In der 1. Klasse Nordwest hat sich SV Göllersdorf am Freitag mit 5:1 gegen SV Unterstinkenbrunn durchgesetzt. Nach einem frühen Rückstand und einem 1:1 zur Pause legten die Gastgeber nach dem Seitenwechsel klar zu. Leopold Schiessbühl sprach von einem zunächst kampfbetonten Spiel, in dem seine Mannschaft später „eine bessere fußballerische Linie“ fand und sich so einen wichtigen Sieg holte.

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Die Partie begann für Göllersdorf mit einem frühen Dämpfer, denn schon in der 3. Minute brachte Dominik Moucka die Gäste mit 1:0 in Führung. Viel Zeit, um sich daran aufzureiben, ließ sich die Heimelf aber nicht. Bereits in der 12. Minute stellte Manuel Schießwald auf 1:1 und sorgte damit dafür, dass das Spiel schnell wieder offen war. Bis zur Pause blieb es bei diesem Zwischenstand, und genau so hatte es Schiessbühl auch gesehen: „Die erste Halbzeit war für mich ein sehr kampfbetontes Spiel.“ Das passte zum Verlauf, weil sich in den ersten 45 Minuten noch keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte und Unterstinkenbrunn aus Göllersdorfer Sicht „am Anfang sehr gut“ verteidigte.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild dann deutlich. Schiessbühl sagte: „In der zweiten Halbzeit haben wir eine bessere fußballerische Linie gefunden und waren etwas überlegen.“ Genau diese Entwicklung ließ sich auch am Ergebnis ablesen. Ihor Balukh traf in der 58. Minute zum 2:1 und brachte Göllersdorf damit erstmals an diesem Abend in Führung. Für Schiessbühl war das die Schlüsselszene des Spiels: „Der wichtigste Moment war, dass wir nach dem 1:1 das 2:1 gemacht haben und dann darauf folgend die nächsten Tore.“ So kam es auch. Philipp Zieger erhöhte in der 69. Minute auf 3:1, Benedikt Koran legte in der 77. Minute das 4:1 nach, und in der vierten Minute der Nachspielzeit stellte Balukh mit seinem zweiten Treffer auf 5:1.
Dass die Partie nach der Pause so klar wurde, erklärte Schiessbühl nicht nur mit der besseren Linie im Spiel nach vorne, sondern auch mit der Art, wie seine Mannschaft die Angriffe zu Ende spielte. „Entscheidend ist, dass wir über die Seiten gut nach vorne gespielt haben und im Abschluss die nötige Stärke hatten“, sagte er. Dazu kam aus seiner Sicht genau das, was in solchen Spielen oft den Unterschied macht: „Besonders gut war heute der Kampfgeist und der Siegeswille.“ Gleichzeitig ordnete er auch den Gegner fair ein. Unterstinkenbrunn habe defensiv zunächst gut gearbeitet, sei dann aber „in der zweiten Halbzeit ein bisschen körperlich oder konditionell zurückgefallen“. Diskussionen über Nebensachen gab es für ihn nicht, im Gegenteil: „Die Schiedsrichterleistung habe ich sehr gut gefunden. Es war eigentlich nichts wirklich zu diskutieren.“ Umso wichtiger war aus Sicht der Gastgeber, dass nach einer längeren sieglosen Phase wieder ein voller Erfolg gelungen ist. „Es war ein wichtiger Sieg für uns, weil wir jetzt länger keinen Sieg gehabt haben und wir hoffen, dass wir das ins nächste Spiel mitnehmen können“, sagte Schiessbühl.