In der 1. Klasse Nordwest hat der SV Göllersdorf gegen UFC Gaubitsch ein 3:3 aus der Hand gegeben. Nach einer 3:1-Führung war der Ärger bei den Gastgebern entsprechend groß. Sektionsleiter Christoph Riederer machte nach dem Schlusspfiff vor allem eigene Fehler und zwei vermeidbare Elfmeter als Grund dafür aus, dass am Ende nur ein Punkt blieb.

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Für Göllersdorf begann die Partie genau so, wie man es sich auf eigener Anlage wünscht. Schon in der 3. Minute brachte Mika Enzi die Gastgeber mit 1:0 in Führung, und Riederer sprach danach von einem „Blitzstart“. Mehr noch: „Wir hätten in den ersten zehn Minuten sogar das 2:0 machen können, vielleicht sogar müssen“, sagte der Sektionsleiter. Statt eines noch klareren Vorsprungs kam aber der erste Rückschlag. Ein individueller Fehler brachte Gaubitsch zurück in die Partie, David Ledecky stellte in der 13. Minute auf 1:1. Dass Göllersdorf daran nicht zerbrach, passte wiederum zur starken Anfangsphase, denn nur wenig später sorgte Ihor Balukh mit dem 2:1 in der 14. Minute für die unmittelbare Antwort. Für Riederer war damit auch klar, dass sein Team trotz des Ausgleichs den richtigen Weg beibehalten hatte und die Partie bis zur Pause gut weiterführte.
Auch nach dem Seitenwechsel schien vieles weiter in Richtung Heimsieg zu laufen. Tobias Eder erhöhte in der 55. Minute auf 3:1, und genau bis zu diesem Zeitpunkt habe laut Riederer „grundsätzlich sehr viel“ funktioniert. Umso größer war danach der Ärger, weil Göllersdorf die Partie aus seiner Sicht nicht mehr aus der Hand geben durfte. „Mit der 3:1-Führung dürfen wir nicht zwei Minuten später ein Elfmetergeschenk vergeben“, sagte er deutlich. Ledecky verkürzte in der 57. Minute auf 3:2, und aus einem Spiel, das bereits klar in Richtung Göllersdorf ging, wurde plötzlich wieder eine enge Angelegenheit. Riederer sprach insgesamt von zwei vermeidbaren Elfmetern, die beide korrekt gepfiffen worden seien, deren Entstehung aber „total unnötig“ gewesen sei. In der 80. Minute war es erneut Ledecky, der mit seinem dritten Treffer den 3:3-Endstand herstellte und damit die Aufholjagd der Gäste vollendete.
Der Frust der Gastgeber richtete sich nach dem Schlusspfiff deshalb weniger gegen äußere Umstände als gegen das eigene Verhalten. „Leider haben wir uns an dem Tag selbst geschlagen“, meinte Riederer, der seiner Mannschaft vor allem fehlende Konzentration in den entscheidenden Phasen ankreidete. Seine Einschätzung war dabei sehr klar: „Wenn wir konzentriert weiterspielen, gewinnst du gegen diesen Gegner vielleicht sogar 4:1 oder 5:1.“ Gleichzeitig wollte er den Endstand aber auch nicht völlig verdrehen. Weil Gaubitsch nach dem Rückstand noch zwei Tore aufholte, nannte er das 3:3 „ein gerechtes Ergebnis, wenn man’s so nennen will“, schob aber ebenso klar nach, dass Göllersdorf dem Sieg natürlich näher hätte sein müssen. Auch an der Leitung des Spiels gab es von ihm nichts auszusetzen. Der Schiedsrichter sei „in Ordnung“ gewesen, beide Elfmeter seien korrekt entschieden worden. So bleibt für den SV nach zehn Runden mit 15 Punkten vor allem ein Heimspiel, in dem viel für einen Sieg sprach, am Ende aber nur ein bitteres Unentschieden blieb.