Spielberichte

"Der Zwei-Tore-Vorsprung war extrem wichtig" – Spillern fährt endlich den ersten Heimsieg ein

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SV Spillern
Unterstinkenbrunn

Im Duell der 1. Klasse Nordwest hat sich SV Spillern daheim gegen SV Unterstinkenbrunn mit 3:2 durchgesetzt und damit den ersten Heimsieg der Saison eingefahren. Christian Malek sah eine flotte Partie mit viel Tempo und Chancen auf beiden Seiten. Für den Trainer war vor allem eines entscheidend: "Der Zwei-Tore-Vorsprung war extrem wichtig", weil Spillern sich trotz später Spannung am Ende behauptete.

Weiß-Roter Fußball auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Doppelschlag bringt Spillern auf Kurs

Das Spiel nahm sofort Tempo auf, genauso schilderte es Malek auch nach dem Schlusspfiff. "Das Spiel war sehr flott. Beide Mannschaften wollten Punkte mitnehmen", sagte der Trainer. Spillern erwischte dabei den deutlich besseren Beginn und stellte früh die Weichen. In der 15. Minute brachte Mahir Selimovic die Gastgeber nach einem Freistoß von der Seite mit 1:0 in Führung, nur zwei Minuten später legte Adin Salihovic das 2:0 nach. Malek sprach von einem Doppelschlag, mit dem seine Mannschaft "eigentlich zufrieden" gewesen sei. Ganz ruhig wurde die Partie aber nicht, denn in der 23. Minute verkürzte Drilon Bajrami für Unterstinkenbrunn auf 2:1. Vor dem Anschlusstreffer sah Malek eine "strittige Elfmetersituation", betonte aber ausdrücklich: "Das ist kein Vorwurf an den Schiedsrichter. Wir hätten die Situation vorher besser verteidigen können."

Viele Möglichkeiten, aber lange keine Entscheidung

Auch nach dem starken Beginn blieb die Partie offen, weil Spillern nach Ansicht seines Trainers zwar immer wieder zu Möglichkeiten kam, den Vorsprung aber nicht ausbauen konnte. "Wir hatten von Anfang bis Ende immer wieder Tormöglichkeiten", sagte Malek und erinnerte an ein klares Chancenplus seines Teams. Gerade deshalb blieb das Spiel lange eng. Mit dem 2:1 zur Pause war Unterstinkenbrunn weiter dran, und Malek wusste, wie schnell ein knapper Vorsprung kippen kann. Erst in der 69. Minute verschaffte Tunahan Can den Gastgebern wieder mehr Luft und stellte auf 3:1. Genau dieser Zwischenstand war für den Spillern-Coach der entscheidende Punkt: "Der Zwei-Tore-Vorsprung war extrem wichtig." Malek verwies darauf, dass seine Mannschaft danach sogar noch Chancen auf das vierte Tor hatte, diese aber nicht nutzen konnte.

Späte Spannung, aber der erste Heimsieg bleibt in Spillern

Als es in der Schlussphase noch einmal eng wurde, zeigte sich, warum Malek den dritten Treffer so hoch einordnete. David Nezveda verkürzte in der 82. Minute auf 3:2, und plötzlich war aus einem beinahe beruhigenden Abend wieder eine enge Geschichte geworden. Der Trainer sprach davon, dass man sich den zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Vorsprung durch "einen Eigenfehler" noch einmal habe wegnehmen lassen. Trotzdem brachte Spillern den Sieg ins Ziel. Malek hatte nicht den Eindruck, dass seine Mannschaft in der Schlussphase völlig den Faden verlor. "Danach gab es kaum mehr Tormöglichkeiten für den Gegner, wir hatten sogar noch die eine oder andere Topchance", sagte er. Dass die Gastgeber trotz aller Hektik das 3:2 über die Zeit brachten, passte daher zu seiner Gesamteinschätzung, dass sein Team über den Abend gesehen die besseren Möglichkeiten hatte.

Malek lobt den Willen und verschweigt die Fehler nicht

Im Mittelpunkt der Analyse stand für Malek weniger das Spielerische als die Haltung seiner Mannschaft. "Der Siegeswille war da, der war präsent", sagte er, und genau darin sah er den größten Pluspunkt. Selbst in Phasen, in denen es mit dem Ball nicht sauber genug lief, habe seine Elf unbedingt gewinnen wollen. Gleichzeitig verschwieg er die Schwächen nicht. Vor allem Abspielfehler hätten Spillern immer wieder aus dem Rhythmus gebracht und dem Gegner gefährliche Umschaltmomente eröffnet. Auch deshalb zollte der Trainer Unterstinkenbrunn Respekt: "Man hat nicht wirklich gesehen, dass das eine Mannschaft von den Abstiegsplätzen ist." Umso wichtiger war für ihn der Ertrag des Abends. Mit dem 3:2 feierte Spillern endlich den ersten Heimsieg der Saison und steht nach elf Runden in der 1. Klasse Nordwest bei 18 Punkten weiter im oberen Bereich der Tabelle.

1. Klasse Nordwest: Spillern : Unterstinkenbrunn - 3:2 (2:1)

  • 82
    David Nezveda 3:2
  • 69
    Tunahan Can 3:1
  • 23
    Drilon Bajrami 2:1
  • 17
    Adin Salihovic 2:0
  • 15
    Mahir Selimovic 1:0