Spielberichte

„Wir hätten zur Pause mit fünf, sechs Toren führen müssen“ – ATSV Fischamend startet mit 7:2

ATSV Fischamend
Sportfreunde Berg

Zum Auftakt der 1. Klasse Ost hat ATSV Fischamend die Sportfreunde Berg mit 7:2 besiegt und laut Trainer Günther Kastner schon früh klargemacht, in welche Richtung der Abend läuft. „Wir haben von Anfang an Druck gemacht und das Spiel in der Hand gehabt“, sagte der Trainer nach einer Partie, in der seine Mannschaft zwar siebenmal traf, aus seiner Sicht aber schon vor der Pause deutlich höher hätte führen müssen.

Torwart in Blau und Schwarz stützt sich auf die Knie

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Frühe Führung und eine zu knappe Pausenbilanz

Günther Kastner sah seine Mannschaft von Beginn weg am Drücker. Schon in der 7. Minute brachte Stefan Sandriesser ATSV Fischamend nach einer Standardsituation in Führung, und für den Trainer war damit auch der Ton für den Rest des Abends gesetzt. „Wir haben von Anfang an Druck gemacht und das Spiel in der Hand gehabt“, sagte Kastner noch einmal mit Blick auf die ersten Minuten. Nach seiner Einschätzung ließ ATSV Fischamend danach weitere gute Möglichkeiten liegen, ehe Stefan Sandriesser in der 34. Minute auf 2:0 stellte. Dass es mit diesem Stand in die Pause ging, passte für Kastner nur zum Ergebnis, nicht aber zur Überlegenheit seiner Mannschaft. „Wir hätten zur Pause mit fünf, sechs zu null führen müssen“, meinte er deutlich.

Nach dem 3:1 sofort wieder weggezogen

Auch nach dem Seitenwechsel blieb ATSV Fischamend sofort auf Zug. In der 50. Minute erhöhte Florin-Vladut Pop auf 3:0, doch nur zwei Minuten später verkürzte Marian Timm für Sportfreunde Berg auf 3:1. Spannend wurde die Partie aus Sicht von Günther Kastner trotzdem nicht mehr, weil seine Mannschaft die richtige Antwort lieferte. „Ausschlaggebend war sicher das 4:1, nachdem wir das 3:1 kassiert haben, das wir da gleich nachgelegt haben“, sagte der Trainer. Luciano Pizzonia traf in Minute 58 zum 4:1 und legte in der 62. Minute das 5:1 nach. Gerade dieses Tor hob Kastner besonders hervor: „Das 5:1 von Luciano Pizzonia von der Mittellinie, wo er den Tormann überhoben hat, war ein Traumtor.“ Nur eine Minute später stellte Florin-Vladut Pop auf 6:1.

Zwei Standardgegentore störten Kastner trotzdem

Selbst bei diesem klaren Zwischenstand hatte Günther Kastner noch einen Punkt, der ihn störte. Beide Gegentreffer fielen aus Standards, und gerade die Entstehung bewertete er kritisch. Schon vor dem 3:1 sah er nach einem umstrittenen Corner ein Foul an seinem Tormann, beim 6:2 durch Matus Oncak in der 77. Minute zweifelte er zusätzlich an der Entscheidung, ob der Ball überhaupt hinter der Linie war. Kastner formulierte seine Sicht klar, ohne den Verlauf grundsätzlich infrage zu stellen: „Das tut der Freude über den Sieg keinen Abbruch.“ Viel wichtiger war für ihn, dass Sportfreunde Berg aus dem laufenden Spiel kaum zur Geltung kamen. „Der Gegner ist aus dem Spiel zu keiner einzigen Torchance gekommen. Wir haben das Spiel über neunzig Minuten kontrolliert“, sagte der Trainer.

Sieben Tore zum Start, aber noch Luft nach oben

Die Hauptgründe für den klaren Auftaktsieg sah der Trainer vor allem im Plan und in der Konsequenz. „Wir haben unsere taktischen Vorgaben sehr gut eingehalten, haben die Zweikämpfe in den Zonen gewonnen, in denen wir sie gewinnen wollten, und sind spielerisch zu sehr guten Möglichkeiten gekommen“, sagte Günther Kastner. Den Schlusspunkt setzte Lukas Kastner in der 90. Minute mit dem 7:2, womit ATSV Fischamend eine Partie abrundete, die aus Sicht des Trainers von Beginn an unter Kontrolle war.

Ganz ohne Kritik wollte er den Abend trotzdem nicht abhaken. „Wenn man sich die erste Hälfte anschaut, gibt es natürlich Verbesserungspotenzial in der Chancenauswertung und wir müssen in gewissen Phasen ein bisschen abgeklärter werden.“ Mit sieben Treffern, drei Punkten und Platz eins nach Runde eins ist der Auftakt für ATSV Fischamend dennoch mehr als gelungen.

1. Klasse Ost: Fischamend : Berg - 7:2 (2:0)

  • 90
    Lukas Kastner 7:2
  • 77
    Matus Oncak 6:2
  • 63
    Florin-Vladut Pop 6:1
  • 62
    Luciano Pizzonia 5:1
  • 58
    Luciano Pizzonia 4:1
  • 52
    Marian Timm 3:1
  • 50
    Florin-Vladut Pop 3:0
  • 34
    Stefan Sandriesser 2:0
  • 7
    Stefan Sandriesser 1:0