Spielberichte

„Der Ausgleich gleich nach der Pause war ein Zeichen“ – Spillern kommt im Derby erst spät in Fahrt

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SV Spillern
USV Leitzersdorf

In der 1. Klasse Nordwest musste sich SV Spillern im Derby gegen USV Leitzersdorf mit einem 1:1 begnügen. Nach einer schwachen ersten Hälfte lag Spillern durch Lukas Kronberger zurück, fand aber direkt nach der Pause die passende Antwort. Trainer Christian Malek sprach von zu wenig Mut, zu langsamem Passspiel und einem insgesamt nicht guten Auftritt, sah im schnellen Ausgleich aber zumindest das klare Signal für eine bessere zweite Halbzeit.

Torwart in Blau und Schwarz stützt sich auf die Knie

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Zu langsam, zu passiv, zu wenig Mut

Aus Spillerner Sicht war es ein Abend, mit dem Christian Malek nur bedingt etwas anfangen konnte. Der Trainer machte nach dem Schlusspfiff kein Geheimnis daraus, dass ihn der Auftritt seiner Mannschaft über weite Strecken nicht überzeugt hat. „Für meine Mannschaft war es kein sehr gutes Spiel. Wir sind nicht gut in das Spiel gestartet, waren zu wenig aktiv und zu wenig mutig“, sagte Malek. Vor allem in den Zweikämpfen sah er klare Defizite. Spillern sei „gefühlt immer einen Schritt zu langsam“ gewesen, dazu habe auch der Spielaufbau nicht wie gewünscht funktioniert. Dass Leitzersdorf als Tabellenletzter entsprechend engagiert auftrat, passte für Malek ins Bild. „Das hat man gespürt, das hat man gemerkt. Sie waren in der ersten Hälfte ganz einfach engagierter“, so der Trainer. In dieser Phase fiel dann auch das 0:1: Lukas Kronberger brachte die Gäste in der 25. Minute in Führung, und bis zur Pause blieb Leitzersdorf vorne.

Der Ausgleich als Weckruf nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel zeigte Spillern aber sofort ein anderes Gesicht. Schon kurz nach Wiederbeginn gelang Tunahan Can in der 47. Minute das 1:1, und genau dieser Moment war für Malek der wichtigste des Abends. „Der Ausgleich gleich nach der Pause war schon ein Zeichen, dass wir wieder im Spiel sind und dass wir das Spiel gewinnen wollen“, erklärte der Spillerner Trainer. Für ihn war dabei nicht nur das Tor selbst entscheidend, sondern vor allem die Reaktion seiner Mannschaft nach der Halbzeitansprache. Malek hatte das Gefühl, dass seine Spieler nun verstanden hatten, worum es in diesem Derby geht und dass ein anderer Auftritt nötig war. „Da hat man schon gemerkt, dass die Ansprache in der Pause gefruchtet hat“, sagte er. Danach hatte Spillern laut seinem Trainer rund zwanzig Minuten lang eine wirklich gute Phase, war offensiv deutlich präsenter und kam zu mehreren Aktionen nach vorne, ohne daraus aber den zweiten Treffer machen zu können.

Am Ende bleibt ein gerechtes Remis und klare Kritik

Gerade weil Spillern nach der Pause zulegte, blieb die Partie bis in die Schlussminuten offen. Eine der besten Möglichkeiten auf den möglichen Heimsieg hatte Dominik Karlovic, der nach einer Standardsituation wenige Minuten vor dem Ende über die Latte zielte. Fast im Gegenzug hätte das Spiel aber ebenso auf die andere Seite kippen können, denn auch Leitzersdorf kam noch zu einem Stangenschuss. Für Malek war deshalb klar, dass das 1:1 unter dem Strich zum Spiel passte. „Schlussendlich ist es, glaube ich, ein gerechtes 1:1 gewesen, obwohl ich mit der gesamten Leistung meiner Mannschaft nicht zufrieden bin“, sagte er. Seine Analyse fiel dabei deutlich aus: „Es haben uns der Mut nach vorne, das Umsetzen des Matchplans, schnelles Passspiel und schnelles Positionsspiel gefehlt.“ Gerade die vielen Ballstopper, fehlende Ideen vor dem Pass und unnötige Fehlpässe hätten dazu geführt, dass Spillern viel zu oft hinterherlaufen musste. Malek sprach außerdem von einer bei der Kartenvergabe „ein bisschen sehr einseitigen“ Linie des Schiedsrichters, stellte aber auch klar, dass dabei nichts Spielentscheidendes passiert sei. Für Spillern bleibt damit im Derby ein Punkt, der zwar noch gerettet wurde, den eigenen Ansprüchen des Trainers aber klar nicht genügt.

1. Klasse Nordwest: Spillern : Leitzersdorf - 1:1 (0:1)

  • 47
    Tunahan Can 1:1
  • 25
    Lukas Kronberger 0:1