Spielberichte

„Wir geben nie auf“: Niederleis rettet Derby gegen Ernstbrunn in der Nachspielzeit

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USV Niederleis
SK Ernstbrunn

In der 1. Klasse Nordwest hat USV Niederleis im Derby gegen SK Sparkasse Ernstbrunn beim 2:2 noch einen Punkt in letzter Minute geholt. Trainer Markus Wolf sprach danach von einem „richtigen Derby“ und sah das Remis als gerechtes Ergebnis. Vor allem der Ausgleich in der 91. Minute passte für ihn zum Auftritt seiner Mannschaft, die nach zweimaligem Rückstand nicht aufgab.

Spieler in grünem Trikot führt den Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Schlechter Start, dann kam Niederleis ins Spiel

So richtig ruhig begann der Abend für Niederleis nicht. Schon in der 7. Minute brachte Tobias Schlaghuber die Gäste mit 1:0 in Führung, und genau dieser Start war für Wolf einer der Punkte, die ihn am meisten störten. „Wir haben die Anfangsphase wieder verschlafen. Da waren wir zu spät und zu langsam“, sagte der Trainer nach dem Spiel. Niederleis brauchte danach aber nicht lange, um in die Partie hineinzufinden. Wolf sah seine Mannschaft bis zur Pause als das aktivere und bessere Team, und das 1:1 in der 26. Minute durch ein Eigentor von Nico Nentwig nach einem langen Einwurf passte aus seiner Sicht genau dazu. „Zum 1:1 war das zu diesem Zeitpunkt völlig verdient“, meinte er. Kurz vor der Pause lag für die Gastgeber sogar noch mehr in der Luft, weil eine sehr gute Möglichkeit auf das 2:1 ungenutzt blieb. Statt einer möglichen Führung ging es mit dem 1:1 in die Kabinen.

Derby mit Tempo, Härte und spätem Ausgleich

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie das, was Wolf schon in seiner ersten Einordnung betont hatte: ein richtiges Derby. Viele Zweikämpfe, viele Fouls und hohes Tempo auf beiden Seiten bestimmten das Bild, ohne dass eine Mannschaft klar nachgelassen hätte. „Es war ein schnelles, zweikampfbetontes Spiel, und bei keiner Mannschaft war über die 93 Minuten ein Einbruch zu sehen“, sagte der Niederleis-Coach. Umso bitterer war für die Gastgeber, dass Bernhard Hainz Ernstbrunn in der 78. Minute wieder in Führung brachte. Auch da sprach Wolf von einem eigenen Fehler, durch den es „viel zu einfach“ gegangen sei. In der 88. Minute sah Daniel Steininger noch die Rote Karte, Ernstbrunn musste die Schlussphase also in Unterzahl überstehen. Niederleis blieb aber am Drücker und bekam in der 91. Minute doch noch seine Belohnung, als Frantisek Lörinczi zum 2:2 traf und den umkämpften Punkt festhielt.

„Der Kampfgeist war entscheidend“

Dass sich Niederleis diesen Punkt noch holte, überraschte den eigenen Trainer deshalb nicht. „Wir geben nie auf, egal ob wir in Rückstand gehen“, sagte Wolf, der vor allem den Kampfgeist seiner Mannschaft herausstrich. Er war überzeugt, dass seine Elf gegen einen starken Gegner nicht schlechter war, in vielen Phasen sogar mehr vom Spiel hatte und in vielen Duellen gut dagegenhielt. „Wir haben den Kampf angenommen“, sagte er und betonte, dass sein Team sich gegen Ernstbrunn keineswegs verstecken musste. Gleichzeitig benannte Wolf aber auch klar, warum am Ende nicht noch mehr drin war. „Im letzten Drittel müssen wir die Situationen besser fertigspielen“, erklärte er. Gerade in der Schlussphase seien noch zwei, drei Topchancen da gewesen, bei denen der Ball zu zentral zum Tormann gegangen sei. Dazu komme das alte Thema mit den frühen Gegentoren: „Wir dürfen in den ersten zehn oder fünfzehn Minuten einfach nicht so ins Hintertreffen geraten.“

Gerechtes Remis und ein Punkt, der Niederleis besser schmeckt

Am Ende blieb für Wolf deshalb eine Einordnung, mit der wohl beide Seiten leben konnten. Er sprach von einer vollen Anlage, von vollen Tribünen und von einer Atmosphäre, die zu diesem Derby gepasst habe. „Für die Zuschauer war das ein Derby, wie man es sich vorstellt“, sagte der Trainer. Auch Ernstbrunn stellte er ein gutes Zeugnis aus. „Sie waren wie gewohnt gut eingestellt und hatten genauso einen Plan wie wir“, meinte Wolf. Diskussionen um den Unparteiischen wollte er gar nicht erst aufmachen. Der Schiedsrichter habe viel laufen lassen und „an dem Ergebnis keine Schuld“. So blieb unter dem Strich ein 2:2, das sich für Niederleis wegen des Ausgleichs in der Nachspielzeit natürlich besser anfühlte als für die Gäste. Wolf brachte es am Ende schlicht auf den Punkt: „Wir nehmen den Punkt mit. Es war gerecht, und jetzt geht es weiter.“

1. Klasse Nordwest: Niederleis : Ernstbrunn - 2:2 (1:1)

  • 91
    Frantisek Lörinczi 2:2
  • 78
    Bernhard Hainz 1:2
  • 26
    Eigentor durch Nico Nentwig 1:1
  • 7
    Tobias Schlaghuber 0:1