Am Freitag Abend startete die fünfte Runde in der 1. Klasse Nordwest unter anderem mit der Begegnung 1. FC Bisamberg gegen SV Unterstinkenbrunn. Die Gäste galten als Außenseiter, spielten aber in der ersten Halbzeit mehr als gut mit den Bisambergern mit. In der zweiten Halbzeit kamen die Hausherren aber so richtig in Fahrt und schickten den SV Unterstinkenbrunn schließlich mit 8:1 nach Hause.
120 Zuseher waren am Bisamberger Sportplatz gekommen um die heutige Partie mitzuverfolgen, und nach dem Spiel haben sie diesen Besuch sicherlich nicht bereut, denn es gab vor allem eines zu sehen: viele Tore. Das Spiel begann ausgeglichen, die gebeutelten Unterstinkenbrunner spielten mit dem favorisierten Gastgeber gut mit und kamen auch zu ihren Chancen, um in Führung zu gehen. Der ersten Treffer des Spiels ging dann aber auf das Konto des 1. FC Bisamberg, denn nach einer halben Stunde traf Milan Milovanovic zur 1:0-Führung. Kurz darauf entschied der Schiedsrichter Gerhard Daubeck auf Elfmeter für die Gäste, den der Unterstinkenbrunner Daniel Fischer zum Ausgleich verwerten konnte. „Der Ausgleich der Gäste war absolut verdient, sie waren der Führung dann näher als wir“, erzählt Franz Holzer, Sektionsleiter des 1. FC Bisamberg. Die Gäste aus Unterstinkenbrunn setzten also nach und hatten auch Chancen, jedoch wollte kein weiterer Treffer gelingen. Und wenn man in einer Krise steckt und es einfach nicht so läuft wie es soll, dann kommt meist auch noch Pech hinzu, und genau das passierte dem SV Unterstinkenbrunn. Denn obwohl sie in der ersten Halbzeit eigentlich die bessere Mannschaft waren stellte Alexander Holzer in der 44. Minute auf auf 2:1 für den 1. FC Bisamberg. Eine für den SV Unterstinkenbrunn bittere erste Halbzeit ging damit zu Ende.
In der Halbzeitpause stellte Trainer Mag. Johannes Anglmayer vom 1. FC Bisamberg das System seiner Mannschaft um, man spielte nun mit einem 4-1-4-1-System und wollte somit das Spiel an sich reißen – und es gelang auch. „In der zweiten Halbzeit hatte unser Trainer das System umgestellt und danach hatten wir ein Übergewicht im Mittelfeld und konnten so einige Chancen herausspielen, welche wir auch verwerteten“, analysiert Franz Holzer. Und die Hausherren verwerteten ihre Chancen hervorragend, die Tore fielen nun am laufenden Band. In der 52. Minute stellte Milovanovic auf 3:1, drei Minuten später erhöhte Aldin Curevac auf 4:1. „Ab dem 4:1 war der SV Unterstinkenbrunn gebrochen“, so Holzer. In der 58. Minute war abermals Milovanovic zur Stelle und traf zum 5:1, in Minute 66 erhöhte er mit seinem fünften Saisontreffer gar auf 6:1. Aber auch der andere Bisamberg-Stürmer, Michael Arthold, hatte in diesem Spiel noch seinen großen Auftritt. In der 83. und 86. Minute traf er zweimal in den Kasten völlig aufgelöster Unterstinkenbrunner und stellte somit den Endstand von 8:1 her. „Das Ergebnis ist zu hoch, in der zweiten Halbzeit war jeder Schuss von uns ein Treffer, da hatten wir auch Glück. Der SV Unterstinkenbrunn ist bei Weitem nicht so schlecht wie das Ergebnis vermuten lassen könnte, das hat man in der ersten Halbzeit gut gesehen“, erzählt uns Sektionsleiter Holzer nach dem Spiel. Eine ganz bittere Niederlage für den SV Unterstinkenbrunn, die damit weiterhin am letzten Tabellenplatz bleiben. Bisamberg hält nun bei sieben Punkten und rückt näher an das obere Drittel der Tabelle heran.
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