Zum Auftakt der 1. Klasse Nordwest hat UFC Wildendürnbach das Derby gegen SC Laa/Thaya mit 0:2 verloren. Für Trainer Alen Orman lag der Unterschied vor allem im Timing: Seine Mannschaft traf früh, legte nach der Pause im richtigen Moment nach und hielt die Null. Bei schwierigen Bedingungen entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel, in dem Laa/Thaya laut Orman ruhig blieb und die Partie unter Kontrolle hielt.

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Vieles lief an diesem Nachmittag nicht über feine Kombinationen, sondern über Zweikämpfe, zweite Bälle und Geduld. Orman machte gleich nach dem Spiel klar, dass die Bedingungen beiden Mannschaften das Leben schwer gemacht haben. „Es war für beide Seiten schwierig zu spielen bei dem Wetter“, sagte der Trainer des SC Laa/Thaya. Umso wichtiger war aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft in einer entscheidenden Situation sofort zuschlug. In der 10. Minute traf Dominik Urbancok zur 1:0-Führung, und Orman schilderte den Treffer sehr genau: „Es war ein Freistoß aus halbrechter Position, und Dominik Urbancok hat den Ball über die Mauer genau in den Winkel geschossen.“ Danach spielte sich laut Orman viel im Mittelfeld ab. Es gab viele Duelle, viele umkämpfte Bälle und kein leichtes Spiel für beide Seiten.
Auch im zweiten Abschnitt blieb es eine Partie, in der man sich jeden Meter erarbeiten musste. Orman sprach davon, dass seine Mannschaft hinten wenig zugelassen habe und insgesamt aufmerksam geblieben sei. „Die hatten ein, zwei Chancen, aber wir waren auch in ein paar Situationen gefährlich“, sagte er. Genau dieses Bild bestätigte dann auch das 2:0. In der 59. Minute erhöhte Petr Kirschner nach einem Eckball. Orman erklärte die Entstehung so: „Das zweite Tor ist aus einem Eckball heraus gefallen. Simon hat den Ball zurückgeköpfelt, und Kirschner hat nur abgestaubt.“ Für den Trainer war dieser Treffer deshalb so wichtig, weil er genau in eine Phase fiel, in der seine Mannschaft das Spiel weiter in der Hand behalten wollte. „Wir haben zum richtigen Zeitpunkt das zweite Tor nachgelegt“, sagte Orman. In seiner Zusammenfassung war das der Kern dieses Auswärtssiegs: frühe Führung, Ruhe bewahrt und dann noch einmal nachgesetzt.
Nach dem Schlusspfiff hob Orman vor allem zwei Dinge hervor: das Zu-null-Spiel und die Konsequenz in den entscheidenden Momenten. „Positiv war, dass wir die Null gehalten haben. Positiv war auch, dass wir zwei Tore geschossen haben“, sagte der Trainer. Ganz ohne Kritik wollte er den Auftakt aber nicht stehen lassen. Es habe einige Abspielfehler und Ballverluste gegeben, da müsse seine Mannschaft „noch etwas ruhiger am Ball“ werden. Gleichzeitig betonte er, dass der Gegner nicht leicht zu bespielen gewesen sei. Wildendürnbach habe offensiv starke Spieler, „aber wir haben das ganz gut im Griff gehabt“. Auch die Leistung des Schiedsrichters ordnete Orman sachlich ein. Bei den vielen Zweikämpfen im Mittelfeld sei es „nicht so einfach“ gewesen, zudem habe es in der ersten Halbzeit eine Szene gegeben, in der man „vielleicht“ Elfmeter für Wildendürnbach hätte geben können. Unterm Strich überwog für ihn aber klar das Positive. „Wichtig ist, dass wir den Derbysieg nach Laa geholt haben. Das war wichtig für unsere Spieler und für unsere Fans.“ Für den SC Laa/Thaya ist das 2:0 damit ein gelungener Start in die neue Saison.