In der 1. Klasse Nordwest hat sich USV Niederleis im Heimspiel gegen USV Nappersdorf mit 1:0 durchgesetzt. Trainer Markus Wolf sprach nach dem Schlusspfiff von einer vor allem vor der Pause starken Leistung seiner Mannschaft. Im Mittelpunkt stand für ihn nicht nur das Siegtor von David Coker, sondern vor allem der defensive Auftritt: „Zu null spielen war das Wichtigste.“

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Für Wolf war der Auftritt seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit über weite Strecken genau so, wie er sich das vorgestellt hatte. Niederleis sei mit viel Energie, klarer Struktur und hoher Laufbereitschaft ins Spiel gegangen. Vor allem im Pressing und in den Zweikämpfen sah der Trainer seine Elf in dieser Phase klar im Vorteil. Das habe auch dazu geführt, dass Nappersdorf kaum Raum bekam, um überhaupt in die Partie zu finden. Nach 26 Minuten wurde dieser Aufwand belohnt: David Coker verwertete eine gut herausgespielte Aktion zum 1:0 seitlich ins kurze Eck. Für Wolf war das zwar die verdiente Führung, aber noch nicht der Ertrag, den sich seine Mannschaft in dieser Phase eigentlich verdient hatte. „Nur leider hat uns das zweite beziehungsweise dritte Tor gefehlt, um die Partie schon rechtzeitig zu entscheiden“, meinte er mit Blick auf mehrere weitere Möglichkeiten vor der Pause. So ging es trotz klarer Vorteile nur mit einem 1:0 in die Kabinen.
Dass das Spiel nach dem Seitenwechsel nicht mehr so eindeutig verlaufen würde, kam für den Niederleis-Coach nicht überraschend. „Wir haben gewusst, dieses Tempo aus den ersten 45 Minuten schaffen wir nicht über 90 Minuten“, sagte Wolf. Genau so entwickelte sich die Partie dann auch. Nappersdorf kam besser hinein, Niederleis konnte den ganz hohen Druck aus der Anfangsphase nicht mehr permanent aufrechterhalten, und damit wurde die Begegnung ausgeglichener. Wolf sah trotzdem weiter Möglichkeiten für seine Mannschaft, den Deckel auf das Spiel zu machen. Vor allem einige Konterchancen seien nicht sauber genug zu Ende gespielt worden. „Da hätten wir ein paar Konter besser ausspielen sollen“, sagte er. Weil es beim 1:0 blieb, war die Sache bis zum Schluss offen. Der Trainer sprach selbst davon, dass es bei einer so knappen Führung immer gefährlich werden könne, wenn der Gegner in der zweiten Halbzeit zu seinen Momenten kommt. Gerade weil Niederleis das zweite Tor nicht nachlegte, blieb der Druck hoch. Am Ende hielt die Heimelf aber dagegen, verteidigte den Vorsprung über die gesamte Spielzeit und brachte damit einen Sieg über die Linie, den Wolf klar als verdient einstufte.
In seiner Analyse hob Wolf nicht einen einzelnen Spieler heraus, sondern den geschlossenen Auftritt seiner Mannschaft. „Es hat alles funktioniert“, sagte der Niederleis-Trainer und sprach dabei von Energie, Laufbereitschaft, gewonnenen Zweikämpfen und spielerischen Lösungen mit dem Ball. Besonders wichtig war ihm, dass sein Team genau das umsetzte, was vor dem Spiel besprochen worden war. Nappersdorf habe sich trotz der Niederlage als unangenehmer Gegner präsentiert, vor allem als die Gäste nach der Pause besser ins Spiel fanden.
Für Niederleis war dieser Heimsieg nicht nur wegen der drei Punkte wertvoll, sondern auch wegen der Art und Weise. Nach Aussage des Trainers stand das Zu-null-Spiel ganz oben auf der Agenda, und genau dieses Ziel wurde erreicht. Dass es dazu noch gegen einen Gegner gelang, gegen den man laut Wolf schon lange nicht mehr gewonnen hatte, verleiht dem 1:0 zusätzliches Gewicht. Wolf wollte nach dem Schlusspfiff zwar nicht größer werden als nötig, seine Zufriedenheit war aber deutlich herauszuhören. Vor allem die erste Halbzeit habe ihm „richtig gut“ gefallen, sagte er, und genau darin dürfte für die nächsten Wochen der Maßstab liegen. Wenn Niederleis an diese Intensität anknüpft und sich für gute Phasen künftig vielleicht noch früher mit dem zweiten Tor belohnt, kann dieser Abend mehr sein als nur ein knapper Heimsieg.