In der 1. Klasse Nordwest hat USV Nappersdorf am Freitagabend gegen UFC Wildendürnbach klar mit 1:6 verloren. Schon zur Pause lagen die Gäste 3:0 vorne, und Trainer Christoph Rahming sagte danach: „Wir haben von der ersten Minute an keine Zweifel aufkommen lassen, wer dieses Spiel gewinnen wird.“ Vor allem die frühe Führung gab der Partie sofort die Richtung vor, mit dem Auswärtssieg festigte Wildendürnbach auch Platz eins.

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Rahming musste nach diesem Abend nicht lange überlegen, wie sich diese Partie entwickelt hatte, weil Wildendürnbach vom Start weg das Kommando übernahm. Bereits in der 3. Minute brachte Martin Rehola die Gäste in Führung, in der 15. Minute legte er das 2:0 nach und nur drei Minuten später auch noch das 3:0. Damit war schon vor der Pause klar zu sehen, in welche Richtung dieses Spiel laufen würde. Wildendürnbach führte zur Halbzeit mit 3:0 und blieb auch nach dem Seitenwechsel am Drücker. Rehola erhöhte in der 54. Minute auf 4:0, ehe Dimitrije Kostadinovic in der 58. Minute für Nappersdorf auf 1:4 verkürzte. Wirklich eng wurde es aus Sicht der Gäste aber nicht mehr. Manuel Schütz stellte in der 72. Minute auf 5:1, Vojtech Pazdera setzte in der 78. Minute den Schlusspunkt. Rahming brachte das klare Gefühl seiner Mannschaft nach dem zwischenzeitlichen Gegentor auf eine einfache Formel: „Mit dem 5:1 haben wir die Nappersdorfer Hoffnungen im Keim erstickt.“
Der Trainer erklärte den klaren Verlauf vor allem mit der Art, wie seine Mannschaft von Beginn an auftrat. „Wir waren schnell in Front und haben das Match dann gut verwaltet“, sagte Rahming. Für ihn war aber nicht nur die frühe Führung entscheidend, sondern auch die Frage, wo das Spiel überhaupt stattfand. „Wir haben entschieden, in welchen Bereichen wir Fußball spielen wollen“, sagte der Coach und beschrieb damit sehr treffend, warum Nappersdorf über weite Strecken nicht ins eigene Spiel kam. Rahming wusste sehr wohl, dass der Gegner normalerweise ruhig von hinten herausspielt und dort seine Qualitäten hat. Genau das ließ Wildendürnbach diesmal aber nicht zu. „Wir haben gewusst, dass Nappersdorf eine Stärke hat. Sie spielen normalerweise ruhig von hinten raus und haben da echt gute Fußballer. Nur waren wir von der ersten Minute an in ihrer Hälfte und haben sie festgemacht“, meinte er. Seine Gesamtbewertung fiel entsprechend deutlich aus: „Wir haben von vorne bis hinten mehr Qualität, mehr Leidenschaft, mehr Herz und mehr Hirn gehabt.“ Für Rahming war Wildendürnbach damit über die vollen neunzig Minuten die klar dominierende Mannschaft.
Entsprechend schwer fiel es dem Wildendürnbach-Trainer nach dem Schlusspfiff, überhaupt noch nach einem Mangel in der eigenen Leistung zu suchen. „Wenn man 6:1 gewinnt, möchte man nicht nach etwas Besserem suchen. Es war nahezu perfekt“, sagte Rahming. Auch beim Blick auf den Gegner blieb er fair und betonte, dass Nappersdorf durchaus Stärken habe, diese an diesem Abend aber nicht zur Geltung gekommen seien. Positiv fiel aus seiner Sicht auch die Leitung des Unparteiischen aus. „Strittige Szenen gibt es immer. Ohne Linienrichter sind Abseitsentscheidungen in der 1. Klasse natürlich oft strittig, aber im Großen und Ganzen hat er es wirklich gut gemacht“, sagte Rahming. Zum Schluss sprach er noch zwei Punkte an, die ihm wichtig waren: Der jungen Reserve gab er mit auf den Weg, nach solchen Wochen den Kopf nicht hängen zu lassen, weil genau aus solchen Spielen gelernt werde. Und dann richtete er noch einen ausdrücklichen Dank an die Anhänger: „Danke an alle Fans, die jedes Auswärtsspiel gefühlt wie ein Heimspiel machen.“ Mit 19 Punkten aus neun Spielen bleibt Wildendürnbach damit an der Spitze der Tabelle.