In der 1. Klasse Nordwest hat SV Leobendorf II dem SV Unterstinkenbrunn am Sonntag mit 9:0 keine Chance gelassen. Nach einer 6:0-Pausenführung war die Partie früh entschieden, weil die Gastgeber von Beginn an das aktivere Team waren und den Ton angaben. Sektionsleiter-Stellvertreter Lukas Weber brachte den Auftritt seiner Mannschaft danach knapp auf den Punkt: "Wir wollten von der ersten Minute an den Sieg unbedingt."

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Schon nach 17 Minuten brachte David Sorin Topea die Gastgeber in Führung, und für Weber war damit früh zu sehen, in welche Richtung der Nachmittag gehen würde. "Mit der frühen Führung im Rücken wurde das dann auch zu einem sehr souveränen Heimsieg", sagte er nach dem Schlusspfiff. Noch vor der Pause zog Leobendorf dann entscheidend davon, weil Tobias Frühwirth in der 20., 25. und 27. Minute gleich dreimal traf und damit schon sehr früh klare Verhältnisse schuf. Deniz Karadas erhöhte in der 35. Minute auf 5:0, kurz vor dem Seitenwechsel stellte Phillip Jaksic auf 6:0. Dass es mit diesem Spielstand in die Kabinen ging, passte exakt zur Einordnung von Weber: "Es war von der ersten Minute an sehr souverän."
Am Spielbild änderte sich nach dem Seitenwechsel nichts mehr. Die Leobendorfer blieben am Drücker und legten rasch weitere Treffer nach. Luca Marschler stellte in der 50. Minute auf 7:0, nur vier Minuten später erhöhte Nouel Tobdzic bereits auf 8:0. Den Schlusspunkt setzte Aimen Ghribi in der 86. Minute zum 9:0-Endstand. Weber sprach deshalb von einem "ungefährdeten Sieg" und meinte auch, dass noch mehr möglich gewesen wäre. "Es waren sehr viele schöne Aktionen. Es hat auch noch weitere Aktionen gegeben, die zu Toren führen hätten können, aber mit dem 9:0 sind wir natürlich sehr zufrieden", sagte er.
In seiner Analyse hob Weber weniger einzelne Spieler hervor als die Haltung seiner Mannschaft über die gesamten 90 Minuten. "Die Jungen geben ordentlich Gas, das hat man gemerkt", sagte er und verwies damit auf den Zug zum Tor, der sich durch das ganze Spiel zog. Für ihn lag der entscheidende Unterschied vor allem im Willen, das Ergebnis konsequent weiter auszubauen. "Vor allem der Wille, die Tore zu machen und dann natürlich den Sieg einzufahren, war heute ausschlaggebend", erklärte Weber. Dazu kam aus seiner Sicht die Qualität, die sich "am Ende durchgesetzt" habe. Ebenso deutlich fiel seine Einschätzung zum Gegner aus: Unterstinkenbrunn habe es schwer gehabt, "weil unsere Mannschaft ihm einfach keine Chance gelassen hat". Mit dem klaren Heimsieg hält Leobendorf nach neun Runden bei 20 Punkten und bleibt Tabellenführer. Weber schaut deshalb auch ohne Umschweife nach vorne: Die Mannschaft wolle "motiviert in die nächsten Spiele gehen".