Spielberichte

„Ab der 60. Minute hat es gewirkt, als wären wir zufrieden“ – Stronsdorf lässt wieder Punkte liegen

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SC Stronsdorf
SC Laa/Thaya

In der 1. Klasse Nordwest hat sich SC Stronsdorf im Heimspiel gegen SC Laa/Thaya mit einem 1:1 begnügen müssen. Die Gastgeber gingen durch Mark Liskowetz in Führung, kassierten aber noch vor der Pause den Ausgleich durch Petr Kirschner. Sektionsleiter Ronald Nadler sprach danach von einer gerechten Punkteteilung, machte aber auch klar, warum ihn dieses Remis ärgert: fehlende Chancenverwertung und zu wenig letzter Wille in der Schlussphase.

Spieler hilft einem Mitspieler beim Lösen eines Krampfs

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Stronsdorf kommt gut hinein, vergibt aber weitere Chancen

Stronsdorf war nach Nadlers Eindruck sofort im Spiel. „Wir haben uns sehr schnell in die Partie hineingefunden“, sagte der Sektionsleiter, und das zeigte sich für ihn gleich in der Anfangsphase. Schon nach einer Minute ließ Fabian Petzina eine große Möglichkeit liegen. Besser machte es Stronsdorf dann in der 12. Minute, als Petzina über die linke Seite durchkam, den Ball in die Mitte brachte und Mark Liskowetz zum 1:0 vollendete. Die Heimischen hatten damit früh den Ertrag für einen lebhaften Beginn. Ganz ruhig war die Partie damit aber nicht. Nach einem Freistoß der Gäste hatte Stronsdorf Glück, als der Ball an die Latte ging und der mögliche Nachschuss nicht zum Ausgleich führte. Nadler sah seine Mannschaft in der ersten Hälfte trotzdem als „spielbestimmende Mannschaft mit guten Möglichkeiten“, auch wenn Laa immer wieder gefährlich vor das Tor kam.

Der Ausgleich vor der Pause verändert die Richtung

Dass es mit einer Führung in die Kabine ging, gelang den Gastgebern dann nicht. Kurz vor dem Halbzeitpfiff kam Laa noch zum 1:1, und genau dieses Gegentor wurmte Nadler besonders. Er schilderte die Szene sehr deutlich: Über die rechte Seite kam eine Flanke von Dominik Silinger auf die zweite Stange, mehrere Stronsdorfer Spieler verpassten den Ball, und Petr Kirschner stand schließlich richtig, um per Kopf auszugleichen. „Fünf Spieler von uns kommen nicht zum Ball, und Kirschner steht dann goldrichtig“, sagte Nadler sinngemäß. Mit diesem Treffer in der 44. Minute bekam Laa den Ausgleich noch zu einem günstigen Zeitpunkt. Stronsdorf musste nach einer Halbzeit, in der man aus Sicht des Heimklubs mehr vom Spiel hatte, wieder bei null anfangen. Gerade deshalb blieb bei Nadler das Gefühl hängen, dass man sich für die ordentliche erste Hälfte zu wenig mitgenommen hat.

Bis zur Stunde besser, danach zu wenig Zug zum Sieg

Auch nach dem Seitenwechsel sah Nadler seine Mannschaft zunächst im Vorteil. „Nach der Halbzeit waren wir bis zur 60. Minute die bessere Mannschaft“, sagte er. Stronsdorf kam in der ersten Halbzeit zu einzelnen Möglichkeiten, vor allem wieder über Fabian Petzina, der laut Nadler über die Seite „brav gekommen ist“. Nur das entscheidende zweite Tor fiel nicht. Auch Filip Kostic konnte seine Chance nicht nützen. Genau da setzte die Kritik des Sektionsleiters an, denn nach etwa einer Stunde verlor die Partie aus seiner Sicht deutlich an Schärfe. „Danach war es eigentlich bis zum Schluss nur mehr ein Ballgeschiebe“, meinte Nadler. Noch deutlicher wurde er bei der Einordnung: „Es hat sich ab der 60. Minute so angefühlt, als wären wir damit zufrieden gewesen.“ Ganz folgenlos blieb das nicht, denn in der 85. Minute hätte Laa durch Lukas Grandits sogar noch auf 2:1 stellen können. Deshalb sagte Nadler am Ende auch offen, dass man „froh sein muss, dass man noch unentschieden spielt“.

Fünf Remis in neun Spielen und ein klarer Auftrag für die nächsten Wochen

So blieb bei Stronsdorf trotz eines insgesamt gerechten 1:1 vor allem Enttäuschung zurück. „Unentschieden geht in Ordnung, aber es ist trotzdem enttäuschend, weil wir wieder nicht die Tore machen“, sagte Nadler. Für ihn zieht sich ein Thema schon länger durch: Stronsdorf kommt immer wieder über die Flügel in gute Räume, bringt den Ball aber zu selten sauber in den Strafraum. „Wir haben jedes Spiel sechs, sieben Möglichkeiten, dass wir über die Seite kommen. Aber statt den Ball in die Mitte zu bringen, suchen wir über die Seiten immer den Abschluss“, erklärte er. Dazu kam für ihn auch noch die Frage nach der Entschlossenheit in der Schlussphase. Gerade weil der Gegner personell geschwächt angetreten war, hätte er sich mehr Nachdruck gewünscht. Trotzdem verteilte Nadler auch Anerkennung an Laa: „Dafür, dass sie wirklich sehr dezimiert gespielt haben, muss man ihnen ein Kompliment machen.“ Für Stronsdorf wiegt die Punkteteilung auch tabellarisch nicht leicht, weil man nun schon bei fünf Unentschieden aus neun Spielen hält. „Von den fünf Unentschieden können wir uns nichts kaufen“, sagte Nadler. Der Blick geht deshalb sofort weiter: Nächste Woche wartet auswärts in Niederleis ein hartes Spiel, „und das werden wir annehmen“.

1. Klasse Nordwest: Stronsdorf : Laa/Thaya - 1:1 (1:1)

  • 44
    Petr Kirschner 1:1
  • 12
    Mark Liskowetz 1:0