In der 1. Klasse Nordwest hat sich SC Laa/Thaya im Heimspiel gegen USC Muckendorf/Zeiselmauer mit einem 2:2 begnügen müssen. Trainer Alen Orman sah dabei vor allem ein bekanntes Problem: Seine Mannschaft hatte phasenweise mehr vom Spiel, brachte sich aber durch Fehlpässe und schlechte Entscheidungen immer wieder selbst in Bedrängnis. Nach dem 1:2 zur Pause rettete Patrick Piswanger den Gastgebern immerhin noch einen Punkt.

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Der Abend begann aus Sicht von Laa eigentlich ordentlich. Orman sagte, seine Mannschaft habe "gut angefangen" und zunächst auch mehr Ballbesitz gehabt. Trotzdem bekam Laa die Partie in der ersten Hälfte nie wirklich in ruhige Bahnen, weil immer wieder einfache Fehler dazwischenkamen. "Wir bringen uns immer wieder in Gefahr durch schlechte Entscheidungen und Fehlpässe", sagte der Trainer. So fiel in der 15. Minute das 0:1 durch Adin Muratovic. Dass Laa nur eine Minute später durch ein Eigentor von Roman Idinger zum 1:1 kam, war zwar eine schnelle Antwort, änderte am grundsätzlichen Eindruck des Trainers aber noch wenig. "In der ersten Halbzeit hatte der Gegner etwas mehr Chancen", ordnete Orman ein.
Auch nach dem schnellen Ausgleich blieb die Partie aus Sicht der Gastgeber widersprüchlich. Laa zeigte, dass die Mannschaft auf einen Rückstand reagieren kann, schenkte dem Gegner aber weiter Situationen, die man eigentlich vermeiden wollte. In der 31. Minute gingen die Gäste durch Jan Stärker erneut in Führung, und genau dieses Tor stand für Orman sinnbildlich für den bisherigen Verlauf. "Das zweite Tor haben wir uns auch selber geschossen", sagte er deutlich und machte damit klar, wie sehr ihn die Entstehung des Treffers ärgerte. Mit dem 1:2 ging es in die Pause, obwohl der Trainer nicht den Eindruck hatte, dass Muckendorf Laa dauerhaft unter Druck gesetzt hätte. Für ihn war vielmehr entscheidend, dass seine Mannschaft den Gegner mit den eigenen Fehlern stark machte.
Im zweiten Durchgang sah Orman dann ein anderes Spiel. "Näher am Sieg waren dann wir in der zweiten Halbzeit. Wir hatten mehr vom Spiel, der Gegner hat dann nur verteidigt", sagte der Trainer. Laa spielte nach seinen Worten immer wieder auf das gegnerische Tor, suchte den Ausgleich und blieb über weite Strecken das aktivere Team. Belohnt wurde dieser Aufwand schließlich in der 82. Minute, als Patrick Piswanger das 2:2 erzielte. Gerade dieser Treffer passte zu dem, was Orman seiner Mannschaft zumindest zugutehielt: Sie kam nach dem neuerlichen Rückstand noch einmal zurück und ließ sich nicht hängen. Schon auf das 0:1 hatte Laa schnell reagiert, und auch später fand die Mannschaft noch eine Antwort. Für den Trainer war deshalb klar, dass seine Elf dem dritten Tor näher war als die Gäste.
Gerade deshalb fiel die Analyse nach dem Schlusspfiff trotzdem kritisch aus. Orman sprach nicht von einem besonders starken Gegner, sondern von einem Spiel, in dem sich Laa die Probleme wieder selbst geschaffen habe. "Der Gegner war nicht so stark. Wir haben den Gegner selber stark gemacht", sagte er. Was seiner Mannschaft derzeit fehlt, beschrieb er ebenso klar: der letzte Pass, mehr Genauigkeit im Abschluss und vor allem mehr Sicherheit in den Aktionen. "Man sieht, dass die Unsicherheit da ist", meinte Orman. Oft sei eine gute Aktion dabei, doch dann werde das Tor verfehlt, daneben geschossen oder eine Szene schlecht ausgespielt. Strittige Situationen gab es für ihn keine, den Schiedsrichter bezeichnete er als "in Ordnung". Unterm Strich bleibt für Laa damit ein Punkt, aber auch die klare Erkenntnis, dass die eigenen Fehler endlich weniger werden müssen, wenn aus ordentlichen Phasen wieder Siege werden sollen.