In der 1. Klasse Ost steht Peter Christler mit dem SV Zwölfaxing vor einer herausfordernden Rückrunde. Nach einer Hinserie mit nur acht Punkten und zuletzt wechselhaften Ergebnissen – Niederlagen gegen ASK Eichkogel, Sportfreunde Berg, ASC Götzendorf und Kaltenleutgeben, unterbrochen vom wichtigen Sieg beim FSV Velm – blickt Christler dennoch zuversichtlich nach vorne. Der sportliche Leiter betont die positive Entwicklung im Verein, die gestiegene Trainingsmoral und die wiedergewonnene Breite im Kader. Nach einer komplizierten Herbstsaison soll der neu formierte Kader mit Rückkehrern und jungen Neuzugängen und dem neuen Trainer Kurt Baumann, in der zweiten Saisonhälfte endlich zeigen, welches Potenzial in der Mannschaft steckt.

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Die vergangenen Partien verliefen für den SV Zwölfaxing wechselhaft. Nach mehreren Rückschlägen gelang der ersehnte Befreiungsschlag beim FSV Velm. Christler hebt hervor, dass der Teamgeist auch in dieser Phase intakt blieb: „Der Zusammenhalt war trotz vieler Ausfälle groß, und der Verein sowie die Mannschaft haben zusammengehalten.“
Trotz des Tabellenrangs im unteren Drittel will der sportliche Leiter die Entwicklung positiv sehen. Rückschläge hätten gezeigt, dass sich das Team intern stabilisiert habe, obwohl die personelle Situation angespannt war. Die Rückkehr verletzter Spieler und frische Impulse von neuen Kräften wecken nun Hoffnung auf eine Trendwende.
Die Winterpause brachte gezielte Anpassungen im Kader. Zwölfaxing holte unter anderem mit Ali Reza Hossaini von Himberg einen jungen Verteidiger, mit Tomilav Akrap von Dinamo Helfort Verstärkung für das Mittelfeldzentrum, mit mit Daut Gecaj von Blindenmarkt Tempo über die Außenbahnen und mit Kurt Baumann einen erfahrenen Mann an der Seitenlinie, der bei seinen vorherigen Stationen jedes Team entwickeln konnte – Maßnahmen, die die Breite erhöhen und den Konkurrenzkampf ankurbeln sollen.
Im Gegenzug verließ Mario Senegacnik den Verein, nachdem er zuvor bereits keine Spiele mehr absolviert hatte. Christler sieht in den Veränderungen wertvolle Impulse: „Wir konnten die Kaderbreite verbessern. Der größere Konkurrenzkampf hebt die Qualität im Training.“ Zusätzlich geben Rückkehrer wie Werner Hinterkerner, Robert Weichselbaum und Marcel Illner Stabilität. Alle drei arbeiten nach längeren Verletzungspausen wieder mit der Mannschaft oder im individuellen Aufbau und sollen in den kommenden Wochen voll einsteigen.
Christler betont, dass besonders die Routiniers den Teamgeist über die Wintermonate getragen haben. Spieler wie Mustafa Shamandi, Ahmed Shamandi, Daniel Brunnhofer, Hubert Kern und Werner Hinterkerner hielten die Gruppe mit freiwilligen Halleneinheiten zusammen. „Das war sehr wichtig“, so der Trainer, „die routinierten Spieler haben das Team beisammengehalten.“ Seit Jahresbeginn ist zudem ein spürbarer Ruck durch den Kader gegangen: Die Trainingsbeteiligung ist hoch, die Intensität stimmt, und der interne Wettbewerb treibt jeden an.
Auch im Vereinsumfeld hat sich einiges getan: Nach Rücktritten im Vorstand wurden jüngere Mitglieder eingebunden. Dieser Mix aus Erfahrung und frischem Wind soll helfen, das vorhandene Potenzial endlich konstant auf den Platz zu bringen. Christler bleibt optimistisch: „Wir haben kein schlechtes Team. Jetzt hoffen wir zu zeigen, dass die Mannschaft mehr kann, als es die Punkteausbeute bisher vermuten lässt.“
Mit Blick auf die Konkurrenz äußert sich Christler respektvoll: Teams wie der SC Wolfsthal oder der ASC Götzendorf hätten ihn zuletzt besonders beeindruckt – sei es durch individuelle Qualität oder konsequenten Einsatz. Dennoch sieht Zwölfaxings sportlicher Leiter sein Team nicht chancenlos. Entscheidend sei, Konstanz zu finden und die Rückkehrer rasch in den Wettkampfrhythmus zu bringen.
Der kommende Spielabschnitt wird zeigen, ob der SV Zwölfaxing die positive Dynamik nutzen und sich aus der unteren Tabellenregion befreien kann. Für Christler steht fest: Teamgeist, Disziplin und der gemeinsame Wille bleiben die Schlüssel, um Schritt für Schritt in sichere Gefilde zu kommen.