In der 1. Klasse Nordwest haben sich USV Leitzersdorf und SC Stronsdorf mit 2:2 getrennt. Aus Sicht der Gäste war es kein Auftritt, mit dem Ronald Nadler zufrieden sein konnte. Der Sektionsleiter sprach offen von einem schwachen Tag, sah seine Mannschaft vor allem vor der Pause nicht im Spiel und war am Ende trotzdem erleichtert, dass Filip Kostic mit seinem zweiten Treffer wenigstens noch einen Punkt rettete.

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Schon vor dem Anpfiff war die Ausgangslage für die Stronsdorfer alles andere als ideal. Ronald Nadler verwies nach dem Spiel auf mehrere Ausfälle und machte klar, dass die Gäste ihre Anfangself nicht so auf den Platz bringen konnten, wie sie es sich gewünscht hätten. „Wir haben im Vorfeld gewusst, das uns drei Stammspieler ausfallen“, sagte er und nannte Mark Liskowetz, Stefan Edelbauer und Fabian Petzina. Dadurch musste umgebaut werden, in der zwanzigsten Minute verließ auch noch ein Harun Uzun frühzeitig das Feld. Als Ausrede wollte Nadler das aber nicht gelten lassen. „Es stehen immer elf am Spielfeld.“ Vor allem in den ersten 45 Minuten war Stronsdorf nie richtig im Rhythmus. „Wir haben von der ersten Minute an nicht wirklich ins Spiel gefunden. Die erste Halbzeit war nicht gut“, sagte Nadler. Dass es mit einem 0:0 in die Pause ging, lag aus seiner Sicht vor allem daran, dass beide Mannschaften in dieser Phase kaum zwingend wurden. Viel lief über Ansätze und Halbschancen, richtig klar wurde es auf beiden Seiten nur selten.
Nach der Pause sah Nadler seine Mannschaft zunächst verbessert. „Die ersten zehn Minuten waren ganz gut“, sagte er, und genau in diese Phase fiel auch die Führung. In der 51. Minute brachte Filip Kostic die Gäste mit 1:0 voran. Lange tragen konnte Stronsdorf diesen Vorsprung aber nicht. In der 63. Minute glich Vinicius Leite Teles für Leitzersdorf per Elfmeter zum 1:1 aus. Gerade diese Szene blieb bei Nadler hängen. „Das war ein Elfmeter, der keiner war. Wurde mir auch nach dem Spiel von den Gegnern bestätigt“. Später kippte die Partie sogar noch ganz auf die Seite von Leitzersdorf. Ein langer Ball in den Strafraum führte in der 82. Minute zum 2:1 durch Emir Salihovic. Viel sprach in diesem Moment nicht mehr für Stronsdorf, doch die Antwort kam prompt. Nur zwei Minuten später traf Kostic noch einmal und sorgte mit dem 2:2 für den Endstand. Nadler formulierte es nach dem Spiel mit einem Satz, der viel über den Nachmittag verriet: „Zum Glück hatte Kostic noch eine Idee gehabt.“
Ganz ohne Möglichkeit auf mehr blieb Stronsdorf in der Schlussphase trotzdem nicht. Laut Nadler hatte Kevin Seiter in den letzten zehn Minuten noch zweimal die Chance, auf 3:2 zu stellen. Der Funktionär blieb in seiner Bewertung aber bemerkenswert ehrlich. „Das wäre nicht verdient gewesen“, sagte er, obwohl seine Mannschaft mit einem späten Treffer beinahe sogar noch als Sieger vom Platz gegangen wäre. Überhaupt wollte er den Punkt nicht schönreden. „Es war in Summe das schlechteste Spiel von uns in dieser Saison“, meinte Nadler deutlich. Dass Stronsdorf trotz eines schwachen Nachmittags nicht leer ausging, wertete er dennoch als kleinen positiven Aspekt. „Wir haben trotzdem nicht verloren. Das ist positiv“, sagte er. Dazu kommt die Hoffnung, dass sich die personelle Lage bald wieder entspannt. Einige Ausfälle sollen zurückkehren, andere Spieler sollen nach zuletzt schwierigen Tagen wieder fitter werden. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt ohnehin nicht, denn der Blick geht schon weiter. „Wir machen einen Haken darunter und freuen uns jetzt aufs Derby gegen Laa“, sagte Nadler. Nach einem Auftritt, mit dem in Stronsdorf niemand zufrieden war, ist genau dieses Derby nun die nächste Gelegenheit für eine klarere Antwort.