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ASK Kaltenleutgeben: „Zu Hause müssen wir eine Macht werden“

Kaltenleutgeben

Der ASK Kaltenleutgeben stellt sich in der 1. Klasse Ost nach einer schwierigen Saison defensiv neu auf. „Zu Hause müssen wir eine Macht werden“, sagt Daniel Hetlinger, Trainer des ASK Kaltenleutgeben, im Gespräch mit Ligaportal. Der neue Coach übernimmt eine Mannschaft, die im Vorjahr vor allem gegen den Ball Probleme hatte, nun aber mit mehreren Neuzugängen, einem klaren Trainingsschwerpunkt und einem realistischen Ziel ins Spieljahr geht: das Tabellenmittelfeld.

Fußball und violette Fußballschuhe

Foto von Frantzou Fleurine auf Unsplash

Der Hebel liegt in der Defensive

Hetlinger hält sich mit einer Gesamtbewertung der abgelaufenen Saison bewusst zurück. Schließlich war er damals noch nicht in Verantwortung. Eine Ursache für das Abschneiden macht er dennoch klar aus: „Das größte Problem war sicher, dass die defensive Kompaktheit zu wenig war.“ Über die gesamte Saison hinweg habe die Mannschaft schlicht zu viele Gegentore erhalten.

Genau dort setzt der neue Trainer nun an. Kaltenleutgeben soll stabiler werden, geschlossener auftreten und Spiele nicht schon durch einfache Gegentreffer aus der Hand geben. Gleichzeitig will Hetlinger nicht nur auf Absicherung setzen. Im Training stehen viele Spielformen auf dem Programm, dazu soll auch der Spielaufbau sauberer werden. „Wir wollen längere Ballbesitzphasen haben“, beschreibt er die zweite zentrale Baustelle. Die Idee dahinter: Wer kontrollierter in Ballbesitz bleibt, nimmt dem Gegner zugleich Möglichkeiten, selbst gefährlich zu werden.

Ein Umbruch in mehreren Mannschaftsteilen

Im Kader hat sich einiges getan. Verlassen haben den Verein Innenverteidiger Lukas Schirnhofer, Rechtsverteidiger Luca Hasenörl und Mirce Tod, der seine Karriere beendet hat. Dazu legt Tormann David Philipp wegen seines Matura-Jahres eine Pause ein.

Auf der anderen Seite kommt eine ganze Reihe neuer Spieler dazu. Von der Union Mauer 1b wechseln Mateo Vincetic für die Sechser- und Achterposition, Außenbahnspieler Lukas Hauer, Innenverteidiger Lukas Philipp, Stürmer Cajetan Di Giacomo sowie Luca Tenzol Zali, der im Zentrum als Achter oder Zehner eingesetzt werden kann. Aus Brunn 1b stößt mit Maurice Armatash ein weiterer Außenbahnspieler dazu, aus Brunn kommt außerdem Tormann Noah Stöger. Damit reagiert der ASK nicht nur auf die Abgänge, sondern verbreitert den Kader auch in mehreren Linien zugleich.

Knappe Vorbereitung, aber kaum Ausfälle

Die Vorbereitung läuft unter erschwerten Bedingungen, ohne dass akute Verletzungssorgen den Trainer plagen würden. Derzeit macht vor allem die Urlaubszeit die Planung komplizierter. Viele Spieler sind mit der Familie unterwegs, was Hetlinger einkalkulieren muss. „Das müssen wir halt ein bisschen anders kompensieren. Das ist momentan das größte Thema“, sagt er.

Sportlich schwerer wiegt aktuell nur der Fall von Luca Tenzol Zali. Der Mittelfeldspieler hat einen Kreuzbandriss hinter sich, befindet sich aber bereits wieder im normalen Training. Für Spiele fehlt ihm laut Hetlinger noch die Freigabe des Physios, im September soll er wieder vollständig zur Verfügung stehen.

Mittelfeld als Ziel, Zwölfaxing gleich zum Auftakt

Bei den Erwartungen bleibt der neue Trainer bewusst sachlich. „Das Ziel muss sein, dass wir einen Tabellenplatz im Mittelfeld erreichen. Das ist ein realistisches Ziel.“ Große Ansagen vermeidet er, zumal die Mannschaft nur vier Wochen Zeit hat, um die neuen Inhalte einzuarbeiten.

Gleich zum Start wartet mit dem SV Zwölfaxing ein Gegner, der in Kaltenleutgeben noch präsent ist. Das letzte direkte Duell der Vorsaison war emotional aufgeladen, weil es damals auch um den Abstieg ging. Hetlinger erwartet daher einen frühen Gradmesser. „Wir haben nur vier Wochen Zeit. Die Zeit ist relativ knapp, aber ich bin trotzdem guter Dinge, dass wir am 7. August voll da sein werden.“ Entscheidend werde sein, dass die Mannschaft vor allem auf eigenem Platz deutlich schwerer zu bespielen ist als zuletzt.

Rückhalt im Verein und 90-Jahr-Feier im September

Neben dem Sportlichen hebt Hetlinger auch das Umfeld hervor. Mit Michi Kirkinger als Co-Trainer und U23-Trainer hat er einen engen Unterstützer an seiner Seite. „Ich bin sehr froh über die Zusammenarbeit. Jeder unterstützt mich, hilft mir. Wenn ich etwas brauche, ist sofort jemand da, der mir zur Seite steht.“

Im September steht zudem die 90-Jahr-Feier des Vereins an. Geplant ist unter anderem eine Play-back-Show, in die auch die Kampfmannschaft eingebunden sein soll. Der Sommer in Kaltenleutgeben bringt also nicht nur einen Neustart auf dem Platz, sondern auch ein Jubiläum im Vereinsleben. Sportlich ist die Richtung klar: weniger Gegentore, mehr Kontrolle und eine Mannschaft, die daheim wieder unangenehm wird.