Zum Auftakt in der 1. Klasse Ost musste sich der ASK Kaltenleutgeben beim SV Zwölfaxing mit 1:2 geschlagen geben. Trainer Daniel Hetlinger machte direkt nach dem Abpfiff vor allem die verschlafenen ersten zwanzig Minuten als Hauptgrund für die Niederlage aus. Danach kam der ASK Kaltenleutgeben zwar besser ins Spiel und verkürzte noch vor der Pause, im letzten Drittel fehlte aber zu oft die Idee für den Ausgleich.

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Für Daniel Hetlinger war schnell klar, wo dieser Abend aus seiner Sicht gekippt ist. „Wir haben grundsätzlich die ersten zwanzig Minuten komplett verschlafen“, sagte der Trainer des ASK Kaltenleutgeben. Das hatte auf der Anzeigetafel früh Folgen. Clemens Postl brachte den SV Zwölfaxing in der 10. Minute in Führung, David Kellner erhöhte in der 19. Minute auf 2:0. Damit lief der ASK Kaltenleutgeben von Beginn an einem deutlichen Rückstand nach. Hetlinger sah danach aber auch eine Reaktion seiner Mannschaft. „Nach dem 2:0 sind wir dann sehr gut zurückgekommen, haben eine gute Phase gehabt bis zur Halbzeit, wo wir sehr viele Situationen über die Seite herausspielen konnten“, erklärte er. In dieser Phase fiel dann auch der Anschlusstreffer durch Kajetan De Giacomo in der 30. Minute. Schon davor hatte die Rote Karte gegen Oguzhan Aklanoglu in der 26. Minute die Partie verändert und dem ASK Kaltenleutgeben zusätzlich die Chance gegeben, noch vor der Pause ganz heranzukommen.
Gerade deshalb tat Daniel Hetlinger das 1:2 am Ende besonders weh. Er sprach von einer zweiten Halbzeit, in der der ASK Kaltenleutgeben aus seiner Sicht zu wenig aus der eigenen Situation machte. „Uns hat die Kreativität im letzten Drittel gefehlt“, sagte Hetlinger klar. Statt mit Ruhe und klaren Abläufen Druck aufzubauen, sei seine Mannschaft „wieder sehr hektisch im Aufbau“ gewesen und habe sich durch unnötige Ballverluste selbst ausgebremst. Dazu kam, dass der ASK Kaltenleutgeben laut seines Trainers die Halbräume zu selten bespielte und zu wenig Mut im Eins-gegen-eins zeigte. „Wir sind einfach zu wenig in die gefährliche Zone reingekommen. Das war dann einfach ausschlaggebend“, meinte Hetlinger. Der SV Zwölfaxing zog sich nicht nur zurück, sondern wartete aus Sicht des Gegners kompakt auf Umschaltsituationen. Genau das machte es dem ASK Kaltenleutgeben schwer, trotz langer Überzahl noch zum Ausgleich zu kommen.
Trotz der Enttäuschung wollte Daniel Hetlinger den Auftritt seiner Mannschaft nicht nur schlechtreden. Er sprach dem SV Zwölfaxing einen verdienten Sieg zu, weil der Gegner „den Sieg mehr wollte“, bissiger in den Zweikämpfen war und gegen den Ball kompakter arbeitete. Auch sonst fand er klare Worte zum Gegner: Der SV Zwölfaxing sei mutig gewesen und schnell ins Umschalten gekommen. Gleichzeitig blieb beim Trainer des ASK Kaltenleutgeben aber auch hängen, dass mehr drinnen gewesen wäre. „Es hätte auch ein X werden können“, sagte er, ohne die Niederlage damit wegzudiskutieren.
Wichtig war ihm vielmehr der größere Blick auf den Saisonstart. „Ich habe trotzdem das Gefühl gehabt, dass wir viele Sachen, die ich sehen will, teilweise schon umgesetzt haben“, erklärte Hetlinger. Vier Wochen Vorbereitung und eine schwierige Urlaubsphase, in der nie die komplette Mannschaft zur Verfügung stand, seien keine einfache Ausgangslage gewesen. Ein endgültiges Urteil will er deshalb noch nicht fällen: „Ein richtiges Resümee kann man erst Mitte der Hinrunde ziehen.“ Nach Runde eins bleibt für den ASK Kaltenleutgeben damit eine klare Lehre: Auf die ordentliche Reaktion nach dem 0:2 muss schon in den nächsten Spielen mehr Konstanz über neunzig Minuten folgen.