In der 1. Klasse Nordwest ist SK Sparkasse Ernstbrunn mit einem 2:1 gegen USC Muckendorf/Zeiselmauer in die Saison gestartet. Nach einer starken ersten Hälfte ohne Ertrag wurde es nach dem Ausgleich noch einmal unangenehm, ehe ein Konter in der Schlussphase die Partie entschied. Trainer Werner Würzler sah seine Mannschaft über weite Strecken als besseres Team und machte vor allem das 2:1 als entscheidenden Moment aus.

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Werner Würzler hatte den Eindruck, dass seine Mannschaft vom Anpfiff weg viel richtig gemacht hat. „Grundsätzlich waren wir über den Großteil des Spiels bestimmend“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Gerade in der Anfangsphase sah er SK Sparkasse Ernstbrunn klar im Vorteil, nur das Ergebnis passte da noch nicht dazu. „Wir hätten eigentlich in den ersten 15, 20 Minuten 2:0 führen müssen“, so Würzler. Weil diese Chancen ungenützt blieben, ging es trotz der besseren Spielanlage mit einem 0:0 in die Pause. Ärgerlich war das aus seiner Sicht auch deshalb, weil die Gastgeber laut ihrem Trainer gegen den Ball sehr ordentlich arbeiteten. „Wir sind kompakt gestanden und haben vor allem in der ersten Halbzeit wenig zugelassen“, betonte Würzler und strich damit genau den Teil des Spiels heraus, auf dem der spätere Heimsieg aufbaute.
Unmittelbar nach der Pause schien sich das Spiel dann in die Richtung zu entwickeln, die sich für SK Sparkasse Ernstbrunn schon davor angedeutet hatte. In der 49. Minute brachte Mathias Winkler die Heimischen mit 1:0 in Führung. Ruhe brachte dieses Tor aber nicht dauerhaft, denn mit dem 1:1 durch Johannes Summesberger in der 64. Minute kippte die Partie für einige Minuten. Würzler sprach dabei von einer Phase, in der seine Mannschaft „ein bisschen unsicher“ gewesen sei. Den Ausgleich ordnete er klar ein: „Das 1:1 war von uns mehr oder weniger ein Geschenk.“ Über die linke Seite von SK Sparkasse Ernstbrunn kam eine Flanke zur Mitte, die aus Sicht des Trainers besser zu verteidigen gewesen wäre. „Wir können den Ball in den Eckball köpfen, das haben wir leider verabsäumt, und auf der zweiten Stange hat USC Muckendorf/Zeiselmauer gelauert“, schilderte Würzler. Genau dieses Tor spielte den Gästen in die Karten. „Mit dem 1:1 haben wir den Gegner noch ein bisschen stark gemacht“, sagte der Trainer rückblickend auf jene zehn bis fünfzehn Minuten, in denen USC Muckendorf/Zeiselmauer laut seiner Einschätzung nicht nur aggressiv gegen den Ball arbeitete, sondern auch seine beste Phase hatte.
Entscheidend war am Ende die Reaktion der Gastgeber auf diese schwierige Phase. In der 80. Minute stellte Jan Malik auf 2:1, und für Würzler war genau dieses Tor der Schlüsselmoment des Nachmittags. „Das 2:1, weil der Gegner dann mehr oder weniger gebrochen war“, sagte der Trainer. Entstanden war der Treffer nach einem schnellen Umschalten. „Es war ein Konter. Wir sind drei gegen zwei gelaufen und haben es dann gut fertig gespielt“, erklärte Würzler. Dass SK Sparkasse Ernstbrunn ausgerechnet in einer offensiven Phase von USC Muckendorf/Zeiselmauer zuschlug, passte für ihn ins Gesamtbild. Seine Mannschaft habe über 90 Minuten an sich geglaubt und genau diese Entschlossenheit auf den Platz gebracht, die es für so ein enges Spiel brauche. „Die Mannschaft hat die Leidenschaft an den Tag gelegt, die man braucht. Wir haben bis zum Schluss gekämpft, und der Zusammenhalt war da“, sagte Würzler. Dazu kam aus seiner Sicht die Kompaktheit im Zentrum, die ein wesentlicher Faktor für den Erfolg war. So stand am Ende ein 2:1-Auftaktsieg, bei dem SK Sparkasse Ernstbrunn laut Trainer Werner Würzler nicht alles perfekt gemacht hat, aber in den entscheidenden Phasen stabil genug blieb, um mit drei Punkten in die neue Saison zu starten.