Spielberichte

„Den Elfmeter hätten wir mitnehmen müssen“ – SV Göllersdorf hadert mit dem verpassten Dreier

SV Göllersdorf
SC Stronsdorf

Zum Auftakt der 1. Klasse Nordwest hat sich SV Göllersdorf von SC Stronsdorf mit 0:0 getrennt. Es war ein Spiel mit klar verteilten Phasen, in dem die Gäste vor der Pause etwas besser waren und die Heimischen nach dem Seitenwechsel zulegten. Christoph Riederer blieb nach dem Schlusspfiff vor allem eine Szene hängen: der in der 67. Minute vergebene Elfmeter, der aus seiner Sicht den möglichen Heimsieg kostete.

Blauer Fußball und blauer Fußballschuh

Foto von Janosch Diggelmann auf Unsplash

Stronsdorf hat vor der Pause mehr vom Spiel

Christoph Riederer schilderte einen Beginn, in dem seine Mannschaft zunächst nicht richtig in die Partie fand. „Grundsätzlich war es ein gerechtes 0:0. In der ersten Halbzeit konnte Stronsdorf ein wenig dominieren, in der zweiten Halbzeit war Göllersdorf besser“, sagte der Sektionsleiter des SV Göllersdorf. Vor der Pause konzentrierten sich die Gastgeber laut seiner Einschätzung eher auf das Verteidigen und darauf, den Gegner vom eigenen Tor wegzuhalten. Ganz ohne brenzlige Momente ging das nicht über die Bühne. Riederer sprach davon, dass Stronsdorf einige Male gefährlich vors Tor gekommen sei und zudem einen Lattentreffer hatte. Dazu musste sich Fabio Baumgartner zwei- oder dreimal gut auszeichnen, damit es bis zur Pause beim 0:0 blieb.

Balukh hat die beste Göllersdorfer Aktion vor dem Seitenwechsel

Auch wenn der SV Göllersdorf in dieser Phase nicht wirklich gut im Spiel war, gab es doch einzelne Situationen, in denen mehr drin war. Riederer hob vor allem einen Abschluss von Ihor Balukh hervor, der mit einem Drehschuss von halb links den gegnerischen Tormann beinahe überrascht hätte. Der Ball wäre fast im kurzen Eck eingeschlagen, doch der Schlussmann konnte noch an die Stange klären. Der darauffolgende Eckball brachte gleich die nächste Möglichkeit, ein Kopfball ging allerdings knapp über das Tor. Viel mehr war aus Sicht der Heimischen in dieser ersten Halbzeit nicht dabei. Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild aber. Göllersdorf wurde stärker, war nun das bessere Team und hatte zusätzlich Pech, als ein Treffer wegen Abseits nicht anerkannt wurde. Es war die Phase, in der für die Gastgeber spürbar mehr möglich war.

Der vergebene Elfmeter bleibt als Schlüsselszene zurück

Die Szene, die den Nachmittag aus Göllersdorfer Sicht am stärksten bestimmte, kam dann in der 67. Minute. „Den Elfmeter hätten wir mitnehmen müssen“, sagte Riederer mit Blick auf den vergebenen Strafstoß von Christian Steindl. Für ihn war das weit mehr als nur eine ausgelassene Chance, weil die Partie insgesamt auf beiden Seiten nicht viele klare Torsituationen hergab. „Ich glaube, in dem Spiel hätte die Mannschaft gewonnen, die mit 1:0 in Führung gegangen wäre“, meinte er. Genau deshalb sprach er auch vom „verpassten Dreier für Göllersdorf“. Dass er die Begegnung am Ende trotzdem als gerecht einordnete, passt zu seiner Gesamtsicht auf die 90 Minuten. Schon zur Pause sei das 0:0 in Ordnung gewesen, und auch nach dem Schlusspfiff blieb für ihn unter dem Strich ein gerechtes Remis stehen. Trotzdem war da eben dieses Gefühl, dass sich die zweite Halbzeit und besonders der Elfmeter auch anders hätten auszahlen können.

Hinten stabil, vorne noch Luft nach oben

Neben dem Ärger über die verpasste große Möglichkeit nahm Riederer aber auch einen Punkt mit, den er ausdrücklich hervorhob. „Der geschlossene Defensivauftritt ist sicher hervorzuheben, weil bei uns seit Langem wieder die Null stand“, sagte er. Gerade weil Stronsdorf vor der Pause durchaus gefährlich war, bekommt diese Aussage zusätzlich Gewicht. Zugleich machte der Göllersdorfer Funktionär aber auch klar, wo seine Mannschaft in den nächsten Wochen ansetzen muss. „Nach vorne müssen wir in Zukunft noch konsequenter Torchancen herausspielen und gefährlicher vor das Tor kommen, um unsere torgefährlichen Stürmer besser ins Spiel zu bekommen.“ Diskussionsstoff gab es in der Schlussphase außerdem noch mit der Roten Karte für Benedikt Koran in der 87. Minute. Riederer sagte dazu, dass sich die Zuschauer nicht ganz einig gewesen seien und die Szene für Diskussionen gesorgt habe. So stand am Ende ein 0:0, mit dem der SV Göllersdorf leben musste, obwohl gerade nach der Pause auch mehr möglich gewesen wäre.