbeitet, dass das in Zukunft in der kommenden Saison so nicht mehr passieren soll und wird, indem wir ganz einfach den Kader verbreitert haben“, sagt er. Dazu kommt ein klarer Plan für die nächste Vorbereitung. „Wir werden auch mehr Qualität in den Spielerkader hinzufügen, um ganz einfach den Konkurrenzkampf sehr hoch zu halten, um so einen Spirit schon in der Vorbereitung zu entfachen und den dann hoffentlich in die Meisterschaft mitnehmen.“ Auf personeller Ebene bleibt das Trainerteam ebenso unverändert wie der Vorstand. Im Kader gibt es hingegen Bewegung: Alexander Nemetzek, der im offensiven Bereich eingesetzt war, verlässt den Verein. Alexander Schweiger, der links in der Defensive gespielt hat, legt wie der Allrounder Tim Pidner eine Karrierepause ein. Positiv aus Spillerner Sicht: „Alle verletzten Spieler werden vor Vorbereitungsbeginn fit sein und das freut uns natürlich sehr, dass wir dann aus dem Vollen schöpfen können.“

Leobendorf II beeindruckt – Spillern will nachziehen

Spannend war im Gespräch auch der Blick über die eigene Mannschaft hinaus. Besonders beeindruckt hat Malek zuletzt SV Leobendorf II. Der Trainer erklärt das sehr konkret und ohne große Umschweife: „Für mich war Leobendorf II eine besondere Mannschaft, weil sie viele junge Spieler, mit extrem viel Qualität und auch Speed, haben.“ Genau diese Mischung macht den Gegner aus seiner Sicht so schwer bespielbar. „An einem guten Tag ist es verdammt schwer, sie zu bändigen“, sagt Malek und traut der Mannschaft auch in der kommenden Saison wieder einen Platz ganz vorne zu. Für den SV Spillern ist das indirekt auch ein Fingerzeig. Mehr Breite im Kader, mehr Konkurrenz im Training und eine ruhigere personelle Lage sollen die Grundlage dafür sein, dass man nicht noch einmal so stark von Ausfällen gebremst wird. Der Klassenerhalt schaffte man, nun soll der nächste Schritt folgen.