Spielberichte

„Wir teilen Woche für Woche Geschenke aus“ – Ernstbrunn lässt sich wieder zu leicht treffen

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SK Ernstbrunn
ÖTSU Großmugl

In der 1. Klasse Nordwest hat SK Sparkasse Ernstbrunn das Heimspiel gegen ÖTSU Großmugl mit 1:2 verloren. Nach dem frühen Rückstand durch Nikola Ziric kam Ernstbrunn durch David Handl noch vor der Pause zum 1:1, ehe Gabriel Forstner nach dem Seitenwechsel den Endstand fixierte. Trainer Werner Würzler führte die Niederlage vor allem auf zu leichte Gegentore und eine zu geringe Effizienz im Angriff zurück.

Weiß-Roter Fußball auf Rasen

Foto von Marcel Strauß auf Unsplash

Früher Rückstand, dann der Ausgleich vor der Pause

Der Start lief aus Sicht der Gastgeber genau in jene Richtung, die Werner Würzler nach dem Schlusspfiff deutlich ansprach. Schon in der 6. Minute brachte Nikola Ziric die Gäste mit 1:0 in Führung. Der Trainer sah darin nicht nur einen frühen Rückstand, sondern ein Muster, das seine Mannschaft derzeit verfolgt. „Wir teilen leider Woche für Woche Geschenke aus“, sagte Würzler und meinte damit die einfachen Gegentore, die Ernstbrunn kassiert. Großmugl sei gerade in den ersten Minuten „ein bisschen aggressiver oder aufmerksamer“ gewesen. Trotzdem fand Ernstbrunn mit Fortdauer der ersten Hälfte besser in die Partie. In der 33. Minute sorgte David Handl für das 1:1, mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Halbzeit.

Das 1:2 als Knackpunkt

Über weite Strecken des Spiels hatte Würzler seine Mannschaft im Vorteil gesehen. „Wir waren Ballbesitztechnisch besser im Spiel und über weite Teile des Spiels die spielbestimmendere Mannschaft“, ordnete der Ernstbrunn-Coach die Phase nach dem 1:1 ein. Umso mehr ärgerte ihn, was nach einer Stunde passierte. In der 60. Minute traf Gabriel Forstner zum 2:1 für Großmugl, und genau dieses Tor bezeichnete Würzler als den entscheidenden Moment der Partie. „Das zweite Gegentor war viel zu leicht“, stellte er klar. Besonders bitter war für ihn, wie es zustande kam: „Wir waren eigentlich in Überzahl, haben nach einem Einwurf nicht ordentlich abgesichert und so ist das zweite Tor entstanden.“ Aus Ernstbrunner Sicht war das der Moment, in dem ein Spiel mit ordentlichen Phasen und klaren Torchancen leider zu leicht aus der Hand gegeben wurde.

Zu wenig Bewegung, zu wenig Ertrag

Die Analyse des Trainers ging aber nicht nur in Richtung Defensive. Würzler sprach auch offen an, dass seine Mannschaft im letzten Drittel zu wenig aus ihren Möglichkeiten gemacht habe. „Offensiv waren wir leider zu wenig effizient. Wir haben die Chancen, die wir hatten, nicht reingemacht und uns auch zu wenig Chancen herausgespielt“, sagte er. Dazu kam aus seiner Sicht, dass Ernstbrunn im taktischen Verhalten nicht sauber genug arbeitete. Die Mannschaft sei „oft zu spät“ gewesen und nicht immer dort, „wo wir sein sollen“. Vor allem in der Tiefe habe die Bewegung gefehlt. Damit erklärte Würzler auch, warum Ernstbrunn trotz längerer guter Phasen zu wenig klaren Ertrag hatte. Großmugl machte es einfacher und erfolgreicher. Über den Gegner sagte Würzler: „Er war effizienter und hat aus zwei Chancen zwei Tore gemacht.“

Keine Ausreden, sondern ein klarer Befund

Diskussionen um den Schiedsrichter wollte Würzler trotz einzelner knapper Abseitsfragen gar nicht erst aufkommen lassen. Er verwies darauf, wie schwierig es in dieser Liga ohne vollständiges Gespann sei, stellte aber sofort klar: „Der Schiedsrichter kann nichts für unsere Niederlage.“ Für ihn lag der Unterschied zwischen beiden Mannschaften ohnehin an einer ganz einfachen Stelle. Auf die Frage, worin der Unterschied gelegen habe, antwortete er knapp: „Die Tore.“ Genau das fasst diesen Nachmittag aus Ernstbrunner Sicht gut zusammen. Der Treffer von Handl brachte die Gastgeber zwar zurück, am Ende stand in Runde sieben aber eine 1:2-Heimniederlage. In der Tabelle bleibt Ernstbrunn damit bei zehn Punkten, Großmugl rückt mit neun Zählern näher heran.

1. Klasse Nordwest: Ernstbrunn : Großmugl - 1:2 (1:1)

  • 60
    Gabriel Forstner 1:2
  • 33
    David Handl 1:1
  • 6
    Nikola Ziric 0:1