Spielberichte

„Wir wollten den Sieg einen Tick mehr“ – 2:1 nach viel Präsenz und spätem Zittern

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
SC Laa/Thaya
SV Spillern

In der 1. Klasse Nordwest hat SV Spillern beim SC Laa/Thaya einen 2:1-Auswärtssieg geholt und sich damit gegen eines der stärkeren Teams der Liga durchgesetzt. Trainer Christian Malek führte den Erfolg vor allem auf Präsenz, gewonnene Zweikämpfe und einen klar umgesetzten Matchplan zurück. Spillern hielt Laas Offensive lange gut vom eigenen Tor fern und nutzte seine Umschaltmomente durch Tobias Piringer und Tunahan Can entscheidend aus.

Torwart in türkisem Trikot

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Spillern findet nach starkem Laa-Beginn immer besser hinein

Von Beginn weg entwickelte sich die Partie genau so, wie Malek sie nach dem Schlusspfiff beschrieb: intensiv, schnell und über die gesamten neunzig Minuten auf hohem Niveau. In den ersten zehn bis fünfzehn Minuten versuchte Laa/Thaya laut dem Spillern-Coach, mit schnellem Kombinationsspiel Unruhe zu stiften. „Das ist ihnen zum Glück nicht gelungen“, sagte Malek und betonte zugleich die Qualität des Gegners. Entscheidend sei gewesen, „dass wir ab der ersten Minute hoch präsent waren und ihre Offensive im Zaum gehalten haben“. Nach dieser ersten Phase kippte das Momentum zunehmend zu den Gästen. Spillern kam besser in seine Umschaltmomente, wurde nach vorne aktiver und belohnte sich in der 27. Minute, als Tobias Piringer zum 0:1 traf. Bis zur Pause blieb Spillern laut Malek zumindest ebenbürtig, phasenweise sogar spielbestimmend. Ganz ohne brenzlige Momente ging es aber nicht in die Kabinen, denn kurz vor dem Seitenwechsel rettete der Spillern-Tormann die Führung mit zwei starken Paraden.

Can legt nach, Urbancok macht die Schlussphase noch einmal eng

Auch nach dem Wechsel sah Malek sein Team zunächst weiter im Vorteil. Spillern blieb präsent, kam zu guten Offensivaktionen und drängte auf das zweite Tor, ehe es in der 54. Minute tatsächlich fiel: Tunahan Can stellte auf 0:2 und gab den Gästen damit die verdiente Belohnung für eine Phase, in der sie Laa weiter gut vom Tor fernhielten. Ganz erledigt war die Partie damit aber nicht. Ab etwa der 70. bis 75. Minute musste Laa reagieren, stellte um und drückte höher an. Spillern bekam dadurch Räume, ließ aber laut Malek mehrere gute Möglichkeiten ungenutzt, um die Begegnung früher zu entscheiden. So blieb es offen, auch wenn die Gäste vieles sauber wegverteidigten und mehrere Standardsituationen überstanden. In der 87. Minute verkürzte Dominik Urbancok noch auf 1:2, ehe Spillern den knappen Vorsprung über die restliche Spielzeit brachte.

„Wir waren besser in den Zweikämpfen“

Was für Malek letztlich den Unterschied ausmachte, formulierte der Trainer sehr klar. „Wir wollten den Sieg einen Tick mehr als der Gegner“, sagte er und legte sofort nach: „Wir waren besser in den Zweikämpfen.“ Genau dort habe Spillern den Grundstein gelegt. Malek sprach davon, dass „jeder für den anderen gekämpft“ habe, dass sein Team das hohe Tempo nicht nur mitging, sondern auch in den eigenen Offensivaktionen halten konnte. Dazu kamen aus seiner Sicht viele gewonnene zweite Bälle, starke Kopfballduelle und ein robustes Mittelfeldspiel. „Da waren wir gefühlt bei 90 Prozent die Sieger“, sagte er über diesen Aspekt. Besonders wichtig war für den Spillern-Coach, dass seine Mannschaft die bekannt starke Laa-Offensive weitgehend neutralisierte. „Unsere Umschaltmomente haben wir gut fertig gespielt, zumindest zweimal“, meinte Malek mit Blick auf die beiden Treffer.

Wertvoller Sieg, aber auch ein klarer Auftrag für die nächsten Wochen

Trotz des Erfolgs sah der Trainer auch sofort den Punkt, an dem seine Mannschaft noch zulegen muss. „Verbesserungspotenzial sehe ich in der Chancenverwertung“, sagte Malek und verwies auf „vier, fünf sehr gute Einschussmöglichkeiten“, die Spillern nicht nutzte. Genau deshalb sei die Schlussphase nach dem späten Gegentor noch einmal unnötig spannend geworden. Gleichzeitig fand der Coach deutliche Worte für den Gegner. „Die Umschaltmomente von der Defensive in die Offensive sind bei Laa sehr gut, sehr schnell und sehr dynamisch“, sagte er und sprach von viel Qualität, die im Tempo nur schwer zu verteidigen sei. Umso höher bewertete er den Auftritt seiner Mannschaft an diesem Abend. Für Spillern ist dieses 2:1 daher mehr als nur ein Auswärtssieg: Mit 13 Punkten nach acht Spielen bleibt der SV als Vierter in Schlagdistanz, während Laa/Thaya bei 15 Zählern hält. Maleks Bilanz passte zum Spiel: viel Arbeit, viel Disziplin und am Ende ein knapper, aber verdient erkämpfter Erfolg.

1. Klasse Nordwest: Laa/Thaya : Spillern - 1:2 (0:1)

  • 87
    Dominik Urbancok 1:2
  • 54
    Tunahan Can 0:2
  • 27
    Tobias Piringer 0:1