In der 1. Klasse Nordwest hat SV Göllersdorf am Freitagabend mit 2:0 bei SV Leobendorf II gewonnen und dem Tabellenführer auswärts die Null abgerungen. Entscheidend war aus Sicht von Sektionsleiter Christoph Riederer der Doppelschlag kurz vor der Pause. Danach, so seine Einordnung, war die Partie trotz der Offensivstärke der Gastgeber „nie wieder wirklich in Gefahr“.

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Der Spielbeginn gehörte nach der Schilderung von Christoph Riederer klar den Gastgebern. „Leobendorf war die erwartet starke Heimmannschaft. Der Spielbeginn war balltechnisch und spielerisch klar bei den Leobendorfern“, sagte der Göllersdorfer Sektionsleiter. Seine Mannschaft musste in dieser Phase viel arbeiten und fand vorerst nur über einzelne Vorstöße Entlastung. „Wir konnten unsere Nadelstiche setzen und immer wieder für den einen oder anderen Entlastungsangriff sorgen, aber ohne zwingende Torchance“, erklärte Riederer. Genau aus dieser Rolle heraus kam dann aber jene Phase, die das Spiel entschied. In der 36. Minute verwertete Christian Steindl einen scharfen Ball von Mika Enzi von der rechten Seite zum 0:1. Nur zwei Minuten später legten die Gäste nach: Diesmal kam der Ball über links zur Mitte, Rudolf Neunteufl spielte gefährlich hinein und Tobias Eder traf in der 38. Minute zum 0:2 in die lange Ecke. Aus einer Partie, in der Leobendorf zunächst mehr vom Spiel gehabt hatte, wurde binnen zwei Minuten ein Abend ganz nach dem Geschmack der Göllersdorfer.
Für Riederer lag genau in dieser Phase auch der Knackpunkt der Begegnung. „Sicher die Entlastungsangriffe zwischen Minute 30 und Minute 40, die durch die zwei Auswärtstore belohnt wurden“, sagte er. Mit dem 0:2 änderte sich das Spiel ganz einfach: Göllersdorf konnte das Spiel viel mehr auf seine Seite ziehen, ohne die Ordnung zu verlieren. „Ab dem Zeitpunkt war das Spiel nie wieder wirklich in Gefahr“, meinte Riederer, schob aber sofort nach, dass man die Qualitäten des Gegners trotzdem nie aus den Augen verlieren durfte. „Wohlwissend, dass Leobendorf jederzeit aufgrund der enormen Offensivstärke zurückschlagen kann.“ Umso höher bewertete er die Defensivleistung seines Teams. „Wir haben hier gegen den Tabellenführer gespielt, haben hier die Null gehalten. Ich kann meiner Mannschaft nur ein Lob aussprechen, angefangen vom Torhüter Fabio Baumgartner über die ganze Defensivabteilung.“ Dabei machte Riederer klar, dass für ihn nicht nur die letzte Linie ausschlaggebend war. „Die Verteidigung beginnt in der Offensive. Die ganze Mannschaft war hinten wirklich sehr aufmerksam, kompakt und defensiv heute auf Topniveau.“
Ganz ohne Arbeit blieb Göllersdorf nach dem Seitenwechsel laut Riederer freilich nicht, doch die Gäste hatten das Spiel nun so weit im Griff, dass sie sogar noch auf einen höheren Sieg hoffen durften. „Im Fortgang des Spiels konnte man immer wieder Torchancen auf ein 0:3 oder 0:4 herausspielen“, sagte er. Dass es am Ende beim 2:0 blieb, lag für ihn vor allem am gegnerischen Schlussmann. „Der gegnerische Torhüter Tobias Weichselberger hatte einen sensationell guten Tag und konnte alle Angriffe der Göllersdorfer zunichtemachen.“ Auch für den Gegner fand Riederer trotz der Niederlage klare und faire Worte. „Der Gegner war, wie jede Woche, sehr stark, hat nach dem Doppelschlag aber kein wirkliches Konzept gehabt, uns heute im Auswärtsspiel zu schlagen.“ Ebenso positiv fiel sein Urteil über den Unparteiischen aus: „Der Schiedsrichter war top. Ein unauffälliger Schiedsrichter, der eine klasse Leistung an den Tag legte.“ Für Göllersdorf ist dieser Auswärtssieg jedenfalls ein starkes Zeichen. Nach elf Runden stehen die Gäste mit 18 Punkten auf Rang drei, während Leobendorf II trotz der ersten Heimniederlage in dieser Partie Tabellenführer bleibt.