Spielberichte

"Wenn wir das 1:0 schießen, müssen sie aufmachen" – Laa kommt mit Geduld zum 1:0 in Nappersdorf

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USV Nappersdorf
SC Laa/Thaya

In der 1. Klasse Nordwest hat sich USV Nappersdorf dem SC Laa/Thaya mit 0:1 geschlagen geben müssen. Nach torloser erster Hälfte entschied Petr Kirschner die Partie in der 52. Minute. Für Laa-Trainer Alen Orman war genau dieses erste Tor der Schlüssel: Seine Mannschaft blieb gegen eine kompakte Fünferkette geduldig, hatte mehr Ballbesitz und nahm am Ende verdient drei Punkte mit.

Ball auf Rasen im Tor im Hintergrund

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

Geduld gegen einen tief stehenden Gegner

Aus Sicht von Orman war es von Beginn an die Partie, die er erwartet hatte. Nappersdorf machte die Räume eng, stand tief und setzte vor allem auf Ordnung gegen den Ball. "Wir haben gegen einen schwierigen Gegner gespielt. Sie haben sich hinten mit einer Fünferkette reingestellt und wir haben versucht, das immer wieder zu durchbrechen", sagte der Laa-Coach. Dazu kamen laut Orman auch schwierige Platzverhältnisse, die das saubere Kombinationsspiel zusätzlich erschwerten. Trotzdem hatte Laa über weite Strecken mehr vom Spiel, war öfter am Ball und musste vor allem auf die langen Bälle der Gastgeber aufpassen. Orman betonte, dass seine Mannschaft genau darauf vorbereitet war und viele dieser Situationen gut wegverteidigte. Zur Pause stand es zwar 0:0, für den Trainer war aber schon da erkennbar, dass seine Elf die Partie kontrollierte und nur geduldig bleiben musste.

Kirschner trifft, danach wird das Spiel offener

Der Knackpunkt kam kurz nach dem Seitenwechsel. Orman hatte schon in der Halbzeit das Gefühl, dass der erste Treffer das Spiel verändern würde. "Wir haben gewusst, wenn wir das 1:0 schießen, müssen sie irgendwann aufmachen", sagte er. Genau so kam es dann in der 52. Minute. Laa eroberte den Ball im Zentrum, spielte den Angriff laut Orman über Lukas Grandits und Petr Kirschner gut zu Ende, und Kirschner blieb vor dem Tor ruhig. "Petr Kirschner ist allein aufs Tor gelaufen und hat das sehr schön gemacht", beschrieb Orman die Szene. Mit diesem 1:0 war Nappersdorf gezwungen, mehr zu riskieren, und genau darin sah der Trainer den entscheidenden Unterschied zur ersten Hälfte. Die Räume wurden größer, Laa kam in der Folge zu weiteren Möglichkeiten und hatte das Spiel nun noch deutlicher auf seiner Seite.

Viel richtig gemacht, nur das zweite Tor fehlte

Dass es am Ende dennoch bei diesem knappen 1:0 blieb, störte Orman trotz des Sieges. Vor allem im Umschalten sah er noch Luft nach oben. "Wir haben das zweite Tor nicht geschossen, obwohl wir in der zweiten Halbzeit sehr viele Chancen gehabt haben", meinte der Trainer, der auch die Konterangriffe kritisierte: "Wir haben die Konter schlecht rausgespielt und schlecht ausgenutzt." Gleichzeitig hob er hervor, dass seine Mannschaft die wichtigen Grundlagen gut umgesetzt habe. Viele lange Bälle und Zweikämpfe seien gewonnen worden, genau das habe man unter der Woche angesprochen und trainiert. Nappersdorf blieb aus seiner Sicht vor allem über Standards und Einwürfe gefährlich, mehr ließ Laa aber kaum zu. Auch die Leistung des Schiedsrichters bewertete Orman insgesamt positiv, obwohl er bei einer Szene mit Fatih Ekinci und Kirschner meinte, dass man über eine mögliche Rote Karte diskutieren könne. Unterm Strich blieb für ihn aber eine klare Einschätzung: "Wir waren konzentrierter, wir hätten noch höher gewinnen können und wir haben verdient gewonnen." Mit dem Auswärtssieg hält Laa nach sieben Runden bei 15 Punkten und bleibt damit an der Spitze der Tabelle.

1. Klasse Nordwest: Nappersdorf : Laa/Thaya - 0:1 (0:0)

  • 52
    Petr Kirschner 0:1