In der 1. Klasse Nordwest hat der SC Stronsdorf gegen den USC Muckendorf/Zeiselmauer 2:2 gespielt. Für die Gäste war es ein Punkt, der nach einem ganz schlechten Start erst mühsam erarbeitet werden musste. Nach dem frühen 0:2 hielt die Mannschaft an ihrem Plan fest, kam noch vor der Pause heran und glich kurz nach Seitenwechsel aus. Trainer Erich Stöfer sprach danach von einem „gerechten Unentschieden“.

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Für Muckendorf begann die Partie denkbar ungünstig. Schon in der 4. Minute brachte Fabian Petzina die Stronsdorfer mit 1:0 in Führung, fünf Minuten später legte Kevin Seiter das 2:0 nach. Stöfer machte nach dem Spiel keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft diese Phase selbst verschuldet hatte. „Wir haben schlecht angefangen und sind nach zehn Minuten durch zwei individuelle Fehler 0:2 in Rückstand geraten“, sagte der Trainer. Den ersten Treffer erklärte er mit einem Steckpass, bei dem sich der Außenverteidiger schlecht positioniert habe, sodass der Gegenspieler durchstarten und abschließen konnte. Beim zweiten Gegentor sei ein Abspielfehler vorausgegangen, danach habe Stronsdorf schnell umgeschaltet und sofort auf 2:0 gestellt. Gerade deshalb war für Stöfer wichtig, dass seine Mannschaft nicht auseinanderfiel. „Wir haben aber an unserem Matchplan festgehalten“, betonte er. Und genau das war aus seiner Sicht der Schlüssel dafür, dass Muckendorf noch vor der Pause wieder zurückkam. In der 18. Minute verkürzte Jan Stärker auf 2:1, nachdem die Gäste laut ihrem Trainer eine gute Umschaltaktion sauber zu Ende gespielt hatten.
Mit dem Treffer von Jan Stärker hatte die Partie aus Sicht der Gäste einen ganz anderen Verlauf genommen. Stöfer sagte, seine Mannschaft habe zwar rund zwanzig Minuten gebraucht, um richtig ins Spiel zu finden, danach aber vieles von dem umgesetzt, was man sich vorgenommen hatte. „Was gut funktioniert hat, war, dass wir das eigentlich umgesetzt haben, was wir uns vorgenommen hatten“, erklärte der Trainer. Dass es zur Pause nur noch 2:1 stand, gab Muckendorf spürbar neuen Halt. Nach dem Seitenwechsel fiel der Ausgleich dann früh: In der 51. Minute köpfte Jakob Lindlgruber nach einer Standardsituation zum 2:2 ein. Stöfer schilderte den Treffer so: „Das 2:2 war nach einem Eckball und einer Flanke, die Jakob Lindlgruber eingeköpft hat.“ Danach blieb die Begegnung offen. Der Muckendorf-Coach sah beide Mannschaften auf Augenhöhe und verwies darauf, dass auch Stronsdorf in der zweiten Hälfte noch „ein, zwei gute Möglichkeiten“ auf das 3:2 hatte. Gleichzeitig meinte er aber auch, dass seine Mannschaft mit besser ausgespielten Aktionen selbst noch hätte in Führung gehen können. Darum fiel sein Urteil am Ende klar aus: „So war es im Endeffekt ein gerechtes Unentschieden.“
Interessant war nach dem Spiel auch, wie Stöfer den Gegner einordnete. Vor allem über die Außen habe Stronsdorf seine Qualitäten gezeigt. „Über die Außen hatten sie schnelle Spieler. So ist auch das 1:0 entstanden“, sagte der Trainer. Darüber hinaus beschrieb er die Gastgeber als „kompakte Mannschaft“ und zugleich als Team, das auch spielerisch etwas mitbringt. Eine umstrittene Szene wollte Stöfer nicht groß machen, sprach sie auf Nachfrage aber dennoch an. Bei einem schnellen Umschalten sei Jan Stärker gefoult worden, dabei hätte es aus Sicht einiger Spieler „auch Rot geben können“. Selbst wollte er das nicht überhöhen und schob nach, er könne die Situation nicht genau beurteilen. Umso deutlicher fiel sein Lob für den Unparteiischen insgesamt aus: „Sonst war das der beste Schiedsrichter dieser Saison. Unaufgeregt, sachlich, fair gepfiffen.“ Und auch das Fazit zum Ergebnis fiel nüchtern aus. „So wie es begonnen hat, bin ich im Nachhinein zufrieden“, sagte Stöfer. Mehr wollte er daraus aber nicht machen. Für ihn bleibt der Auftrag derselbe: „Wir müssen Woche für Woche weiterarbeiten und das einhalten, was vorgegeben wird.“