In der 1. Klasse Ost hat ASK Klein-Neusiedl zum Auftakt bei ASC Götzendorf Oranjezz mit 5:3 gewonnen, obwohl die Gäste nach einer starken Anfangsphase und einer 1:0-Führung noch mit 1:2 in Rückstand geraten waren. Trainer Martin Karner sah die Entscheidung direkt nach der Pause: „Die zwei schnellen Tore waren definitiv der wichtigste Moment. Von da an konnten wir das Spiel wieder an uns reißen.“

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Aus Sicht von Martin Karner begann die Partie klar zugunsten von ASK Klein-Neusiedl. „Die ersten zwanzig Minuten haben wir dominiert“, sagte der Trainer, und diese Einschätzung deckte sich auch mit dem frühen Führungstreffer. In der 15. Minute brachte Lukas Krisztin die Gäste mit 1:0 in Front. Karner schilderte die Entstehung als „schöne Kombination“ nach einem tiefen Ball über die rechte Seite und einem anschließenden Stanglpass, den Lukas Krisztin verwertete. Genau in dieser Phase lag für ASK Klein-Neusiedl aber auch schon ein Knackpunkt, denn aus der Überlegenheit wurde zunächst zu wenig gemacht. „Danach haben wir es verabsäumt, das zweite beziehungsweise dritte Tor zu schießen“, sagte Karner. Damit blieb ASC Götzendorf Oranjezz im Spiel, obwohl ASK Klein-Neusiedl in der Anfangsphase mehr vom Match hatte.
Mit zunehmender Spieldauer kam ASC Götzendorf Oranjezz besser hinein und nutzte die Phase vor der Pause konsequent. In der 35. Minute fiel das 1:1 durch Zalan Barna Nagy, vier Minuten später legte Zalan Barna Nagy auch noch das 2:1 nach. Karner sprach beim ersten Gegentor von einem Treffer „aus dem Nichts“ durch einen Weitschuss, beim zweiten von einem „wunderschönen Treffer vom Sechzehnereck“. Für ASK Klein-Neusiedl war das eine Phase, in der die Partie plötzlich kippte. „Von da an übernahm ASC Götzendorf Oranjezz das Kommando“, ordnete Karner ein. So ging ASK Klein-Neusiedl trotz guter Anfangsphase mit einem 1:2 in die Pause, und nach Darstellung des Trainers hielt diese stärkere Phase der Hausherren sogar noch einige Minuten nach dem Seitenwechsel an.
Die entscheidende Wendung kam dann innerhalb weniger Augenblicke. In der 54. Minute glich Philipp Riedl für ASK Klein-Neusiedl zum 2:2 aus, nur eine Minute später traf Philipp Riedl auch zum 3:2. Für Karner war genau das der Moment, in dem seine Mannschaft die Partie wieder an sich zog. „Die zwei schnellen Tore waren definitiv der wichtigste Moment“, sagte er, weil ASK Klein-Neusiedl danach wieder Zugriff bekam. Der Trainer beschrieb die Entstehung beider Treffer ähnlich: „Beide Tore fielen nach schönen tiefen Spielkombinationen, und im Eins-gegen-eins gegen den Tormann konnten wir uns dann durchsetzen.“ Dieser Doppelschlag veränderte den Verlauf deutlich. ASK Klein-Neusiedl blieb nun am Drücker, übernahm wieder das Kommando und baute die Führung weiter aus. In der 60. Minute stellte Tobias Sostek per Freistoß auf 4:2, in der 70. Minute setzte Daniel Caputa noch das 5:2 drauf. Aus einem Rückstand war damit innerhalb einer guten Viertelstunde eine klare Führung geworden.
Ganz ohne weiteres Gegentor blieb ASK Klein-Neusiedl zwar nicht, doch am Auswärtssieg änderte das nichts mehr. In der 86. Minute kam ASC Götzendorf Oranjezz noch zum 3:5 durch Christoph Gall. Karner schilderte diese Szene als kurze Unachtsamkeit nach einem Freistoß aus rund dreißig Metern, der an die Latte ging, ehe der Abpraller per Kopf verwertet wurde. Insgesamt sah der Trainer aber genug Gründe, um mit dem Auftritt zufrieden zu sein. „Unser Mannschaftsgefüge, der Wille zum Sieg und eine stabile Mittelfeldreihe haben heute besonders gut funktioniert“, sagte Karner. Gleichzeitig zollte er dem Gegner Respekt: ASC Götzendorf Oranjezz sei „sehr ambitioniert“ gewesen, in der Offensive immer gefährlich und habe „sehr hohe Abschlussqualität“ gezeigt. Für ASK Klein-Neusiedl steht damit zum Start in die neue Saison ein torreicher 5:3-Auswärtssieg, der vor allem wegen der Reaktion nach dem 1:2-Rückstand Gewicht hat.