Spielberichte

"Entscheidend war, wie wir gestartet sind" – Niederleis erlebt in Leobendorf einen frühen Bruch

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SV Leobendorf II
USV Niederleis

In der 1. Klasse Nordwest hat SV Leobendorf II am Samstag in Runde sieben den USV Niederleis mit 5:1 besiegt. Für Gäste-Trainer Markus Wolf war die Sache früh angelegt. "Entscheidend war, wie wir gestartet sind", sagte er nach dem Spiel und verwies auf den schnellen 0:2-Rückstand, der den eigenen Plan, möglichst lange ohne Gegentor zu bleiben, schon in der Anfangsphase zerstörte.

Nahaufnahme eines Fußball beim Abstoß durch den Torwart

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Doppelschlag stellt alles auf den Kopf

Der Matchplan der Niederleiser war eigentlich klar: kompakt stehen, lange die Null halten und dem Tabellenführer auswärts so wenig Räume wie möglich geben. Genau das ging aber in den ersten Minuten schief. Tobias Frühwirth brachte Leobendorf in der 6. Minute in Führung, nur wenig später legte Aimen Ghribi in der 12. Minute das 2:0 nach. Für Markus Wolf war damit sehr früh zu sehen, wohin der Abend laufen würde. "Wir haben gewusst, dass wir einen sehr guten Tag brauchen, wenn wir in Leobendorf etwas mitnehmen wollen", sagte der Trainer. Umso bitterer sei gewesen, dass man "gleich früh 0:2 hinten ist". Gegen eine Mannschaft dieser Qualität sei so ein Start kaum aufzufangen, zumal Niederleis damit genau das Gegenteil von dem erlebt habe, was man sich vorgenommen hatte.

Gäste lassen ihre beste Phase ungenutzt

Ganz aus dem Spiel war Niederleis nach dem Fehlstart aber nicht. Wolf sah bis kurz vor der Pause sogar eine Phase, in der seine Mannschaft besser hineinfand und selbst Druck aufbauen konnte. "Nach dem 0:2 haben wir eine richtig gute Phase gehabt", sagte er. Leobendorf habe etwas mehr Spielraum gegeben, Niederleis sei aktiver geworden und habe sich auch Chancen erarbeitet. Ein Lattenpendler und zwei Möglichkeiten von Frantisek Lörinczi blieben laut Wolf aber ungenutzt. Gerade in dieser Phase hätte die Partie aus seiner Sicht noch einmal enger werden können. Statt mit dem 0:2 in die Kabine zu gehen und sich damit zumindest eine Tür offen zu halten, kassierten die Gäste in der Nachspielzeit durch Luca Marschler noch das 0:3. Wolf sprach davon, dass seine Mannschaft kurz vor der Pause nicht clever genug gewesen sei.

Leobendorfs Tempo gibt weiter den Takt vor

Mit dem 3:0 zur Pause war die Partie praktisch schon in klare Bahnen gelenkt, und nach dem zweiten Treffer von Tobias Frühwirth in der 53. Minute war die Sache endgültig entschieden. Dass Stanislav Skuta in der 66. Minute für Niederleis auf 1:4 verkürzte, änderte am Kräfteverhältnis dieses Abends nichts mehr. In der Nachspielzeit setzte David Sorin Topea mit dem 5:1 den Schlusspunkt. Wolf ordnete die Leistung des Gegners sehr deutlich ein und sprach von einer Mannschaft, die für ihn über das Niveau dieser Liga hinausgeht. "Leobendorf ist die stärkste Mannschaft in dieser Liga", sagte der Niederleis-Coach. Besonders das Tempo habe ihn beeindruckt: "Sie haben bei jedem Pass Schärfe, sie haben Bewegung ohne Ball, gegen den Ball und mit dem Ball. Da schwächelt keiner." Auf dem großen Platz sei das für seine Mannschaft am Ende zu viel gewesen.

Der Blick geht sofort Richtung Nappersdorf

Trotz der klaren Niederlage wollte Wolf nicht alles schlechtreden, verschwieg aber auch die Dauerbaustelle seiner Mannschaft nicht. Er verwies darauf, dass Niederleis früh wechselte und dabei schon die nächste Aufgabe im Heimspiel gegen USV Nappersdorf im Blick hatte. "Das war für uns ein Bonusspiel", sagte er und erklärte, dass man einzelne Spieler bewusst schonte, um für die kommende Woche kein Risiko einzugehen. Gleichzeitig wurde der Trainer bei der Analyse deutlich: "Wenn du jede Woche in zehn Minuten ein oder zwei Tore kriegst, dann ist es eindeutig irgendwo zu wenig." Genau dort müsse Niederleis nun ansetzen. Einen Nebenkriegsschauplatz rund um den Unparteiischen machte Wolf nicht auf, im Gegenteil: Er sprach von einer fairen Partie auf beiden Seiten. Der Schlusssatz fiel entsprechend nüchtern aus: "Unser Fokus liegt auf den nächsten Spielen. Dann schauen wir, dass wir nächste Woche wieder punkten."

1. Klasse Nordwest: Leobendorf II : Niederleis - 5:1 (3:0)

  • 93
    David Sorin Topea 5:1
  • 66
    Stanislav Skuta 4:1
  • 53
    Tobias Frühwirth 4:0
  • 47
    Luca Marschler 3:0
  • 12
    Aimen Ghribi 2:0
  • 6
    Tobias Frühwirth 1:0