Mit 60 Punkten aus 26 Spielen hat sich SC Wolfsthal in der 1. Klasse Ost an die Spitze gesetzt und die Saison als Meister abgeschlossen. Co-Trainer Daniel Luxbacher blickt vor allem deshalb zufrieden zurück, weil seine Mannschaft in der Rückrunde immer besser zusammengefunden hat. Dazu kommt eine Ausgangslage, die man im Sommer gern mitnimmt: keine Abgänge, keine Zugänge, keine Verletzten und rund um den Verein viel Ruhe.

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Luxbacher beschreibt den Weg an die Spitze nicht als eine Saison, in der von Beginn an alles von selbst gelaufen ist. Vielmehr sieht er einen Prozess, der sich im Frühjahr immer klarer gezeigt hat. „Ich glaube, dass wir im Laufe der Rückrunde immer besser zueinander gefunden und dann am Ende auch konstant unsere Leistung gebracht haben“, sagt der Co-Trainer. Genau das erklärt ziemlich gut, warum SC Wolfsthal am Ende ganz oben stand. Es geht dabei weniger um einen einzelnen Lauf oder um ein paar besondere Wochen, sondern um eine Mannschaft, die sich Schritt für Schritt gefestigt hat. Gerade im Unterhaus ist Konstanz oft der entscheidende Unterschied, und genau die hat Luxbacher in den letzten Wochen der Saison bei seiner Mannschaft gesehen. Dass aus diesem Prozess am Ende der Meistertitel geworden ist, wirkt daher aus seiner Sicht folgerichtig und nicht zufällig.
Während bei vielen Vereinen direkt nach Saisonende die ersten Wechsel bekannt werden, ist die Lage in Wolfsthal derzeit auffallend ruhig. „Im Moment hat uns noch kein Spieler verlassen und wir haben auch noch keine Neuverpflichtungen zu vermelden“, sagt Luxbacher. Das passt zu einem Verein, der nach einer starken Saison nicht sofort alles umkrempeln muss. Auch im weiteren Umfeld gibt es aktuell keine großen Themen, die zusätzliche Unruhe hineinbringen würden. „Im Moment gibt’s noch keine News. Es ist alles sehr ruhig“, erklärt der Co-Trainer. Für einen Klub, der gerade Meister geworden ist, kann genau das ein Vorteil sein. Der Kern bleibt zusammen, es gibt keine offenen Baustellen, und auch rund um die Mannschaft scheint derzeit alles geordnet zu sein. Statt eines hektischen Sommers deutet in Wolfsthal im Moment also vieles auf Kontinuität hin.
Ein weiterer Punkt, den Luxbacher ausdrücklich hervorhebt, ist die personelle Lage. „Zum Glück haben wir keine verletzten Spieler und darüber sind wir auch sehr glücklich“, sagt er. Diese Einschätzung muss man im Amateurfußball nicht lange erklären, weil gerade dort Ausfälle oft sofort spürbar sind. Wenn eine Mannschaft gesund bleibt, hilft das nicht nur an Spieltagen, sondern schon davor im Training, in der Belastungssteuerung und in der täglichen Arbeit. Für SC Wolfsthal ist das nach einer erfolgreichen Saison daher eine sehr angenehme Ausgangslage. Trotz des Meistertitels schaut man intern aber nicht überheblich auf die Liga. Luxbacher betont vielmehr, dass das Niveau in der 1. Klasse Ost durchaus beachtlich war. „Man hat schon gesehen, dass die Liga qualitativ nicht schlecht ist“, sagt er. Einen einzelnen Gegner wollte er dabei bewusst nicht herausheben. Auch das passt zur Einordnung dieses Meisterjahres: Wolfsthal sieht den Erfolg nicht als Selbstläufer, sondern als Ergebnis einer Saison, in der man sich Woche für Woche behaupten musste.
Wenn Luxbacher in seinem Rückblick eine Person besonders in den Vordergrund rückt, dann ist es der eigene Kapitän. „Ich glaube schon, dass unser Kapitän ein absolutes Role-Model ist, sowohl am Platz als auch abseits. Er geht immer voran und hat einen sehr großen Anteil am Meistertitel“, sagt der Co-Trainer. Viel deutlicher kann man die Bedeutung eines Führungsspielers kaum beschreiben. Gerade weil Luxbacher die Entwicklung der Mannschaft als gemeinsames Zusammenfinden in der Rückrunde schildert, bekommt dieses Lob besonderes Gewicht. Ein Kapitän, der sportlich und menschlich vorangeht, steht oft genau für jene Stabilität, die eine erfolgreiche Mannschaft über mehrere Monate trägt. Für den Meister ergibt sich daraus ein stimmiges Gesamtbild: eine eingespielte Gruppe, keine Verletzten, keine personellen Baustellen und intern das Gefühl, dass der Weg zuletzt immer besser geworden ist. Vieles wirkt in diesen Tagen so, als wolle SC Wolfsthal die starke Saison nicht einfach abhaken, sondern die Ruhe und Geschlossenheit als Grundlage für alles Nächste mitnehmen.