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"Es tut weh, dass wir nicht drei Punkte geholt haben" – Niederleis holt nach 0:2 noch ein 2:2

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USV Niederleis
SC Stronsdorf

In der 1. Klasse Nordwest hat der USV Niederleis gegen den SC Stronsdorf nach einem 0:2 noch ein 2:2 geholt. Für Trainer Markus Wolf blieb danach ein zwiespältiges Gefühl zurück: Der späte Ausgleich brachte zwar noch einen Punkt, doch aus seiner Sicht hatte seine Mannschaft über weite Strecken genug Möglichkeiten, um dieses Heimspiel schon früher in die richtige Richtung zu drehen.

Torwart in grüner Dress beim Abstoß

Image by Phillip Kofler from Pixabay

Zur Pause hinten, obwohl mehr drin war

Der Ärger des Niederleis-Trainers setzte vor allem bei der ersten Halbzeit an. Zwar ging Stronsdorf schon in der 14. Minute durch Stefan Edelbauer in Führung und nahm das 0:1 auch mit in die Pause, doch Wolf wollte den Rückstand nicht einfach als logische Folge des Spielverlaufs stehen lassen. "Das Unentschieden ist mit unserer Leistung hochverdient", sagte er nach dem Spiel und verwies vor allem auf die ungenutzten Möglichkeiten seiner Mannschaft. "Wir haben in der ersten Halbzeit verabsäumt, unsere Chancen in Tore umzumünzen", hielt Wolf fest. Dazu kam aus seiner Sicht, dass Niederleis in einigen Umschaltmomenten zu passiv blieb und beim Anlaufen nicht konsequent genug war. Gerade das ärgerte ihn, weil der Matchplan eigentlich vorgesehen hatte, Stronsdorf früh unter Druck zu setzen und zu Fehlern zu zwingen.

Nach dem 0:2 stellte Niederleis alles auf Risiko

Auch nach der Pause blieb es nach Wolfs Einschätzung lange eine harte, aber gute und faire Partie, in der sich beide Mannschaften nicht laufend klare Abschlüsse erspielten. Dann traf Stronsdorf in der 75. Minute durch Fabian Petzina zum 0:2 und brachte die Gastgeber in eine Lage, in der das Spiel schon fast verloren schien. In der zweiten Hälfte zogen sich die Gäste mit der Führung im Rücken laut Wolf weit zurück. Niederleis reagierte darauf mit einer klaren Entscheidung von der Bank. "Wir haben dann komplett umgestellt, hinten die Viererkette aufgelöst und einen zusätzlichen offensiven Spieler nach vorne gegeben. Es war Powerplay, alles oder nichts", beschrieb der Trainer die Schlussphase. Für ihn war genau das der Moment, in dem seine Mannschaft noch einmal alles in die Waagschale warf und sich gegen die drohende Niederlage stemmte.

Lörinczi und Bayer retten den Punkt, der Trainer bleibt trotzdem hin- und hergerissen

Dass Niederleis am Ende überhaupt noch etwas mitnahm, lag an einer Schlussphase, die Wolf vor allem als Beweis für die Mentalität seiner Mannschaft sah. In der 84. Minute setzte sich Frantisek Lörinczi durch und verkürzte auf 1:2. Tief in der Nachspielzeit blieb er bei einer weiteren Aktion dran, hielt den Ball noch im Spiel und leitete damit jene Szene ein, an deren Ende Mathias Bayer zum 2:2 traf. "Ich bin stolz auf die Mannschaft, was sie bis zum Abpfiff geleistet hat. Das ist nicht selbstverständlich", sagte Wolf. Gleichzeitig blieb sein Urteil über die gesamten 90 Minuten eindeutig. "Wir waren dem Sieg näher als der Gegner", meinte der Niederleis-Coach, der Stronsdorf zugleich als "coolen Gegner" bezeichnete und von einem Spiel sprach, das "wie immer gegen Stronsdorf" ein richtiger Fight gewesen sei. "Stronsdorf ist ebenso wie wir ein Charakter-Verein, mit super Leute dort und das mag ich,“ so der Trainer. So blieb unter dem Strich ein Punkt, mit dem Niederleis weiterleben muss, auch wenn Wolf offen sagte: "Es tut mir trotzdem weh, dass wir da nicht drei Punkte geholt haben."

1. Klasse Nordwest: Niederleis : Stronsdorf - 2:2 (0:1)

  • 91
    Mathias Bayer 2:2
  • 84
    Frantisek Lörinczi 1:2
  • 75
    Fabian Petzina 0:2
  • 14
    Stefan Edelbauer 0:1